Informelles Lernen bei Lehrkräften

„Die Perspektive des lebenslangen Lernens für Lehrkräfte bedeutet, dass der Unterstützung der Lehrkräfte in der Anfangsphase wie auch der Schaffung von Anreizen und der Bereitstellung von Ressourcen für die kontinuierliche berufliche Entwicklung in den meisten Ländern viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss“, so zitiert Maren Heise in Ihrer Dissertation „Informelles Lernen von Lehrkräften“ eine OECD-Studie von 2006.

Allgemein wird dieser Berufsgruppe „eine mangelnde Fortbildungs- und Entwicklungsaktivität“ (S. 199) zugeschrieben. Diese Einschätzung bezieht sich dabei auf die organisierte Weiterbildung, die im Zentrum der meistens empirischen Untersuchungen zur Lehrerfort- und –weiterbildung steht. Angesichts der exponentiellen Informationsentwicklung, einer immer schnelleren Entwertung einmal erworbener Wissensbestände sowie erweiterter Funktions- und Zuständigkeitsbereiche und gestiegener Erwartungen an die Leistungsfähigkeit- und –bereitschaft von Lehrkräften, werden allerdings informelle Lernformen immer wichtiger.

Die Untersuchung von Maren Heise nimmt nicht nur das informelle Lernen selbst, sondern  auch die Rahmenbedingungen zum informellen Lernen an Schulen in den Blick. Herausgekommen ist eine der weltweit wenigen Untersuchungen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Lesenswert!

Eine ausführliche Rezension ist hier zu finden.

Quelle:

Maren Heise (2009). Informelles Lernen von Lehrkräften. Ein Angebots-Nutzungs-Ansatz. Münster: Waxmann Verlag.

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