{"id":1216,"date":"2010-02-02T13:16:24","date_gmt":"2010-02-02T13:16:24","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1216"},"modified":"2010-02-05T17:29:44","modified_gmt":"2010-02-05T17:29:44","slug":"banking-2-0-lernen-mit-social-software-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/banking-2-0-lernen-mit-social-software-2\/","title":{"rendered":"Banking 2.0 &#8211; Lernen mit Social Software"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Titel &#8222;<a href=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/09-12-09_Flyer_Banking_2.0.pub_jun-2.pdf\">Banking_2.0 -Lernen mit Social Software<\/a>&#8220; haben ich gestern mit <a href=\"http:\/\/www.fhnw.ch\/wirtschaft\/personen\/urs.groehbiel\" target=\"_blank\">Urs Gr\u00c3\u00b6hbiel<\/a> (Hochschule f\u00c3\u00bcr Wirtschaft, FHNW) und <a href=\"http:\/\/www.isb.uzh.ch\/institut\/staff\/lautenschlager.peter\/team\/\" target=\"_blank\">Peter Lautenschlager<\/a> (Institut f\u00c3\u00bcr Schweizerisches Bankenwesen, UZH) einen Workshop in Z\u00c3\u00bcrich durchgef\u00c3\u00bchrt. Dieser Workshop war gleichzeitig das Ende eines Projekt, das ich mit Urs gemeinsam mit einer Schweizer Grossbank begleitet haben.<\/p>\n<p>Im Laufe des Projekt haben wir immer wieder nach anderen Beispielen f\u00c3\u00bcr den Einsatz von Web 2.0 zum Lernen im Bankenbereich gesucht. Da wir kaum f\u00c3\u00bcndig wurden,\u00c2\u00a0 war es Ziel mit diesem Workshop direkt mit\u00c2\u00a0 Experten \u00c3\u00bcber dieses Thema zu diskutieren (u.a. <a href=\"http:\/\/www.dbresearch.de\/servlet\/reweb2.ReWEB;jsessionid=2BC7A2B9AEC4B8B2CEB80E7CD41B16A7.srv12-dbr-de?rwdspl=0&amp;rwnode=DBR_INTERNET_DE-PROD$RSNN0000000000022413&amp;rwsite=DBR_INTERNET_DE-PROD\" target=\"_blank\">Antje Stobbe<\/a>, Deutsche Bank Research; <a href=\"http:\/\/stoller-schai.ch\/e-learning.html\" target=\"_blank\">Daniel Stoller-Schai<\/a>, UBS; <a href=\"http:\/\/www.bank-zweinull.de\/\" target=\"_blank\">Martina G\u00c3\u00b6hring<\/a>, CentreStage; <a href=\"http:\/\/www.weiterbildungsblog.de\/\" target=\"_blank\">Jochen Robes<\/a>, HQ).<\/p>\n<p>Spannend macht das Thema die Situation, dass es einen hohen Druck auf Finanzdienstleister gibt, sich mit dem Web 2.0 auseinanderzusetzen. Auf der einen Seite scheinen Web 2.0-Anwendungen sehr gut geeignet zu sein, die Kommunikation mit den Kunden zu intensivieren und so durch die Bankenkrise verloren gegangenes Vertrauen zur\u00c3\u00bcckzugewinnen. Auf der anderen Seite gibt es eine F\u00c3\u00bclle von Web 2.0-Anwendungen im Finance Bereich (siehe <a href=\"http:\/\/www.feedmyapp.com\/web_20_finance_applications\" target=\"_blank\">hier<\/a>), die f\u00c3\u00bcr Kunden interessante Alternativen zu Bankdienstleistungen darstellen. Allgemein scheinen Banken aber nicht das Umfeld zu sein, das f\u00c3\u00bcr offene Kommunikation a la Web 2.0 geeignet ist. Damit ist ein gewisses Spannungsverh\u00c3\u00a4ltnis gegeben, in dem sich Bef\u00c3\u00bcrworter und Gegner gegen\u00c3\u00bcberstehen.