{"id":2200,"date":"2012-09-25T08:42:59","date_gmt":"2012-09-25T08:42:59","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=2200"},"modified":"2012-09-25T08:42:59","modified_gmt":"2012-09-25T08:42:59","slug":"tagungsruckblick-ii-ecer-2012-in-cadiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/tagungsruckblick-ii-ecer-2012-in-cadiz\/","title":{"rendered":"Tagungsr\u00c3\u00bcckblick II &#8211; ECER 2012 in C\u00c3\u00a1diz"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.eera-ecer.de\/typo3temp\/pics\/551d7ea1ee.jpg\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"127\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Direkt nach der GMW ging es weiter nach C\u00c3\u00a1diz in Spanien zur ECER (European Conference on Educational Research) &#8211; und diese riesige Konferenz zusammenzufassen, f\u00c3\u00a4llt noch schwerer, als das bei der GMW schon der Fall war. Bei 2400 Einreichungen half dieses Jahr die Konferenz-App, den \u00c3\u0153berblick zu behalten und die Sessions zu planen &#8211; was dennoch zu vielen Zerrei\u00c3\u0178proben zwischen den Sessions f\u00c3\u00bchrte &#8211; man kann halt nicht alles sehen, zumal ich sehr zwischen den einzelnen Netzwerken gependelt bin. So ist es unm\u00c3\u00b6glich, \u00c3\u00bcber alles zu berichten, ich m\u00c3\u00b6chte nur einige kleine Highlights erw\u00c3\u00a4hnen. Immer noch erstaunlich ist die Breite der Themen, selbst wenn man sich auf einen Teil, wie beispielsweise digitale Medien beschr\u00c3\u00a4nkt &#8211; hier gab es sowohl hinsichtlich Medienarten, betrachtete Ph\u00c3\u00a4nomene aber auch forschungsmethodologischer Zug\u00c3\u00a4nge eine enorme Breite.\u00c2\u00a0Spannend waren f\u00c3\u00bcr mich dar\u00c3\u00bcber hinaus die Beitr\u00c3\u00a4ge zu den Reflexionsebenen \u00c3\u00bcber Rollen und Identit\u00c3\u00a4ten, sei es im Rahmen von Teacher oder Higher Education, aber auch der Mediennutzung im Allgemeinen. Hier habe ich einige sehr gute Beitr\u00c3\u00a4ge geh\u00c3\u00b6rt, die mich zum Nach- und Weiterdenken anregten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2201\" style=\"margin: 5px;\" title=\"ad7aa458018211e28a2e22000a1ea02d_5\" src=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/ad7aa458018211e28a2e22000a1ea02d_5.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Eingereicht hatten Annabell und ich ein Symposium zum Thema &#8222;E-Learning 2.0 &#8211; Online Participation in Higher Education&#8220;. Annabell hat <a href=\"http:\/\/www.diestaendigereise.de\/?p=3414\">hier<\/a> ja schon \u00c3\u00bcber Hauptdiskussionspunkte berichtet. Neben\u00c2\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sandrahofhues.de\/\">Sandra Hofhues<\/a>\u00c2\u00a0zum Thema \u00e2\u20ac\u0153Supporting Theory Practice Transfer with Digital Social Media A (Conceptual) Case Study\u00e2\u20ac\u009d stellte <a href=\"http:\/\/plaza.ufl.edu\/swapnak\/\">Swapna Kumar<\/a>\u00c2\u00a0ihre Gedanken zum Thema\u00c2\u00a0\u00e2\u20ac\u0153Assessing Student Learning using Social Media in Higher Education: Strategies and Challenges\u00e2\u20ac\u009d vor. <a href=\"https:\/\/sites.google.com\/site\/ccoutinhoum\/\">Clara Pereira Coutinho<\/a>\u00c2\u00a0sprach im Anschluss daran \u00c3\u00bcber \u00e2\u20ac\u0153Challenges for Teacher Education in the Learning Society: case studies of promising practice\u00e2\u20ac\u009d. Spannend war f\u00c3\u00bcr mich vor allem die unterschiedlichen Umsetzungen und kulturellen Einfl\u00c3\u00bcsse bei der Integration von Social Media in die Lehre an Hochschulen, die durch die Vortr\u00c3\u00a4ge schimmerten &#8211; ein Plus f\u00c3\u00bcr Symposien mit ihren unterschiedlichen L\u00c3\u00a4nderperspektiven.