Call for Contributions: Tagung “Lehrer.Bildung.Medien”

Call for Contributions: Tagung "Lehrer.Bildung.Medien"

Zusammen mit dem Zentrum für Lehrerbildung veranstalte ich am 1.10.2014 eine Tagung zum Thema „Lehrer.Bildung.Medien – Herausforderungen für die Entwicklung von Schule“.  Worum geht es?

Call for Contributions [PDF]
Digitale Medien gehören in den letzten Jahren zur Diskussion um eine angemessene Bildung nachfolgender Generationen, die durch eine zunehmende Mediatisierung des Alltags immer mehr Eigendynamik erhält. Schulen werden damit mehr und mehr vor Anforderungen gestellt, digitale Medien in Schule und Unterricht zu integrieren und sich gegenüber medialen Handlungspraxen zu öffnen. Geht es um die Gestaltung von medialen Bildungsräumen in der Schule, werden dabei vor allem Fragen hinsichtlich der Professionalisierung von Lehrpersonen, angemessener Bildungskonzepte oder der Entwicklung von Schule virulent. Im Fokus der Tagung liegt damit das Zusammenspiel von Lehrerbildung, Schulentwicklung und Medien, welches aus theoretischer, empirischer oder praxisorientierter Perspektive unter folgenden Fragestellungen beleuchtet werden kann:

  • Welche Auswirkungen haben gesellschaftliche Prozesse wie Individualisierung oder Mediatisierung auf die Lehrerbildung? Welche Konzepte der Lehreraus-, Fort- und Weiterbildung sind angemessen für den Lehrerberuf in einer sich wandelnden Gesellschaft? Wie kann Medienbildung in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen integriert werden?
  • Wie können Bildungsprozesse in Schule und in der Lehrerbildung unter aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gestaltet werden? Welche Bedeutung haben mediale Handlungspraxen für die Ausgestaltung von Lehrerbildung und Schule? Welchen Beitrag leisten Medien zu aktuellen Herausforderungen für Schule wie z.B. Umgang mit Heterogenität oder einer inklusiven Bildung?
  • Wie kommen Innovationen in die Schule? Wie verändert sich Schule in und mit digitalen Medien? Welche Auswirkungen haben digitale vernetzte Medien auf den Unterricht, auf medienpädagogisches Handeln und Führungsaufgaben in der Schule?

Zu Wort kommen sollen sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit Fragen von Lehrerbildung, Medien und Schulentwicklung auseinandersetzen, als auch Akteurinnen und Akteure aus der schulischen Praxis. So spricht die Tagung explizit auch Lehrpersonen aus der Schule, Referendarinnen und Referendare sowie Lehreraus- und fortbildnerInnen an, sich zu beteiligen.
Es wird  neben gemeinsamen Veranstaltungsteilen auch zwei unterschiedliche Tracks geben, die den beiden Gruppen eine Gelegenheit bieten, sich mit den jeweils eigenen Fragen und Herausforderungen auseinander zu setzen. Die Tagung will damit sowohl an individuellen Problemlagen diskutieren, aber auch Wissenschaft und Schulpraxis miteinander in Dialog bringen.

Formate
Vorträge können bis zum 01.04.2014 in zwei Tracks eingereicht werden:

  • Im Track Wissenschaft stehen theoriebezogene und empirische Forschungsvorhaben im Fokus. Für die Vorträge stehen maximal 20 Minuten Zeit zur Verfügung, 10 Minuten sind für Rückfragen und Diskussion vorgesehen. Die Abstracts hierzu sollten u.a. folgende Informationen enthalten: Theoretischer Hintergrund, Fragestellung, Methodisches Vorgehen, Ergebnisse, Literatur.
  • Im Track Schule sind insbesondere reflektierte Projekt- und Praxiserfahrungen interessant. Ziel ist es hier, dass in der Lehrerbildung und Schule tätige miteinander ins Gespräch kommen. Die Diskussionsbeiträge sollten 15 Minuten umfassen. Die Abstracts hierfür sollten folgende Informationen enthalten: Projektidee oder Problemstellung, Umsetzung, Reflexion.

Darüber hinaus können Poster zu den Themenschwerpunkte eingereicht werden, die in einer moderierten Posterpräsentation durch die Autorinnen und Autoren präsentiert werden. Ziel ist es hier, mit Tagungsteilnehmenden in Diskussion über Projekte zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Die Poster werden über den gesamten Tagungsverlauf ausgestellt sein.

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Ergebnisse zur Evaluation des Management 2.0 MOOC

Ergebnisse zur Evaluation des Management 2.0 MOOC

Im Spätsommer des letzten Jahres habe ich davon erfahren, dass COGNEON einen MOOC zum Thema Management 2.0 plant. Da ich dem ganzen Hype um MOOCs eher skeptisch gegenüberstehe, war es eine gute Möglichkeit durch eine Evaluation etwas tiefer in die Materie einzutauchen. Dank der schnellen Zusage von Simon  Dückert konnte ich dann auch – mit Enthusiasmus aber begrenzten Ressourcen – das Thema angehen.

