15 Jahre JIM Studie

Jedes Jahr aufs neue erscheint die JIM Studie, in der Jugendliche zum Besitz und zum Umgang Medien befragt werden. Sie liefert damit einen  aktueller Blick auf den Medienumgang von Heranwachsenden. Nun hat der Medienpädagogische Forschungsverbund die Daten der letzten Jahre in der Broschüre „15 Jahre JIM Studie“ zusammengestellt bzw. die Daten der einzelnen Jahre zueinander in Beziehung gesetzt und damit sehr plastisch die Entwicklungen vor allem im Medienbereich der letzten Jahre darstellt.  Sowohl in der Gegenüberstellung der Daten einzelner Jahre als auch in der kontinuierlichen Entwicklung einzelner Medienangebote zeigen sich hier interessante Entwicklungen. Während sich bei bonmedialen Freizeitaktivitäten keinerlei Veränderungen zeigen (Freunde treffen und Sport machen sind immer noch an der Spitze) zeigen sich Veränderungen in anderen Bereichen sehr deutlich, beispielsweise im Radio hören oder bei der Zunahme der Mediennutzung vielfältiger Art über das Internet (Online Angebote von Tageszeitungen, Computerspiele, Fernsehen oder Computerspielen). So kommt der Bericht auf S 22 zur Feststellung:

Der Zugang zum Internet ist mittlerweile jederzeit gewährleistet.

Deutlich sieht man auch, dass Jugendliche immer häufiger auf eigene Geräte zugreifen können (z.B. mp3-Player, feste oder tragbare Spielekonsolen, …) und sich auch die mobile Nutzung digitaler Medien durch Smartphones stark verbreitet hat.

Wenn man allerdings auf die Nutzung schaut, steht konstant „Kommunikation“ an erster Stelle – wobei mir die Unterscheidung in einzelne Bereiche der Nutzung immer weniger plausibel erscheint, denn wann ist eine Handlungspraxis reine Unterhaltung oder Kommunikation? Diese holzschnittartige Darstellung von Mediennutzung müsste vermutlich in den nächsten Jahren differenziert werden bzw. durch andere Verfahren, die vielleicht nicht so sehr das Medium fokussieren, ergänzt werden.

Was mir allerdings am gesamten Bericht gut gefällt ist die grafische Aufbereitung der Ergebnisse. So wird beispielsweise die „Abwanderung“ der Jugendlichen von schülerVZ auf Facebook visuell gelungen dargestellt – und ich bin sicher, die ein oder andere Abbildung wird man in verschiedenen Präsentationen wieder über den Weg laufen ;-).

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