{"id":1667,"date":"2011-05-05T21:20:48","date_gmt":"2011-05-05T21:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1667"},"modified":"2011-05-05T21:20:48","modified_gmt":"2011-05-05T21:20:48","slug":"informationskompetenz-von-forschenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/informationskompetenz-von-forschenden\/","title":{"rendered":"Informationskompetenz von Forschenden"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/www.zbw.eu\/\">ZWB Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft <\/a>hat im Februar diesen Jahres Studierende und Forschende zu ihrem Informationsmanagement und zu ihrer eingesch\u00c3\u00a4tzten Inofrmationskompetenz befragt. Gefragt wurden vor allem Nachwuchswissenschaftler und Studierende der F\u00c3\u00a4cher Wirtschaftswissenschaften in qualitativen und quantitativen Befragungen. Folgende Ergebnisse wurden nun ver\u00c3\u00b6ffentlicht:<\/p>\n<blockquote><p>1.\t53 Prozent der befragten Wirtschaftsforschenden geben an, dass ihnen die Beurteilung der wissenschaftlichen Qualita\u00cc\u02c6t eines Suchtreffers ha\u00cc\u02c6ufig schwer fa\u00cc\u02c6llt.<br \/>\n2.\t40 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus BWL und VWL finden es schwierig zu beurteilen, ob ein Treffer fu\u00cc\u02c6r ihr Forschungsvorhaben relevant ist.<br \/>\n3.\t35 Prozent aller befragten Forscher\/innen finden bei der Recherche die Suche nach einem passenden Schlagwort schwierig.<br \/>\n4.\tDoktorand\/inn\/en und Post Docs fu\u00cc\u02c6hlen sich oft allein gelassen, wenn es darum geht, einen renommierten Verlag fu\u00cc\u02c6r ihre Dissertation zu finden (45 Prozent) oder das richtige Journal fu\u00cc\u02c6r ihren Aufsatz (27 Prozent).<br \/>\n5.\tDie Gestaltung von Autorenvertra\u00cc\u02c6gen mit Verlagen werden von einem Viertel der Befragten (24 Prozent) als besonders belastend empfunden, insbesondere aufgrund des fehlenden ju- ristisches Wissens zu urheberrechtlichen Regelungen.<br \/>\n6.\t48 Prozent der Forschenden empfinden den Aufwand fu\u00cc\u02c6r Formatierungen, Quellenverwaltung und U\u00cc\u02c6bersetzungen nach Verlagsvorgaben als beschwerlich.<br \/>\n7.\tDie vielfa\u00cc\u02c6ltigen Mo\u00cc\u02c6glichkeiten des elektronischen Publizierens via Open Access sind der Mehrzahl der Wissenschaftler\/innen unbekannt.<br \/>\n8.\tOpen Access wird in der Regel irrtu\u00cc\u02c6mlicherweise assoziiert mit Wildwuchs und schlechter Qualita\u00cc\u02c6t.<br \/>\n9.\tDass es renommierte Open-Access-Zeitschriften mit einem strengen Peer-Review-Prozess gibt, ist den wenigsten Wissenschaftler\/inne\/n u\u00cc\u02c6berhaupt bekannt.<br \/>\n10. Nur 16 Prozent der befragten Wirtschaftsforschenden nutzen die Vorteile sowie erho\u00cc\u02c6hte Zitierha\u00cc\u02c6ufigkeit und Sichtbarkeit im Netz, die Open-Access-Journals bieten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Einige der Ergebnisse erstaunen, andere sind durchaus zu erwarten gewesen, wie beispielsweise die hohe Belastung bei der Aufbereitung von Artikeln oder die Probleme von Nachwuchswissenschaftlern beim Finden von renommierten Verlagen.<\/p>\n<p>Erstaunlich ist allerdings, dass knapp mehr als die H\u00c3\u00a4lfte der Forschenden einige Probleme im Bereich Informationskompetenz aufweisen, sind sie doch die Berufsgruppe, die prim\u00c3\u00a4r mit Informationen umgehen, beurteilen und auch neu generieren m\u00c3\u00bcssen. Was heisst es dann, wenn genau diese Zielgruppe \u00c3\u00a4hnlich informationsinkompetent ist wie Studierende? Folgende Abbildungen zeigen die \u00c3\u201ehnlichkeiten der Antwortm\u00c3\u00b6glichkeiten (zum Vergr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ern anklicken):<br \/>\n<a href=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/bild12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1678\" title=\"bild1\" src=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/bild12.jpg\" alt=\"\" width=\"524\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/bild12.jpg 982w, https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/bild12-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 524px) 100vw, 524px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bild21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1679\" title=\"Bild2\" src=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bild21.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bild21.jpg 641w, https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Bild21-300x235.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a>Wenn Informationen neben der Aktualit\u00c3\u00a4t also haupts\u00c3\u00a4chlich danach beurteilt, wo sie gefunden werden und sonst wenig Kompetenzen zur Beurteilung vorausgesetzt werden k\u00c3\u00b6nnen, erstaunt es dann eher nicht, wenn Beitr\u00c3\u00a4ge in OpenAccess Journalen oft mit mangelnder Qualit\u00c3\u00a4t gleichgesetzt werden.<\/p>\n<p>Nun stellen sich zwei Fragen: Ist dies ein Problem der Wirtschaftswissenschaften oder zeigen sich die Probleme auch in den Geistes- und\u00c2\u00a0 Sozialwissenschaften, die eher mit Texten arbeiten? Und zweitens: Wie damit umgehen? Informationskompetenz wird wenn \u00c3\u00bcberhaupt zu Beginn des Studiums gelehrt und integriert, sp\u00c3\u00a4ter geht man davon aus, dass Studierende, vor allem aber Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler dies k\u00c3\u00b6nnen &#8211; ein Trugschluss??<\/p>\n<p>F\u00c3\u00bcr alle, die die Ergebnisse nachlesen m\u00c3\u00b6chten, hier der Link auf die <a href=\"http:\/\/www.zbw.eu\/presse\/pressemitteilungen\/docs\/world_wide_wissenschaft_zbw_studie.pdf\" target=\"_blank\">Studie<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ZWB Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft hat im Februar diesen Jahres Studierende und Forschende zu ihrem Informationsmanagement und zu ihrer eingesch\u00c3\u00a4tzten Inofrmationskompetenz befragt. Gefragt wurden vor allem Nachwuchswissenschaftler und Studierende der F\u00c3\u00a4cher Wirtschaftswissenschaften in qualitativen und quantitativen Befragungen. 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