Zwei Online-Befragungen (eine am Anfang und eine am Ende) haben das notwendige Datenmaterial für den nun vorliegenden Evaluationsbericht bereitgestellt. Darin sind zunächst nur die deskriptiven Daten dargestellt, für weitere Auswertungen sowie die Analyse der Social Media Daten war dann leider keine Zeit mehr. Aber wie ich erfahren habe, könnte es sein, dass Interessierte auch im neuen Buch “Vernetzte Organisation” von Alexander Richter  etwas mehr erfahren, der ja auch selbst am Management 2.0 MOOC beteiligt war (Buch hier oder beim Händler um die Ecke vorbestellen).

Den Evaluationsbericht gibt es  schon jetzt und kostenlos, aber was bringt er denn für Erkenntnisse an den Tag? Vielleicht solche wie diese: Der/die durchschnittliche Teilnehmende des Management MOOC war 42,6 Jahre, männlich, lebt in Deutschland und arbeitet in einem Unternehmen in der Aus- und Weiterbildung. Er verfügt über einen akademischen Abschluss und schätzt seine eigene Medienkompetenz als hoch bis sehr hoch ein. Und, fühlen Sie sich erkannt? Das ist natürlich nicht alles, aber ein wenig Neugier soll schon noch für das Lesen bleiben.

Meine eigene Skepsis gegenüber MOOCs ist übrigens nicht verschwunden, aber mein Interesse wurde geweckt. Sollten Sie also selbst einen MOOC planen, stelle ich Ihnen gerne die Fragebögen zur Verfügung.

Ich danke noch mal den Organisatoren und allen, die sich an der Evaluation beteiligt haben und wünsche viel Spass beim Lesen.

Quelle:
Rohs, M. & Giehl, C. (2014). Evaluationsbericht zum Management 2.0 MOOC, Beiträge zur Erwachsenenbildung, Heft 1, Technische Universität Kaiserslautern

Download Bericht

Rückblick LEARNTEC 2014

Rückblick LEARNTEC 2014

Nach mehreren Jahren der Abstinenz (hier) war es mal wieder Zeit für einen Besuch der LEARNTEC  – zumal der Weg nicht mehr so weit ist. Für einen Besuch des Kongresses hat es leider nicht gereicht, aber zumindest ein paar Impressionen von der Messe zu neuen Trends und Entwicklungen wollte ich einholen.

Der erste Eindruck fiel sehr ernüchternd aus. Vielleicht haben sich ein paar neue Anbieter hinzugesellt, aber proprietäre Lernumgebungen und klassische WBTs für Standardthemen der Aus- und Weiterbildung sind nach wie vor fester Bestandteil des E-Learning-Musterkoffers. Zwar sind die meisten Systeme jetzt responsiv, “interaktiv” und haben Social Media integriert, aber wirklich neu ist das nicht. Das verwunderte mich zunächst, aber letztendlich bildet sich auf einer Messe auch nicht der Forschungsstand, sondern vor allem die Nachfrage ab – und damit das, was aus  einschlägigen Umfragen bekannt ist. Danach sind es vor allem Virtuelle Klassenräume/Webinare und WBTs, die den E-Learning-Einsatz im Unternehmen bestimmen.

Aber nicht nur das: Auch der Einsatz von Videos ist eine Entwicklung, die in den Unternehmen – und nicht nur dort – angekommen ist. Dies war auch auf der Messe sichtbar mit eine Reihe von Anbietern, die sich explizit diesem Thema widmeten. Und ich würde es noch ein wenig weiter fassen: Visualisierung! ist nach meinem Eindruck ein wichtiges Thema in unterschiedlichster Form. So wurde nicht nur  insgesamt viel Wert auf das “Look & Feel” gelegt wird, sondern es gibt eine Reihe von Anbietern, die die Visualisierung des Lernens in den Mittelpunkt stellen.

Zwei weitere Entwicklungen, die mich auch aus persönlichem Interesse ansprechen, haben mich zudem sehr neugierig gemacht. Zum einen ist das der Bereich des “eCoaching”, der zwar nicht neu ist, aber auch noch weit entfernt von Normalität. Dabei geht es in den Produkten um weit mehr als die Kommunikation über digitale Medien. Und die zweite Entwicklung habe ich im Bereich des “Skill-Managements” ausgemacht, in dem zunehmend  die informelle Ebene mit in den Blick genommen wird – und das nicht nur in Bezug auf die Aneignungsform, sondern auch auf die Frage des Erkennens, Erfassen und Analysierens der Kompetenzen.

Sicherlich gibt es noch vieles anderes zu entdecken, das eine Würdigung verdient hätte. Leider gibt es dazu dieses Jahr nicht mehr die Möglichkeit, aber nächstes Jahr findet vom 27. bis 29. Januar 2015 die nächste LEARNTEC in Karlsruhe statt.

