{"id":1091,"date":"2009-11-08T20:34:12","date_gmt":"2009-11-08T19:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1091"},"modified":"2009-11-08T20:34:12","modified_gmt":"2009-11-08T19:34:12","slug":"herbsttagung-medienpaedaogik-dgfe-mein-beitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/herbsttagung-medienpaedaogik-dgfe-mein-beitrag\/","title":{"rendered":"Herbsttagung Medienp\u00c3\u00a4daogik (DGFE): Mein Beitrag"},"content":{"rendered":"<p>Wie ich schon im letzten Beitrag angek\u00c3\u00bcndigt habe, folgt hier eine kurze Reflexion meines Beitrags &#8222;Verankerung kritischer Medienkompetenz in der Lehrerbildung&#8220; im Rahmen der Herbsttagung Medienp\u00c3\u00a4dagogik. F\u00c3\u00bcr mich war diese Tagung insofern etwas besonderes, da ich mich hier zum ersten Mal mit meinem Dissertationsprojekt zur Diskussion gestellt habe. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt, wenn auch eher auf einem zweiten Blick.<\/p>\n<p>Vorgestellt habe ich die Ergebnisse meiner explorativen Studie zur Verankerung kritischer Medienkompetenz im Lehramtsstudium (<a href=\"http:\/\/www.ifs-dortmund.de\/ht\/abstracts\/abstract_schiefner.pdf\" target=\"_blank\">Abstract<\/a>). Diese Studie, bestehend aus einer Befragung von Referendarinnen und Referendare und einer Analyse von Dokumenten der Lehrerbildung,\u00c2\u00a0 ist f\u00c3\u00bcr mich ein erster Einstieg in das Themengebiet; die Ergebnisse helfen mir, das Feld nun zu vertiefen.<\/p>\n<p>Obwohl ich behaupten kann, ein \u00e2\u20ac\u017ealter Hase\u00e2\u20ac\u0153 mit Vortr\u00c3\u00a4gen zu sein, war die Anspannung vor dieser Tagung extrem. Lag es an den Personen, die anwesend waren oder daran, dass das Thema mir so wichtig ist? Es war sicherlich ein Konglomerat aus vielem. Aber nun ist es vorbei und es ist Bilanz zu ziehen.<\/p>\n<p>Kritischen Medienkompetenz und Reflexion in und \u00c3\u00bcber Medien ist immer noch ein wichtiges Thema, das wurde auch wieder an der Konferenz klar. Zum Teil implizit, aber auch die Gespr\u00c3\u00a4che mit anderen zeigten mir, dass das Thema virulent ist, aber oft &#8222;umschifft&#8220; wird. Dabei ist eine genaue Fassung des Begriffs immer noch sehr schwierig, wie ich es auch in meiner Arbeit darstelle.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse aus der Befragung und die Dokumentenanalyse wurden im Anschluss an meinen Vortrag dabei nicht so sehr inhaltlich, sondern methodisch diskutiert. R\u00c3\u00bcckmeldungen waren, dass es nicht m\u00c3\u00b6glich sei, kritische Medienkompetenz in Studienpl\u00c3\u00a4nen zu finden, die Ergebnisse nicht generalisierbar sind und ein Vergleich bzw. eine Einordnung der Daten noch schwierig sei. Dem stimme ich zu, wobei ich sagen muss, dass z.B. eine \u00e2\u20ac\u017eRepr\u00c3\u00a4sentativit\u00c3\u00a4t\u00e2\u20ac\u0153 von mir im Rahmen dieser ersten explorativen Erhebung gar nicht intendiert war: Ziel war es, ein erstes \u00e2\u20ac\u017eGef\u00c3\u00bchl\u00e2\u20ac\u0153 f\u00c3\u00bcr das Konzept zu erhalten (auch wenn das im ersten Moment nicht unbedingt nach harter Wissenschaft klingt). Ein Vergleich der Daten ist schwierig, vor allem zwischen den Dokumenten der einzelnen Hochschulen, da die Datenlage nicht in allen Hochschulen identisch ist: zu sehr war ich auf die Zusammenarbeit mit den einzelnen Hochschulen angewiesen, die in einigen F\u00c3\u00a4llen sehr gut, in anderen eher weniger optimal war.<\/p>\n<p>Die\u00c2\u00a0 Ergebnisse dienen jetzt als Grundlage, um detaillierter in das Feld der Verankerung kritischer Medienkompetenz einzusteigen. Und dies geht nicht, ohne das Individuum auch in den Blick zu nehmen, weswegen nun Experteninterviews geplant sind, um der Verankerung n\u00c3\u00a4her auf die Spur zu kommen. Denn die Frage ist f\u00c3\u00bcr mich nicht, wie kritische Medienkompetenz konkret gef\u00c3\u00b6rdert ist (dies kan auf so unterschiedliche Arten implizit und explizit geschehen, dass dies eine eigene Arbeit w\u00c3\u00a4re), sondern an welchen Stellen diese Art von Kompetenz zumindest einmal verankert ist. Wo sind Reflexionsphasen mit Medien direkt implementiert, um dann in einem zweiten Schritt vielleicht handlungsleitend zu werden? Dabei ist zeitgleich nun die Frage zu kl\u00c3\u00a4ren, ob Reflexionsf\u00c3\u00a4higkeit eigentlich verankert werden kann und wie stark die Rolle der Lehrperson ist. Ich beziehe mich also vor allem auf eine strukturelle Ebene, nicht so sehr auf die individuelle Ebene der Vermittlung. Gezeigt hat sich n\u00c3\u00a4mlich bisher, dass kritische Medienkompetenz vor allem in \u00c3\u00bcbergeordneten Dokumenten mit Zielcharakter vorkommt, in den einzelnen Vorlesungsverzeichnissen aber kaum handlungsleitend umgesetzt werden.<\/p>\n<p>R\u00c3\u00bcckblickend kann ich sagen, dass es sich durchaus lohnt, eine Dissertation auch dann in der Community zur Diskussion zu stellen, die noch nicht zuende ist. Die abgeschlossene explorative Studie erschien mir sehr passend, eine Z\u00c3\u00a4sur zu machen und R\u00c3\u00bcckmeldungen einzuholen. Man macht sich zu einem gewissen Grad aufgrund der &#8222;noch nicht fertigen&#8220; Arbeit zwar angreifbar(er), aber Wissenschaft besteht f\u00c3\u00bcr mich gerade in dem Diskurs &#8211; und die Vorstellung letzten Freitag hat f\u00c3\u00bcr mich nochmals einige Denk- und Reflexionsfenster ge\u00c3\u00b6ffnet, so dass es nun weiter gehen kann. Nach der Konferenz ist vor der Konferenz \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ich schon im letzten Beitrag angek\u00c3\u00bcndigt habe, folgt hier eine kurze Reflexion meines Beitrags &#8222;Verankerung kritischer Medienkompetenz in der Lehrerbildung&#8220; im Rahmen der Herbsttagung Medienp\u00c3\u00a4dagogik. F\u00c3\u00bcr mich war diese Tagung insofern etwas besonderes, da ich mich hier zum ersten Mal mit meinem Dissertationsprojekt zur Diskussion gestellt habe. 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