<\/p>\n<p>Interessanter Weise beginnt der (legend\u00c3\u00a4re) Artikel &#8222;<a href=\"http:\/\/adamkcarson.files.wordpress.com\/2006\/12\/enterprise_20_-_the_dawn_of_emergent_collaboration_by_andrew_mcafee.pdf\" target=\"_blank\">Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration<\/a> (2006)&#8220; von Andrew McAffee mit einem Beispiel aus einer Bank. Banken scheinen also nicht Innovationsscheu gegen\u00c3\u00bcber Web 2.0 zu sein. Es gibt heute ca. 2oo Banken die Twittern und viel Beispiele f\u00c3\u00bcr Banken die Wikis oder Blogs einsetzen oder in Second Life aktiv sind (siehe <a href=\"http:\/\/www.bank-zweinull.de\/2007\/12\/19\/einsatz-von-web-20-im-bankenvertrieb\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.iwiki.de\/wiki\/index.php\/Potenziale_von_Web_2.0_im_Online-Banking\" target=\"_blank\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.frankwatching.com\/archive\/2006\/09\/17\/banking-20-web-20-bij-de-banken\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>). Aber kann dies verallgemeinert werden? Leider gibt es nur wenig empirische Studien, die den Einsatz von Web 2.0 bei Banken bzw. im Finanzsektor untersucht haben (<a href=\"http:\/\/www.bankundzukunft.de\/\" target=\"_blank\">Fraunhofer IAO<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.ibi-shop.de\/product_info.php?cPath=101&amp;products_id=444&amp;osCsid=98cc0e4271c3174e0da0a0c2272ab87f\" target=\"_blank\">ibiResearch<\/a> u.a.). Diese haben dann oft nur einen geringen Stichprobenumfang. Tendenziell ist diesen Studien jedoch zu entnehmen, dass zwar die Potentiale von Web 2.0 im Banken- und Versicherungsbereich sehr hoch eingesch\u00c3\u00a4tzt werden, in der Realit\u00c3\u00a4t aber nur ca. 20-40% der Banken Web 2.0 einsetzen. Insgesamt muss die Branche also als eher zur\u00c3\u00bcckhaltend gegen\u00c3\u00bcber Social Software eingestuft werden.<\/p>\n<p>Dokumentiert ist vor allem der Einsatz von Web 2.0 f\u00c3\u00bcr die interne und externe Kommunikation. Findet man dazu &#8211; nach einiger Recherche &#8211; noch eine Reihe von Fallbeispiele, sucht man f\u00c3\u00bcr das Lernen mit Social Software in dieser Branche nahezu vergebens. Zumindest mit einem engen Verst\u00c3\u00a4ndnis von (organisiertem) Lernen. Betrachtet man Kommunikation auch als Bestandteil informellen Lernens, sieht es etwas anders aus. Aber dies ist schon ein der grundlegenden Fragen. Kann man Banking 2.0 als Beschreibung f\u00c3\u00bcr den Einsatz von Web 2.0 in der Kundenkommunikation\u00c2\u00a0 mit internem Lernen unter Einsatz von Web 2.0 verbinden oder gar gleichsetzen? Streng genommen handelt es sich dabei sicherlich um zwei unterschiedliche Einsatzszenarien und aus Erfahrung kann selbst innerhalb eines Unternehmens der Einsatz im Marketing sehr gut klappen, w\u00c3\u00a4hrend es in der Bildung \u00c3\u00bcberhaupt nicht funktioniert. Dabei spielt sicherlich auch die Unternehmens- und Lernkultur eine Rolle, d.h. ob Lernen und Weiterbildung vornehmlich in Kursen und Seminaren stattfindet und die Mitarbeiter das auch so gewohnt sind, oder ob Lernen im oben formulierten Sinne breiter verstanden wird und auch von den F\u00c3\u00bchrungskr\u00c3\u00a4ften unterst\u00c3\u00bctzt wird. Dann kann Web 2.0 auch eine Br\u00c3\u00bcckenfunktion zwischen Kommunikation- und Bildungsbereich, zwischem formellem und informellem Lernen haben.