Hier der Rückblick der Veranstalter

Entwicklung eines Internetportals für die Erwachsenenbildung

Entwicklung eines Internetportals für die Erwachsenenbildung

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Bei den wissenschaftlichen Bemühungen um Professionalisierung der Erwachsenen- und Weiterbildung sind die Lehrenden oft nicht im Fokus, obwohl sie quantitativ das Gros der Beschäftigten ausmachen und auch qualitativ eine zentrale Bedeutung haben, insofern sie ganz praktisch für die Durchführung und das Gelingen von Lernsituationen verantwortlich sind – gerade auch für die politisch erwünschte verstärkte Beteiligung Geringqualifizierter an Weiterbildung. Lehrende (und dies meint hier auch im Lehr-Lerngeschehen als BeraterInnen und BegleiterInnen agierende Personen) sind aufgrund ihres beruflichen Status und der oft eingeschränkten Verdienstmöglichkeiten auf passgenaue und nebenberuflich praktikable Qualifizierungsmöglichkeiten angewiesen.

Vor diesem Hintergrund erhebt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung den Bedarf für die Entwicklung eines frei zugänglichen Internetportals für Lehrende in der Erwachsenenbildung.

Wie bitten daher insbesondere alle Lehrenden, Lernbegleiter und -berater in der Erwachsenen- und Weiterbildung sich an folgender Umfrage zu beteiligen:

http://ww2.unipark.de/uc/PortalLehrende

Die Bearbeitung wird in etwa 20 Minuten in Anspruch nehmen. Die Befragung erfolgt selbstverständlich freiwillig und anonym. Die Befragungsdaten werden nur zu wissenschaftlichen Zwecken im Kontext des Vorhabens verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Als Dankeschön verlosen wir folgende Preise:

1.Preis – IPad Air, 16GB

2.Preis – IPad mini, 16GB

3.Preis – Buchgutschein bei Fairbuch.de von 100 €

4.Preis – Buchgutschein bei Fairbuch.de von 50 €

5.Preis – Buchgutschein bei Fairbuch.de von 25 €

Ergänzung:

Bei Interesse an der Teilnahme an der Verlosung besteht am Ende des Fragebogens die Möglichkeit, eine E-Mail-Adresse anzugeben. Diese wird getrennt von den Antworten im Fragebogen – ausschließlich zum Zwecke der Gewinnübermittlung – gespeichert, und nach Abschluss der Verlosung gelöscht. Berechtigt zur Teilnahme an der Verlosung, sind alle Teilnehmer im Alter ab 18 Jahre, deren ausgefüllte Umfrage bis einschließlich 14.02.2014 bei uns eingeht. Über den Gewinn entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Bertelsmann Stiftung, des DIE und der Universität Tübingen oder einer zugehörigen Organisation werden bei der Verlosung nicht berücksichtigt.

Erschienen: Themenheft Social Media in der Lehrerbildung

Erschienen: Themenheft Social Media in der Lehrerbildung

FotoHeute ist schon ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk in der Post ;-) : Das Themenheft “Social Media in der Lehrerbildung” des journals für LehrerInnenbildung, herausgegeben von Kerstin Mayrberger, Stephan Wabe und Michael Schratz ist nun gedruckt und erschienen. Darin finden sich unterschiedliche Artikel, die das Themenspektrum von Social Media in der Lehrerbildung diskutieren: von eher theoretisch orientierten Artikeln bis hin zu (Praxis-)Beispielen. Und dabei berichten Autorinnen und Autoren nicht nur über das Social Web in der Lehrerinnenbildung, sondern man findet die meisten von Ihnen auch im Social Web, wie beispielsweise Christian Spannagel, Kerstin Mayrberger, Lisa Rosa, Tobias Jenert und Taiga Brahm oder André Spang :-)

Ich habe einen Artikel beigesteuert, der das Social Web als Erfahrungsraum für die LehrerInnenbildung thematisiert. Der Artikel gibt einen  Überblick über Prinzipien des Social Webs und verbindet diese mit Anforderungen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Er fokussiert vor allem auf veränderte Handlungspraxen und stellt exemplarisch mit Peer-Learning und reflexivem Lernen zwei Modi der Auseinandersetzung in der Lehrerinnnen- und Lehrerbildung ins Zentrum. Aus meiner Perspektive wird es in den nächsten Jahren immer mehr von Nöten sein, Lehrerinnen- und Lehrerbildung und damit das pädagogische Setting mit und durch digitale sozialen Medien zu öffnen und dies mit Lehrerinnen und Lehrer reflexiv zu bearbeiten. Gleichzeitig stellt diese Verbindung der Medien und Schule pädagogische Herausforderungen, auf die Antworten gefunden werden müssen. Daher freue ich mich umso mehr, dass dieses Themenheft erste Anregungen für die LehrerInnenbildung gibt.

Quelle: Schiefner-Rohs, M. (2013). Das Social Web als Erfahrungsraum für die Lehrerbildung – Medienbildung zwischen Werkzeug und Raum. journal für lehrerinnen- und lehrerbildung, 4(13), 6-11.