Wie ich blogge

Die Ergebnisse der Umfrage „Wie ich blogge“ sind online:

eine kurze Zusammenfassung:

  • „An der Umfrage „Wie ich blogge?!“ nahmen 5.246 Personen teil, von denen ein Großteil nach dem Schneeballsystem durch Verweise in Weblogs auf die Befragung aufmerksam wurden. Die Ergebnisse können daher keinen Anspruch auf statistische Repräsentativität beanspruchen, erscheinen aber als aussagekräftig für die aktive deutschsprachige Blogosphäre.
  • 84 Prozent der Teilnehmer sind aktive Blogger, also Autoren von einem oder mehreren Weblogs. Das soziodemographische Profil dieser Gruppe entspricht in etwa dem von Pioniernutzern neuer Internet-Technologien (hohe formale Bildung; um die 30 Jahre alt; oft noch in einer schulischen oder studentischen Ausbildung), weist aber ein vergleichsweise ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf. Unter den Weblog-Autoren im Teenager-Alter sind Frauen gegenüber Männern sogar deutlich in der Ãœberzahl.
  • Die häufigsten Gründe für das Führen eines Weblogs sind Spaß und Freude am Schreiben sowie der Wunsch, Ideen und Erlebnisse für sich selbst festzuhalten. Inhaltlich dominieren Berichte aus dem Privatleben sowie (etwas seltener) dem schulischen, studentischen oder beruflichen Alltag. Fotos und Bilder sowie Verweise auf andere interessante „Fundstücke“ im Netz werden ebenfalls von einer Mehrheit im Weblog publiziert.
  • Weniger als ein Drittel der Autoren bloggt unter einem Pseudonym oder völlig anonym; die Mehrheit gibt in Beiträgen oder auf gesonderten „about me“-Seiten Hinweise auf ihre realweltliche Identität.
  • Nahezu alle Autoren erlauben Kommentare in ihrem Weblog, wobei oft nur wenige Beiträge tatsächlich zu Rückmeldungen der Leser führen. Zum Leserkreis vieler Weblogs gehören sowohl Freunde der Autoren als auch Personen, die die Autoren nicht persönlich kennen.
  • Etwas mehr als die Hälfte der Autoren führt eine Blogroll, in der sie vor allem auf solche Weblogs verweisen, die sie selber gerne lesen oder die Freunde von ihnen führen. Mit steigendem Alter des Weblogs wächst der Umfang der Blogroll, sinkt aber die Aktualisierungshäufigkeit.
  • Etwa 60 Prozent der Autoren führen ihr Weblog bei einem Provider, wobei twoday.net, myBlog.de und blog.de in der Stichprobe am Häufigsten vertreten sind. Unter den Stand-Alone-Systemen dominiert WordPress mit deutlichem Abstand vor Serendipity. Die Zufriedenheit mit der jeweiligen Weblog-Software und einzelnen Aspekten variiert zwar in einzelnen Punkten, ist aber im Großen und Ganzen recht hoch.
  • Von den knapp vier Prozent ehemaligen Bloggern, die an der Umfrage teilnahmen, hat etwa die Hälfte ihr Weblog schon nach höchstens drei Monaten wieder beendet. Wichtigster Grund für die Aufgabe war, die Lust daran verloren oder es als zu zeitaufwändig empfunden zu haben. Für diejenigen, die ihr Weblog länger führten, gewannen allerdings Bedenken zur Privatsphäre an Bedeutung.
  • Nur eine Minderheit der Befragten liest mehr als zehn Weblogs regelmäßig; dominierende Erwartung an das Medienformat sind die Möglichkeit zu Kommentaren, die persönliche Meinung des Autoren in den Beiträgen zu erkennen, ein lockerer sprachlicher Stil und das Publizieren von Inhalten, die in anderen Medien nicht vorzufinden sind.“ (Quelle: Schmidt, 2005, online, verfügbar unter: http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0601.pdf)

wer die Ergebnisse diskutieren will, ich hier genau richtig.