<\/p>\n<p>Allgemein zeigte sich f\u00c3\u00bcr mich, dass es eher grundlgende Probleme, wie z.B. die zur Verf\u00c3\u00bcgung stehende Zeit ist, die sich hinderlich auf den Einsatz von Web 2.0 im Bankenbereich (aber sicherlich auch dar\u00c3\u00bcber hinaus) auswirkt. Breit wurden auch Reputationsrisiken durch die Nutzung von Web 2.0 und die besondere Bedeutung korrekter Informationen genannt. Wie aber von einem Teilnehmer bemerkt wurde, ist es was anderes ob ich Social Software privat oder in einem Unternehmen einsetze. Grundlegende Prinzipien &#8211; die Philosophie von Web 2.0 &#8211; die im Netz durchaus von Bedeutung ist, kann im Unternehmen nicht gelten. Hier muss sich Web 2.0 an das Unternehmen anpassen. Und das heisst unter Umst\u00c3\u00a4nden zum Beispiel auch\u00c2\u00a0 &#8222;Organisation&#8220;, &#8222;Verpflichtende Teilnahme oder Beitr\u00c3\u00a4ge&#8220; und\/oder &#8222;Redaktionelle Bearbeitung der Beitr\u00c3\u00a4ge&#8220;.<\/p>\n<p>Als Ergebnis des Workshops kann festgehalten werden, dass auch das Gespr\u00c3\u00a4ch mit den anwesenden ExpertInnen gezeigt hat, dass die Banken noch im &#8222;Experimentierstadium&#8220; bei der Nutzung von Web 2.0 sind. Das gilt sowohl f\u00c3\u00bcr den Bereich der Kommunikation und Information, als auch besonders f\u00c3\u00bcr das Lernen. Aufgrund ver\u00c3\u00a4nderter Nutzergewohnheiten als auch einer rasanten Entwicklung von Web 2.0-Anwendungen im Finanzbereich ausserhalb von Banken (z.B. P2P-Kreditpalttformen) k\u00c3\u00b6nnte der Druck zur Ver\u00c3\u00a4nderung schnell steigen und vielleicht wird in diesem Zusammenhang auch der Einsatz von Social Software zum Lernen breiter diskutiert werden.<\/p>\n<p>Eine ausf\u00c3\u00bchrliche Darstellung der Ergebnisse ist an dieser Stelle leider nicht m\u00c3\u00b6glich. Sie sollen nach M\u00c3\u00b6glichkeit in eine Publiation unserer Projektergebnisse einfliessen, die dieses Jahr erscheinen soll.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00c3\u00a4nzung:<\/strong><\/p>\n<p>R\u00c3\u00bcckblick von Martina G\u00c3\u00b6hring <a href=\"http:\/\/www.bank-zweinull.de\/2010\/02\/03\/banking-20-lernen-mit-social-software-teil-1\/\" target=\"_blank\">1<\/a> &amp; <a href=\"http:\/\/www.bank-zweinull.de\/2010\/02\/04\/banking-20-lernen-mit-social-software-teil-2\/\" target=\"_blank\">2<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel &#8222;Banking_2.0 -Lernen mit Social Software&#8220; haben ich gestern mit Urs Gr\u00c3\u00b6hbiel (Hochschule f\u00c3\u00bcr Wirtschaft, FHNW) und Peter Lautenschlager (Institut f\u00c3\u00bcr Schweizerisches Bankenwesen, UZH) einen Workshop in Z\u00c3\u00bcrich durchgef\u00c3\u00bchrt. Dieser Workshop war gleichzeitig das Ende eines Projekt, das ich mit Urs gemeinsam mit einer Schweizer Grossbank begleitet haben. 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