Veranstaltungen Februar/März

Nun ist das Jahr schon fast zwei Monate alt und die ersten Veranstaltungen werfen ihren Schatten voraus. So sind wir in Kaiserslautern diese Woche Gastgeber des FNWQ, dem 8. Forschungs- und Netzwerktreffen der Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen der DGfE-Sektion Schulpädagogik (Info). Eigentlich wollten wir es in Präsenz durchführen, aufgrund der aktuellen Fallzahlen dann aber doch die online-Variante in den Blick genommen. Ich freue mich darüber besonders, denn ich meine, dass die Schul- und Medienpädagogik gemeinsam interessante Perspektiven auf Forschung rund um das Feld Schule werfen können. Einen ersten Aufschlag dazu mache ich am Mittwoch im Eröffnungsvortrag.

Im März geht es dann gleich weiter mit den (online) Veranstaltungen, der DGfE Kongress steht an. Hier sind wir mit einer Arbeitsgruppe zum Thema „Kein Unterricht, aber Schule: (mediale) Praktiken an der Peripherie von Schule-halten“ vertreten.

Die Pandemiegeschehen zeigt, dass Unterricht ein fragiles Konstrukt ist, für das es aktuell neue Beschreibungen braucht. Meist wird gefragt, was „guter“ Unterricht sei, und dies unterschiedlich beantwortet. Anders als in praxeologisch-kulturtheoretischen Unterrichtsdiskursen, bleibt hier ungeklärt, wie Unterricht, als Konglomerat aus performativen Handlungsakten und Subjektpositionierung, immer wieder neu hervorgebracht wird. Die Schulschließungen haben Entgrenzungsprozesse in ungeahnter Weise sichtbar gemacht. Schule in der Digitalität lässt die zur Hilfe genommenen Grenzen institutioneller Rahmungen wie Raum und Zeit verschwimmen. Die Arbeitsgruppe erkundet Orte und Zeitgefüge, an denen „Schule“ stattfindet, die aber aus Akteursperspektive kein „Unterricht“ im engeren Sinn sind. Sie analysiert aus einer interdisziplinär-ethnographischen Perspektive Praktiken, die an der Grenze von unterrichtlichem Geschehen stattfinden, um sich von „Außen“ einer Bestimmung von Unterricht anzunähern.

Wir werden aus unserem EduGraphie Projekt sowohl in Poster- als auch AG-Form berichten und freuen uns schon jetzt auf die Diskussionen. Wir werden sicherlich hier auch berichten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.