{"id":1274,"date":"2010-02-17T16:35:51","date_gmt":"2010-02-17T16:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1274"},"modified":"2010-02-17T16:35:51","modified_gmt":"2010-02-17T16:35:51","slug":"science-2-0-wissenschaft-auf-dem-holzweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/science-2-0-wissenschaft-auf-dem-holzweg\/","title":{"rendered":"Science 2.0 &#8211; Wissenschaft auf dem Holzweg?"},"content":{"rendered":"<p>Ich probiere jetzt schon seit geraumer Zeit eine nicht irrelevante Anzahl an Web 2.0-Tools aus, um mich mit Wissenschaftler\/innen aus aller Welt zu vernetzen, Informationen \u00c3\u00bcber spannenden Publikationen und Projekte zu bekommen und auch um zu sehen, was anderswo diskutiert wird.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zur Kommentarkultur kann ich nur sagen, dass meine Erfahrungen mit dem <a href=\"http:\/\/www.informelles-lernen.de\/blog\/\" target=\"_blank\">Informellen Blog<\/a> schon ziemlich das treffen, was <a href=\"http:\/\/www.zhw.uni-hamburg.de\/uploads\/ansichten-zur-kommentarkultur.pdf\" target=\"_blank\">Schulmeister<\/a> analysiert hat. Wenig Kommentare, wenig Diskussion, wenig neue Erkenntnisse &#8211; ausser vielleicht aus der Selbstreflexion. Im Gegensatz zum Headz-Blog ist mein Anspruch beim informellen Blog schon &#8222;wissenschaftlicher&#8220;, was immer das ist. Mehr Diskussionen von Publikationen und Vorstellung von Projekte und Konzepten, weniger Befindlichkeiten. Diese &#8222;n\u00c3\u00bcchterne&#8220; Darstellung und der Fakt, dass wohl ein Grossteil dieser Wissenschafts-Community nicht so viel mit dem Netz anfangen kann, ist wohl auch der Grund f\u00c3\u00bcr die d\u00c3\u00bcrftige Kommunikation. Vielleicht ist es auch einigen zu \u00c3\u00b6ffentlich, ich weiss es nicht. Aber dazu wollte ich an anderer Stelle noch mal weiter ausholen.<\/p>\n<p>Punkt zwei w\u00c3\u00a4ren Research Networks, von denen es mittlerweile auch eine ganze Reihe gibt. Ob Academia, Research Gate, Mendeley, ResearchID, Scholarz und andere. Ich habe mich brav eingetragen, mein Profil gef\u00c3\u00bcllt und Kontakte gesucht. Den einen oder anderen findet man dann auch &#8211; aber mit denen ist man auch \u00c3\u00bcber mindestens 10 weitere Networks verbunden. Im Verh\u00c3\u00a4ltnis zum Aufwand bringt es also nichts. Zumindest bisher, wenn man die Hoffnung hegt, das es nur eine Frage der Zeit ist, bis a) gen\u00c3\u00bcgend Wissenschaftler dort vertreten sind und b) es damit auch notwendig wird, dort vertreten zu sein. Ich will damit nicht sagen, dass die ganze Web 2.0-Sache in der Wissenschaft nichts bringt. Es gibt schon interessante Anwendungen, wie zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.wikigenes.org\/\" target=\"_blank\">wikigenes<\/a> und auch Mendeley und Scholarz und all die anderen Netzwerke k\u00c3\u00b6nnten sicherlich einen Mehrwert bringen &#8211; allein sie tun es nicht.<\/p>\n<p>Und nun kommt also noch <a href=\"http:\/\/www.sciencefeed.com\/\" target=\"_blank\">ScienceFeed<\/a> und ich frage mich: Was bringts? Auch wenn ich wirklich an die Potentiale glauben will (siehe <a href=\"http:\/\/epub.oeaw.ac.at\/ita\/ita-projektberichte\/d2-2a52-4.pdf\" target=\"_blank\">Herwig et al. 2009<\/a>), sagt mir meine Erfahrung, dass wissenschaftlicher Austausch f\u00c3\u00bcr mich immer noch gr\u00c3\u00b6sstenteils asynchron \u00c3\u00bcber Artikel erfolgt. Ich finde dies auch nicht den schlechtesten Weg, auch wenn ich Schulmeister zustimmen muss, dass es viel zu wenige Rezensionen gibt.<\/p>\n<p>Was l\u00c3\u00a4sst sich nun zwischen Kaffee und Kuchen res\u00c3\u00bcmieren: Meine Erfahrungen mit Web 2.o stimmen mit dem \u00c3\u00bcberein, was <a href=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/2010\/02\/web-2-0-nichts-fuer-die-wissenschaft\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> geschrieben steht: Es bringt wenig. Aber es macht auch Spass und Potentiale sind zu erkennen. Vor allem als Erg\u00c3\u00a4nzung zu bestehenden Formen des wissenschaftlichen Diskurses im ad hoc-Austausch und der Informationsdistribution. Mittlerweile habe ich kaum noch Verst\u00c3\u00a4ndnis f\u00c3\u00bcr Sammelmails nach dem Motto &#8222;Ich m\u00c3\u00b6chte sie gerne auf meine aktuelle Publikation hinweisen &#8230;.