{"id":194,"date":"2006-06-12T14:50:17","date_gmt":"2006-06-12T12:50:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/?p=305"},"modified":"2006-06-12T14:50:17","modified_gmt":"2006-06-12T12:50:17","slug":"kompetenzentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/kompetenzentwicklung\/","title":{"rendered":"Kompetenzentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Vorgang der Kompetenzentwicklung ist nach Erpenbeck eng an den Prozess der Interiorisierung gekoppelt:  Dabei geht es darum, wie Regeln, Werte und Normen internalisiert werden und als Emotionen und Motivationen entscheidungs- -und handlungsrelevant werden (Ehlers, 2006, S. 47 Fussnote). Stufen der Interiosation<br \/>\na) individuelle Entschiedungssituerionen unter Freiheit und Selbstverantwortung<br \/>\nb) kognitive Dissonanz, Labilisierung, Instabilit\u00c3\u00a4t des inneren Zustandes, innerer Widerspruch durch Ungewissheit<br \/>\nc) ausgel\u00c3\u00b6ster emotionaler Spannungszustand<br \/>\nAuseinandersetzung \u00c3\u00bcber geistes- und sozialwissenschaftliche Themen, insbesondere als Form des regulierten Streitgespr\u00c3\u00a4chs bisher \u00c3\u00bcberhaupt nicht bew\u00c3\u00a4hrt.)<br \/>\nAuch die \u00c3\u0153berpr\u00c3\u00bcfung des eigenen Lernerfolgs durch das E-Learning-System st\u00c3\u00b6\u00c3\u0178t bisher sehr schnell an Grenzen, wenn es um mehr als Abfrage-Wissen geht.<br \/>\nSchwierigkeiten gibt es auch mit den \u00c3\u00bcblichen E-Learning-Angeboten, wenn es um die Ausbildung von Handlungskompetenz und praktischer Verantwortungsf\u00c3\u00a4higkeit geht,<br \/>\nda hierf\u00c3\u00bcr lebens- und berufspraktische Kontexte relevant werden, in denen die jeweiligen Kompetenzen gefordert werden und sich bew\u00c3\u00a4hren k\u00c3\u00b6nnen. Jedenfalls sind diese Systeme heute noch l\u00c3\u00a4ngst nicht in der Lage, von den Lernenden aus ihren pers\u00c3\u00b6nlichen Erfahrungshintergr\u00c3\u00bcnden her einzubringende Handlungskontexte aufzunehmen. (Bestenfalls k\u00c3\u00b6nnen sie beispielhafte, daher aber nicht individualisierte Kontexte anbieten oder simulieren.) Noch weniger sind diese Systeme geeignet, praktische Bew\u00c3\u00a4hrungssituationen zur Verf\u00c3\u00bcgung zu stellen, an und in denen sie das Gelernte wirksam werden lassen und so R\u00c3\u00bcckmeldung \u00c3\u00bcber ihren Lernerfolg erhalten k\u00c3\u00b6nnen.<br \/>\nFormulieren wir es positiv: E-Learning ist \u00e2\u20ac\u201c jedenfalls heute \u00e2\u20ac\u201c in der Hauptsache Pr\u00c3\u00a4sentation von objektiven Wissensinhalten. Damit wird ein Lernen unterst\u00c3\u00bctzt, das wiederum haupts\u00c3\u00a4chlich in der Rezeption von Inhalten besteht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.abpaed.tu-darmstadt.de\/arbeitsbereiche\/bt\/material\/paeda_qualit.pdf\">Sesink (2003)<\/a><\/p>\n<p>Genau diese Tatsache hat sich jetzt ge\u00c3\u00a4ndert. Mit Hilfe von Blogs kann zum Beispiel die Argumentierf\u00c3\u00a4higkeit verbessert werden. Zitat:<\/p>\n<blockquote><p>Argumentieren und begr\u00c3\u00bcnden lernt man, indem man sich mit den Argumenten, Einw\u00c3\u00a4nden, kritischen R\u00c3\u00bcckfragen anderer auseinandersetzt und anderen die eigenen Gr\u00c3\u00bcnde expliziert. Diskursive Auseinandersetzungsformen sind daf\u00c3\u00bcr \u00e2\u20ac\u201c zumindest bei geistes- und sozialwissenschaftlichen Inhalten \u00e2\u20ac\u201c am besten geeignet.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und genau diese diskursiven Formen kann man mit Blogs oder Diskussionsforen nun anregen. Allerdings stellen sie sich nicht von alleine ein, sondern m\u00c3\u00bcssen explizit geplant werden. Vor allem Prozesse zur Argumentation m\u00c3\u00bcssen sorgf\u00c3\u00a4ltig geplant werden. Mehr dazu demn\u00c3\u00a4chst an dieser Stelle <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/mschiefner.blogschrift.org\/templates\/default\/img\/emoticons\/wink.png\" alt=\";-)\"\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorgang der Kompetenzentwicklung ist nach Erpenbeck eng an den Prozess der Interiorisierung gekoppelt: Dabei geht es darum, wie Regeln, Werte und Normen internalisiert werden und als Emotionen und Motivationen entscheidungs- -und handlungsrelevant werden (Ehlers, 2006, S. 47 Fussnote). 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