{"id":1000,"date":"2009-09-11T23:20:59","date_gmt":"2009-09-11T21:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1000"},"modified":"2009-09-11T23:21:06","modified_gmt":"2009-09-11T21:21:06","slug":"net-generations-an-universitaeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/net-generations-an-universitaeten\/","title":{"rendered":"Net Generation an Universit\u00c3\u00a4ten?"},"content":{"rendered":"<p>An den Universit\u00c3\u00a4ten Melbourne, Wollongong und Stuart University ist bereits 2006 das Projekt <strong>&#8222;Educating the Net Generation &#8211; Implications for learning and teaching in Australian Universities&#8220; <\/strong>gestartet. Das Projekt bestand aus einer Erhebungsphase, in der Erstsemester und Dozierende zum Medieneinsatz befragt wurden und aus einer Implementationsphase, in der acht Fallstudien umgesetzt wurden, um Web 2.0 in unterschiedlichen Fakult\u00c3\u00a4ten und Veranstaltungen an Universit\u00c3\u00a4ten zu integrieren. Jetzt bin ich durch einen Hinweis auf das <a href=\"http:\/\/www.netgen.unimelb.edu.au\/outcomes\/handbook.html\">Handbuch<\/a> des Projekts aufmerksam geworden, das die Projektergebnisse enth\u00c3\u00a4lt. Auf den gut gemachten <a href=\"http:\/\/www.netgen.unimelb.edu.au\/\">Webseiten zum Projekt<\/a> findet man dann erstaunlich viel Hintergrundmaterial, z.B. die eingesetzten Frageb\u00c3\u00b6gen und das Toolkit (a toolkit of resources for Educators), das praktische Informationen zum Einsatz von Web 2.0 an Universit\u00c3\u00a4ten enth\u00c3\u00a4lt &#8211; eine Website, die ich allen nur empfehlen kann, die sich mit dem Einsatz von Web 2.0 Technologien an Universit\u00c3\u00a4ten besch\u00c3\u00a4ftigen.<\/p>\n<p>Doch nun zu ein paar ausgew\u00c3\u00a4hlten Ergebnissen des Projekts: Die Ergebnisse des Projekts negieren (wie mittlerweile andere auch) die sog. Net Generation. Es gibt ganz unterschiedliche Variablen, die sich auf die Mediennutzung auswirken. Auch nicht \u00c3\u00bcberraschend ist, dass es zwischen Studierenden udn Dozierenden grosse Diversit\u00c3\u00a4t in der Mediennutzung und -beurteilung gibt:<\/p>\n<blockquote><p>Students were generally more positive than staff about how useful technologies could be in supporting university-based learning and teaching; staff were generally more sceptical and unsure about the potential value of technologies. None of the technologies included in our survey was universally accepted as being useful in learning and teaching. (S. 5)<\/p><\/blockquote>\n<p>Grosse Auswirkungen hat Technologieeinsatz zum einen auf die Assessment-Praxis, und zum anderen auf weitere Kernkompetenzen der Lehrenden und Lernenden, die aber gar nichts mit Technologien zu tun haben, z.B. Gruppenarbeit. Durch die Technologieunterst\u00c3\u00bctzung ergeben sich f\u00c3\u00bcr viele nochmals Lernangelegenheiten, die \u00c3\u00bcber die Technik hinausgehen und die basale Kompetenz betreffen.\u00c2\u00a0 Auch das Thema der akademischen Integrit\u00c3\u00a4t kommt durch Web 2.0 Technologien nochmals eine grosse Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Auf Seite 10 geben die Autoren des Handbuchs einen kurzen \u00c3\u0153berblick \u00c3\u00bcber verschiedene Untersuchungen zu den drei Hauptformen von Social Software (Blogs, Wikis und Podcasts) und erste Erfahrungen damit im Universit\u00c3\u00a4tskontext. So ist bei der Integration von Blogs als Reflexionsinstrument z.B. verst\u00c3\u00a4rkt auf die Anleitung\u00c2\u00a0 zu achten:<\/p>\n<blockquote><p>A common observation has been that students need more guidance on how to make use of blogging as an educational activity in the particular learning contexts in which it is introduced (e.g. Farmer et al, 2008; Instone, 2005; West et al, 2006). (S. 10)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dann folgen die Ergebnisse des Projekts, z.B. ein \u00c3\u0153berblick \u00c3\u00bcber die Hardware oder Internetverbindung der Studierenden in Australien. Bei den Fragen zu Web 2.0 stellt sich das gleiche Bild wie in vergleichbaren europ\u00c3\u00a4ischen und deutschen Studien dar: Web 2.0 wird eher wenig aktiv, meist nur passiv genutzt.<\/p>\n<p>Erfahrungsgem\u00c3\u00a4ss interessieren mich aber die Lehrenden und ihre Einsch\u00c3\u00a4tzung der Technologien. Dazu liefert das Projekt folgende Ergebnisse:<\/p>\n<blockquote><p>When staff were asked similar questions about the usefulness of particular technologies in supporting student learning in higher education their responses were more muted (see Figure 3.11). Downloading or accessing audio-video recordings of lectures (42.9%)<br \/>\nand supplementary material (45.5%) were seen as useful by many staff, as was asking students to prepare multimedia presentations (46.3%), providing students with RSS-based alerts (31.4%) and asking students to share digital content about their course (29.1%).<br \/>\nA relatively high proportion of staff indicated that they did not know whether some technologies would be useful in supporting students\u00e2\u20ac\u2122 learning. This was particularly the case for the emerging technologies of social networking (37.9%), RSS feeds (33.7%) and wikis (35.6%).<br \/>\nIt seems, therefore, that many staff are unconvinced, or at least unsure, about the academic usefulness of many technologies and technology-based tools that they were asked about, including the use of instant messaging, mobile phone-based texting for content provision or administrative support, creating or contributing to blogs, and asking students to create a web page as part of their course. (S. 21)<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier liegt also f\u00c3\u00bcr die Hochschuldidaktik und die Lehrerbildung noch ein grosses Arbeitsfeld \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Mein Fazit: ein Projekt, das sich lohnt und das auch weiterhin durch das umfangreiche Daten- und Hintergrundmaterial in Universit\u00c3\u00a4ten wirken kann. Wer immer Web 2.0 Tools in Universit\u00c3\u00a4ten oder einzelnen Lehrveranstaltungen einsetzen m\u00c3\u00b6chte, kann sich hier jede Menge Anregungen und Hintergrundinformationen holen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An den Universit\u00c3\u00a4ten Melbourne, Wollongong und Stuart University ist bereits 2006 das Projekt &#8222;Educating the Net Generation &#8211; Implications for learning and teaching in Australian Universities&#8220; gestartet. 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