&#8220; Meine Vermutung ist jedoch, dass Wissenschaftskommunikation im Web 2.0 in der Breite strukturell bedingt eher oberfl\u00c3\u00a4chlich sein muss. Aufgrund der Tatsache, dass sich die wissenschaftliche Diskussion immer weiter ver\u00c3\u00a4stelt und man in Spezialbereichen kaum noch eine Hand voll Diskussionspartner findet, macht es wenig Sinn, sich Online zu vernetzen. Man kennt sich ja eh schon und trifft sich alle Nase lang bei Kongressen und Sitzungen. Und ob ich diesen Kollegen nun meine aktuellsten Gedanken gleich auf die Nase binden will &#8230; nun ja, zumindest sind Argumente vorstellbar, die dagegen sprechen w\u00c3\u00bcrden.<\/p>\n<p>Die Entwicklung wird wohl dahingehen, dass sich die Tools spezialisieren um zum einen auf die fachlichen Bed\u00c3\u00bcrfnisse einzugehen und zum anderen es wahrscheinlicher zu machen, dass man interessante Ansprechpartner findet. Dies ist auch deutlich bei den Social Networks zu sehen. Und wer es selbst mal ausprobieren will, hier (m)eine Auswahl &#8230;.<\/p>\n<p><strong>Reasearch Social Networks<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.academia.edu\/\" target=\"_blank\">Academia<\/a> &#8211; Spannend finde ich hier vor allem die visuelle Darstellung des Netzwerks. Doch wie ist es eigentlich mit Personen, die keiner Forschungseinrichtung angeh\u00c3\u00b6ren?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.academici.com\/\" target=\"_blank\">Academici<\/a> -Das erste Netzwerk, in dem ich drin war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mendeley.com\/\" target=\"_blank\">Mendeley<\/a> &#8211; Mehr Literaturverwaltung und -austausch als Netzwerk. Stark frequentiert von Biologen und Informatikern. Hier ein Teil meiner <a href=\"http:\/\/www.mendeley.com\/collections\/33642\/Informal-Learning\/\" target=\"_blank\">Bibliothek<\/a> zum informellen Lernen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/network.nature.com\/\" target=\"_blank\">Nature Network<\/a> &#8211; Eines der etabliertesten Netzwerke.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.researcherid.com\/\" target=\"_blank\">ResearcherID<\/a> &#8211; Der Fokus liegt auf der Erfassung von Publikationen, siehe auch <a href=\"http:\/\/recherchenblog.ch\/index.php\/weblog\/researcherid\/\" target=\"_blank\">hier<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/\" target=\"_blank\">Research Gate<\/a> &#8211; Mit ca. 250.000 Nutzern das wohl gr\u00c3\u00b6sste Netzwerk.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/research.iversity.de\/login\" target=\"_blank\">Research.iversity<\/a> &#8211; Spannendes Kollaborations-Tool, dass ich aber noch nicht weiter ausprobiert habe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/scholarz.net\/\" target=\"_blank\">Scholarz<\/a> &#8211; Steht ein wenig im eigenen Schatten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.scilink.com\/start.action\" target=\"_blank\">SciLInk<\/a> &#8211; Das habe ich mal nicht probiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lalisio.com\/\" target=\"_blank\">Lalisio<\/a> &#8211; Nach eigener Auskunft, das &#8222;f\u00c3\u00bchrende Wissensnetzwerk&#8220; &#8211; sicherlich eine Frage des Blickwinkels.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.biomedexperts.com\/\" target=\"_blank\">BiomedExperts<\/a> &#8211; Das ist f\u00c3\u00bcr mich eine der angesprochenen Spezialisierungen, die es sicherlich in Zukunft mehr geben wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/openwetware.org\/wiki\/Main_Page\" target=\"_blank\">OpenWetWare<\/a> &#8211; Ebenfalls ein fachspezifisches Netzwerk f\u00c3\u00bcr Biologen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich probiere jetzt schon seit geraumer Zeit eine nicht irrelevante Anzahl an Web 2.0-Tools aus, um mich mit Wissenschaftler\/innen aus aller Welt zu vernetzen, Informationen \u00c3\u00bcber spannenden Publikationen und Projekte zu bekommen und auch um zu sehen, was anderswo diskutiert wird. 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