{"id":1847,"date":"2011-11-06T19:36:56","date_gmt":"2011-11-06T19:36:56","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1847"},"modified":"2011-11-06T20:05:28","modified_gmt":"2011-11-06T20:05:28","slug":"herbsttagung-der-sektion-medienpadagogik-der-dgfe-i-zwischen-tiefkuhlbrotchen-lust-an-der-forschung-und-abkurzungsstrategien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/herbsttagung-der-sektion-medienpadagogik-der-dgfe-i-zwischen-tiefkuhlbrotchen-lust-an-der-forschung-und-abkurzungsstrategien\/","title":{"rendered":"Herbsttagung der Sektion Medienp\u00c3\u00a4dagogik der DGfE I: Doktorandenforum zwischen Tiefk\u00c3\u00bchlbr\u00c3\u00b6tchen, Lust an der Forschung und Abk\u00c3\u00bcrzungsstrategien"},"content":{"rendered":"<p>Am Donnerstag und Freitag war ich auf der Herbsttagung der <a href=\"http:\/\/www.dgfe.de\/sektionen\/sektion-12-medienpaedagogik.html\">Sektion Medienp\u00c3\u00a4dagogik der DGfE<\/a>. Unter dem spannenden Tagungsthema Methodologie und Methoden medienp\u00c3\u00a4dagogischer Forschung stand die Tagung in der Fortf\u00c3\u00bchrung des in Z\u00c3\u00bcrich begonnenen Diskurses um Begriffe, \u00c3\u00bcber die ich hier (<a href=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1507\">Teil 1<\/a>\/ <a href=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1515\">Teil 2<\/a>) berichtet habe. So m\u00c3\u00b6chte ich auch \u00c3\u00bcber die diesj\u00c3\u00a4hrige Tagung berichten, werde sie aber in zwei Teile teilen, einmal in einen Beitrag zum wissenschaftlichen Nachwuchs in der Sektion, zum anderen in eine Reflexion \u00c3\u00bcber die Tagung selber (der n\u00c3\u00a4chste Beitrag).<\/p>\n<p>Begonnen hat der Tag am Donnerstag mit dem Doktorandenforum. Wir hatten dort drei spannende Dissertationsprojekte (Programm hier) sowie einen Input von Petra Grell zum Thema Qualitativer Sozialforschung im Zeichen der Dissertationsphase. Leider waren diesmal nicht ganz so viele erfahrene WissenschaftlerInnen anwesend wie in Z\u00c3\u00bcrich (ein Herzlicher Dank gilt Petra Grell und Werner Sesink), aber es gab wie immer viel zu diskutieren.<\/p>\n<p>Dabei war wie einmal mehr die Zeit immer knapp, jedes Mal, wenn wir im spannenden Diskurs zu einer Dissertation versunken waren, musste ich schon wieder als Moderatorin auf die Zeit achten und den Prozess abbrechen. So blieben wir wieder im Spannungsfeld des tiefen Diskurses und dem Angebot, m\u00c3\u00b6glichst vielen DoktorandInnen diesen Diskurs auch zu erm\u00c3\u00b6glichen.<\/p>\n<p>Dabei m\u00c3\u00b6chte ich einige Punkte des Diskurses hier auch festhalten (Statements finden sich auch auf twitter #Medienp\u00c3\u00a4dagogik #DGfE):<\/p>\n<p>Ausgehend von <a href=\"twitter.com\/luise_ludwig\">Luises<\/a> Projekt zu den iPads in der Schule haben wir kurz angerissen, dass bei solchen Projekten die Herausforderung darin liegt, Theorien zu entwickeln, die \u00c3\u00bcber die jeweilige Soft- und vor allem Hardware herausgehen: was ist eigentlich das typische, und inwieweit k\u00c3\u00b6nnen Ver\u00c3\u00a4nderungen gezeigt werden bzw. was kann von solchen Forschungsprojekten generalisiert werden. So warf Werner Sesink die provokante These auf, inwiefern Forschungen im Bereich der Medien nicht eher mit Arch\u00c3\u00a4ologischen Forschungen vergleichbar sind. Dies ist eine Frage, die mich wohl in n\u00c3\u00a4chster Zeit noch weiter besch\u00c3\u00a4ftigen wird. Petra Grell schilderte dann mit den Stichworten Angemessenheit \u00e2\u20ac\u201c Abk\u00c3\u00bcrzungsstrategien \u00e2\u20ac\u201c Zeitdruck und Zirkularit\u00c3\u00a4t Momente der qualitativen Sozialforschung in Qualifikationsprojekten. Oft sind Doktoranden ja mit der Frage konfrontiert: \u00e2\u20ac\u017eWie mache ich es richtig?