Rückblick: 8. Forschungswerkstatt Wissenschaftliche Weiterbildung

Nachdem die Forschungswerkstatt der AG Forschung der DGWF im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurde, haben wir sie nun in diesem Jahr – da der Virus immer noch kursiert – Online durchgeführt. Ursprünglich war die Veranstaltung als Abschluss für unser Projekt „EhochB“ aus der Wettbewerbslinie „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschule“ geplant. Vor diesem Hintergrund  hatten wir als Thema „Wissenschaftliche Weiterbildung und Region/ Regionalität“ gewählt (Rohs, Schmidt & Dallmann 2020).

Wir haben uns gefreut, dass wir Teilnehmende aus fast allen Regionen Deutschlands (und auch der Schweiz!) begrüßen durften (siehe Karte).

Im besten erwachsenenpädagogischen Sinne haben wir die Teilnehmenden mit einer „virtuellen Anreise“ vom Bahnhof Mannheim abgeholt und über die „Toskana Deutschlands“  (die Deutsche Weinstraße) und dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands (Pfälzer Wald) nach Kaiserslautern begleitet. Anschließend stellte die Geschäftsführerin des DISC, Frau Dr. Bondorf, die wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Kaiserslautern vor und thematisierte dabei auch die aktuellen Herausforderungen im Rahmen von Covid19. Für die wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Kaiserslautern spielten und spielen Raumaspekte schon seit vielen Jahren eine wichtige Rolle:  Im Rahmen des Projekts „EhochB“, wurde dem Bedarfe regionaler Zielgruppen nachgegangen, sowie der Frage, was eine Hochschulregion ist (zu Letzterem erscheint dieses Jahr noch eine Dissertation von Bastian Steinmüller in der Reihe Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen). Darüber hinaus beschäftigt sich das DISC schon viele Jahre mit „Lernarchitekturen und Online-Lernräume“ (Arnold, Lermen & Günther 2016).

Der thematische Einstieg zu „Raumaspekte wissenschaftlicher Weiterbildung“ zeigte nicht nur die Breite des Themas, sondern auch die Fülle ungeklärter Fragen in diesem Bereich. Dabei, so Seitter und Feld in ihre 2019 erschienen Publikation, sind „raumbezogene Fragen in besonderer Weise virulent, da der in der Regel berufsbegleitende Charakter wissenschaftlicher Weiterbildung zu spezifischen Herausforderungen und Effizienzerwartungen räumlich-distributiver Art führt.“ (2019, S. 2).

Im Workshop von Alina Elsner und Bastian Steinmüller zu „Wissenschaftliche Weiterbildung und Region“, wurden anschließend in Kleingruppen Interviewpassagen von Studierenden der wissenschaftlichen Weiterbildung interpretiert, in denen sie sich zur Bedeutung der Regionalität bei der Hochschulwahl äußerten.

Am Abend haben wir uns dann zu einem virtuellen „Pfälzer Abend“ mit Mundart-Bingo und Weinverkostung getroffen. Dabei haben wir https://gather.town genutzt und es kam tatsächlich sowas wie eine Partystimmung auf … und … der Rest bleibt unter uns.

Am zweiten Tag wurden dann in zwei Slots Forschungsarbeiten vorgestellt und diskutiert sowie die Mitgliederversammlung der AG Forschung durchgeführt.

Mein Dank an Alina Elsner und Ricarda Bolten-Bühler sowie Laura Lehmann und Tim Scherer, die sich organisatorisch und technisch um alles gekümmert haben, dem Team der AG Forschung, insbesondere Claudia Lobe für die super Zusammenarbeit bei der Organisation, Bastian Steinmüller für die Durchführung des Workshops sowie allen anderen Beteiligten, die die Veranstaltung zu diesem inspirierenden und kurzweiligen Austausch gemacht haben. 

Literatur

Arnold, R., Lermen, M., & Günther, D. (Hrsg.). (2016). Lernarchitekturen und (Online-)Lernräume. (Bd. 2). Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

Günther, D. (2019). Den Lernraum neu denken. Das „Haus des Lernens“ an der TU Kaiserslautern als theatraler Wissens- und Interaktionsraum. erwachenenbildung.at, 35-36.

Rohs, M., Schmidt, H.-J., & Dallmann, H.-U. (Hrsg.). (2020). Aufstieg durch Bildung? Regionale Bedarfe als Grundlage wissenschaftlicher Weiterbildung. Bielefeld: wbv.

Seitter, W., & Feld, T. C. (2019). Räume in der wissenschaftlichen Weiterbildung:?Zur Einleitung in den Band. In ders. (Hrsg.), Räume in der wissenschaftlichen Weiterbildung (S. 1-18). Wiesbaden: Springer VS.

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