{"id":1889,"date":"2011-11-16T20:59:48","date_gmt":"2011-11-16T20:59:48","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=1889"},"modified":"2011-11-16T20:59:48","modified_gmt":"2011-11-16T20:59:48","slug":"plagiarism-auch-in-den-usa-ein-thema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/plagiarism-auch-in-den-usa-ein-thema\/","title":{"rendered":"Plagiarism &#8211; auch in den USA ein Thema"},"content":{"rendered":"<p>Wie im letzen Beitrag versprochen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Wirft man einen Blick in die neue Chronicle of Higher Education, findet man gleich auf der ersten Seite einen Bericht \u00c3\u00bcber Plagiat. Anlass waren Ergebnisse einer gro\u00c3\u0178 angelegten Studie \u00e2\u20ac\u201c The Citation Project. Es untersuchte national 147 Paper aus 16 Colleges und Universit\u00c3\u00a4ten hinsichtlich der Zitation. Hier ein paar Zahlen (Quelle: Chronicle of Higher Education, A 14, eig. \u00c3\u0153bersetzung):<\/p>\n<ul>\n<li>46% aller Zitationen, die Studierende machen, sind von der ersten Seite einer Publikation, 23% von der zweiten Seite<\/li>\n<li>77% aller Zitationen sind von den ersten drei Seiten einer Quelle, egal, ob diese Quelle 3 oder 400 Seiten umfasst<\/li>\n<li>9% aller Zitationen sind bis Seite 8 einer Quelle oder davor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von den 1911 Quellen, die Studierende nutzten, waren 4% kopiert und zitiert aber nicht als Zitat einer Quelle vermerkt, 42% waren kopiert und als Quelle markiert, 16% waren \u00e2\u20ac\u017epatchwritten\u00e2\u20ac\u0153, 32% paraphrasiert und 6% zusammengefasst. \u00e2\u20ac\u017eThey pull \u00e2\u20ac\u017ekiller quotes\u00e2\u20ac\u0153 rather than engage with the overall argument\u00e2\u20ac\u0153. Der Artikel um diese Quelle schildert dann verschiedene M\u00c3\u00b6glichkeiten, mit Plagiaten im Unterricht umzugehen; von angemessenen Aufgabenstellungen bis hin zum Bereitstellen von Plagiatssoftware auch f\u00c3\u00bcr Studierende, wie es hier in Deutschland beispielsweise durch Eleonora Kohl (<a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=eleonora%20kohl&amp;source=web&amp;cd=2&amp;ved=0CDUQFjAB&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.ph-freiburg.de%2Ffileadmin%2Fdateien%2Fzentral%2Fmkz%2Fmaterial%2Fanleitung_plagiatskontrolle_ephorus.pdf&amp;ei=LCTETu6AMYWb-gb09pj1DQ&amp;usg=AFQjCNGtT_cm8v751HbwGyr0iSW3Vp2Dog&amp;sig2=Yz95kMLrNThwe42p9WQxnQ&amp;cad=rja\">Quelle<\/a>) gemacht wird. So lautet die Werbung dann auch f\u00c3\u00bcr diesen Service: \u00e2\u20ac\u017efor a base price of 7 Dollar per paper, students can vet ther work against the same databases professors use with Turnitin\u00e2\u20ac\u0153 (S. A13).<\/p>\n<p>Ich muss sagen, ich finde dieses Vorgehen immer noch gew\u00c3\u00b6hnungsbed\u00c3\u00bcrftig. Klar, kann es als Anreiz genommen werden, zusammen \u00c3\u00bcber Zitation zu sprechen, aber wenn Studierende ein Paper so lange bearbeiten k\u00c3\u00b6nnen, bis die Software es nicht mehr anzeigt, finde ich es mehr als fraglich. Schliesslich geht es m.E. nach beim wissenschaftlichen Schreiben um einen Prozess, der von der Idee und der Argumentation her kommt, und nicht vom Umschreiben f\u00c3\u00bcr eine Software gesteuert werden\u00c2\u00a0 sollte. So streicht auch der Artikel heraus: \u00e2\u20ac\u017eUsing Turnitin, students work on a paper until it is \u00e2\u20ac\u017ein their own words, or in quotation, or cited.\u00e2\u20ac\u0153 So schl\u00c3\u00a4gt auch die Autorin des oben genannten Forschungsprojekts vor: \u00e2\u20ac\u017eProfessors should focus more on starting the research process collaboratively with students, she says. They should select a few complex sources and explore them with the whole class\u00e2\u20ac\u0153 (A14).<\/p>\n<p>Eine Tatsache zeichnet aber die amerikanische Diskussion im Gegensatz zur deutschen aus: Professoren scheinen Facebook und Twitter als Quelle zu genehmigen (vgl. A 14, Zitation von Twitter mit RT f\u00c3\u00bcr retweet), und im Artikel werden viele Blogpostings von Professorinnen und Professoren erw\u00c3\u00a4hnt \u00e2\u20ac\u201c hier herrscht in Deutschland doch eine andere Kultur vor \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie im letzen Beitrag versprochen \ud83d\ude09 Wirft man einen Blick in die neue Chronicle of Higher Education, findet man gleich auf der ersten Seite einen Bericht \u00c3\u00bcber Plagiat. Anlass waren Ergebnisse einer gro\u00c3\u0178 angelegten Studie \u00e2\u20ac\u201c The Citation Project. Es untersuchte national 147 Paper aus 16 Colleges und Universit\u00c3\u00a4ten hinsichtlich der Zitation. Hier ein paar [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[48,1],"tags":[],"class_list":["post-1889","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-didaktik","category-mandyschiefner"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1889"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1889\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1892,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1889\/revisions\/1892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}