\u00e2\u20ac\u0153. Petra stellte aber die Frage \u00e2\u20ac\u017eWas kaufe ich mit mit meiner Entscheidung ein und welche Auswirkungen hat dies\u00e2\u20ac\u0153 eine anderen Fokus. Es geht weniger um \u00e2\u20ac\u017edas Richtige\u00e2\u20ac\u0153, sondern vor allem darum, das eigene Verhalten transparent zu machen. Dies gilt insbesondere f\u00c3\u00bcr sog. \u00e2\u20ac\u017eAbk\u00c3\u00bcrzungsstrategien\u00e2\u20ac\u0153, die es in Qualifikationsprojekten oft gebe, die aber meist totgeschwiegen werden. Hier ist vor allem auf Transparenz zu achten, Entscheidungen sind klar darzulegen und zu begr\u00c3\u00bcnden. Diskutiert um die Folgen dieser Transparenz f\u00c3\u00bcr Qualifikationsprojekte wies Werner Sesink mit dem sch\u00c3\u00b6nen Statement darauf hin, dass es in der Wissenschaft nicht darum gehe, sich unangreifbar zu machen, sondern sich angreifbar zu machen \u00e2\u20ac\u201c denn nur so entstehe Wissenschaft, Innovation und Weiterentwicklung.<\/p>\n<p>Hieran schloss sich eine Diskussion, was Qualifikationsarbeiten eigentlich zu leisten haben: Nachweis \u00c3\u00bcber wissenschaftliche Bef\u00c3\u00a4higung, oder gleich die \u00e2\u20ac\u017egro\u00c3\u0178e\u00e2\u20ac\u0153, allumfassende Theorie vorzulegen. Und hier kam es auch zum Titel mit dem Vergleich zwischen dem B\u00c3\u00a4ckereihandwerk und dem Aufbacken von Tiefk\u00c3\u00bchlbr\u00c3\u00b6tchen: So stand die These im Raum, dass wir uns alle eigentlich als B\u00c3\u00a4cker verstehen, Qualifikationsprojekte aber durchaus auch Tiefk\u00c3\u00bchlbr\u00c3\u00b6tchen sein k\u00c3\u00b6nnen, an denen man sich misst. Zugegeben, der Vergleich hinkt, aber es ging um die Frage, wie viel Herzblut damit verbunden auch in einer Arbeit steckt. Und da gab es beide Lager der Argumentation: von kleinen, sauberen \u00c3\u00bcberschaubaren Projekten, die innert einer Zeit bearbeitet sein sollten bis hin zum wissenschaftlichen Feuer, das \u00c3\u00bcber die Zeit tr\u00c3\u00a4gt und brennt \u00e2\u20ac\u201c es gab lebhaftes F\u00c3\u00bcr und Wider.<\/p>\n<p>Die Sektion lobte dieses Jahr zum ersten Mal einen <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=sektion%20medienp%C3%A4dagogik%20promotionspreis&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CB8QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.dgfe.de%2Ffileadmin%2FOrdnerRedakteure%2FSektionen%2FSek12_MedPaed%2FPromotionspreis_Medienp%25C3%25A4dagogik.pdf&amp;ei=--C2TvHQJM3csgakyOnSAw&amp;usg=AFQjCNERcKpTQ8hGCswebpT-qyHMvHVVaw&amp;sig2=xQ6pivEILvMEa3uSxTTeKA&amp;cad=rja\">Promotionspreis<\/a> aus: Ausgew\u00c3\u00a4hlt von Herrn Tulodziecki und Herrn Spanhel nach einem ausgew\u00c3\u00a4hlten Kategorienschema mit unterschiedlichster Gewichtung standen zum Schluss ausgew\u00c3\u00a4hlt aus 7 eingereichten Arbeiten 2 Projekte in der n\u00c3\u00a4heren Auswahl: eine empirische und eine theoretische Dissertation. Ausgew\u00c3\u00a4hlt wurde schliesslich die Dissertation von Dr. Christoph K\u00c3\u00b6nig mit Titel \u00e2\u20ac\u017e<a href=\"tuprints.ulb.tu-darmstadt.de\/2641\/ 6lQJoT8sRQpg&amp;cad=rja\">Bildung im Netz<\/a>\u00e2\u20ac\u0153. Herzlichen Gl\u00c3\u00bcckwunsch auch im Namen der Doktoranden \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Ansonsten gab es noch eine personelle \u00c3\u201enderung zu vermelden: Da Claudia Zentgraf ihre Dissertation nun erfolgreich abgeschlossen hat, haben wir mit<a href=\"http:\/\/kw.uni-paderborn.de\/index.php?id=5160\"> Sandra A\u00c3\u0178mann<\/a> (Universit\u00c3\u00a4t Paderborn) eine weitere engagierte Nachwuchswissenschaftlerin gefunden, die mit mir zusammen das <a href=\"http:\/\/medienpaedagogik.mixxt.de\/\">Doktorandennetzwerk<\/a> der Sektion betreut. Ich freue mich sehr auf eine spannende Zusammenarbeit mit neuen Impulsen f\u00c3\u00bcr die Weiterentwicklung des Doktorandennetzwerkes \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstag und Freitag war ich auf der Herbsttagung der Sektion Medienp\u00c3\u00a4dagogik der DGfE. Unter dem spannenden Tagungsthema Methodologie und Methoden medienp\u00c3\u00a4dagogischer Forschung stand die Tagung in der Fortf\u00c3\u00bchrung des in Z\u00c3\u00bcrich begonnenen Diskurses um Begriffe, \u00c3\u00bcber die ich hier (Teil 1\/ Teil 2) berichtet habe. 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