<\/p>\n<p align=\"left\">Diese internationale Sichtweise kam viel weniger im zweiten Symposium zum Tragen, an dem ich als Vortragende teilnahm. Hier bot sich allerdings durch die Unterschiedlichkeit der Konzeptionellen Ideen und vor allem der Forschungsmethodologien eine interessante Perspektive \u00e2\u20ac\u201c mit viel Stoff zum Nach- und Weiterdenken. Eingeladen war ich im Symposium Critical Thinking in Higher Education, das von\u00c2\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ucd.ie\/education\/staff\/gerrymacruairc\/\">Gerry Mac Ruairc<\/a> durchgef\u00c3\u00bchrt und geleitet wurde. In diesem wurde das Thema kritisches Denken aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet:\u00c2\u00a0<a href=\"http:\/\/ppw.kuleuven.be\/english\/etrg\/CIPT\/Staff\/doctresearchanverburgh\">An Verburgh<\/a> stellte eine common-sence Untersuchung mit einem standardisiertem Test vor, mit dem sie den Erwerb kritischen Denkens im ersten Studienjahr untersuchte. Neben dieser eher psychologisch orientierten Perspektive habe ich in meinem Vortrag kritisches Denken mit Medienkompetenz verkn\u00c3\u00bcpft und eine qualitativ orientierte Untersuchung vorgestellt. Gerry wiederum stellte eine Dokumentenanalyse von Studiengangsdokumenten seiner Hochschule vor, in denen er die Breite kritischen Denkens in Lernzielformulierungen und Kompetenzanforderungen aufzeigte. Dieser Beitrag wies viele Parallelen zu meinem auf, dennn auch Gerry ging es darum, die Sichtbarkeit von kritischem Denken in der universit\u00c3\u00a4ren Lehre zu fokussieren.\u00c2\u00a0Besonders gut gefiel mir der Discussant. <a href=\"http:\/\/www.ucd.ie\/education\/staff\/ciaransugrue\/\" target=\"_blank\">Ciaran Sugrue<\/a>\u00c2\u00a0zeigte in seinem Beitrag nochmals eine Meta-Perspektive zwischen den Beitr\u00c3\u00a4gen auf, indem er auf die Kultivierung von Dispositionen zu sprechen kam: wie schaffen wir es, kritisches Denken in Hochschulen zu vermitteln, was nicht nur eine Kompetenzaufgabe ist, sondern auch Dispositionen und Haltungen betrifft \u00e2\u20ac\u201c und beim Kritischen Denken immer auch mit einer \u00e2\u20ac\u017epower of uncertainy\u00e2\u20ac\u0153 einhergeht, die man aushalten muss. Denn je mehr wir kritisches Denken zu fassen versuchen, desto mehr verschwindet es. Ebenso interessant war f\u00c3\u00bcr mich der Hinweis auf den deutschen Begriff der \u00e2\u20ac\u017eBildung\u00e2\u20ac\u0153, den er an dieser Stelle gebrauchte \u00e2\u20ac\u201c es zeigt sich, dass das Konzept der Bildung auch im englischen Sprachraum Einfluss hat. Letztendlich gehe es, so Ciaran, vor allem um eine \u00e2\u20ac\u017eprofessional formation as part of critical thinking\u00e2\u20ac\u0153 und um akademische Freiheit. Alles in allem ein sehr spannendes Symposium.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2202 alignright\" title=\"b7dae03c019d11e2ba8122000a1e878c_5\" src=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/b7dae03c019d11e2ba8122000a1e878c_5.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Was bleibt nun im R\u00c3\u00bcckblick von der ECER? Gar nicht so einfach bei der F\u00c3\u00bclle an Themen, Formaten und Personen. F\u00c3\u00bcr mich ist es immer wieder spannend zu sehen, wie breit unsere Disziplin eigentlich ist \u00e2\u20ac\u201c sei es inhaltlich, aber auch methodologisch. Ich habe neben Inhalten auch den ein oder anderen Forschungsdesign-Input mitgenommen. Action Research, beispielsweise, scheint im Ausland breiter etabliert zu sein, so mein Eindruck. Ebenso war es interessant zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Netzwerke \u00e2\u20ac\u017eticken\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c so gab es einige sehr eingeschworene Gemeinschaften, so mein Eindruck, oder aber Netzwerke, die offener waren.<\/p>\n<p align=\"left\">Erstaunt war ich, dass es bei 2400 Teilnehmenden doch eine recht erstaunlich geringe Anzahl von Twitterern gab, das hatte ich anders erwartet. Es scheint also noch nicht so zu sein, dass sich Twitter als Medium auf Konferenzen, die nicht prim\u00c3\u00a4r einen Medienfokus haben, durchgesetzt hat \ud83d\ude09<\/p>\n<p align=\"left\">So geht es nun darum, die Inputs aus der Konferenz nachzuarbeiten \u00e2\u20ac\u201c eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Direkt nach der GMW ging es weiter nach C\u00c3\u00a1diz in Spanien zur ECER (European Conference on Educational Research) &#8211; und diese riesige Konferenz zusammenzufassen, f\u00c3\u00a4llt noch schwerer, als das bei der GMW schon der Fall war. 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