Bilder sagen mehr als Worte …

Nun sind sie verteilt, die „Restmittel“ der Qualitätsoffensive Lehrerbildung zu Digitalisierung und beruflicher Bildung (Hintergrund der Ausschreibung). Besonders erhellend ist es allerdings nun, die Pressemitteilungen der geförderten Hochschulen zu lesen und auf die Bildsprache zu achten, die besonders zum Themenfeld Digitalisierung Bände spricht: So freuen sich hier Schüler*innen über Röhrenmonitore, die alle in Reihe und Glied angeordnet sind, während hier die Text-Bildschere besonders hoch ist. Nun könnte man meinen, das sind vereinzelte Fälle, ich meine jedoch, dass genau hier auch ein Potenzial zur Reflexion von Digitalisierung und Schule liegt: Wie sprechen wir über Medien in der Schule? Welche Metaphern und Narrative werden geprägt, aber auch: Wie werden Diskurse bebildert? Was drückt die Bildsprache aus? Ich habe mich ja schon einmal mit der handlungsleitende Rolle von Medienbildern und -Metaphern für Lehrpersonen (Schiefner-Rohs, 2016) auseinandergesetzt und bringe es immer wieder in Vorträgen als Beispiel, denn ich denke, dass das Thema von breiterer Relevanz ist als „nur“ eine Website oder Pressemitteilung zu verschönern. Bilder und Fotographien sagen m.E. viel darüber aus, wie wir das Thema Digitalisierung implizit verstehen und damit wäre es auch an der Zeit, sich (mehr) Gedanken auch über „neue Bilder von Schule“ zu machen.

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