{"id":3026,"date":"2014-11-24T08:07:17","date_gmt":"2014-11-24T08:07:17","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=3026"},"modified":"2014-11-24T08:09:52","modified_gmt":"2014-11-24T08:09:52","slug":"jim-studie-2014-und-lehreronline-das-echte-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/jim-studie-2014-und-lehreronline-das-echte-leben\/","title":{"rendered":"JIM Studie 2014 und LehrerOnline: Das &#8222;echte&#8220; Leben?"},"content":{"rendered":"<p>Auf lehrer-online habe ich einen Hinweis auf die diese Woche erscheinende JIM-Studie gefunden. Nun ist es schon Ritual, im Herbst einen Blick auf die neuen Ergebnisse\u00c2\u00a0zu werfen, aber dennoch l\u00c3\u00a4sst mich der Beitrag von Lehrer online stutzen.<\/p>\n<p>\u00c3\u0153berschrift und Unter\u00c3\u00bcberschrift rufen kurze Irritation hervor: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.lehrer-online.de\/1063424.php?sid=92524203154771228741681528152230\" target=\"_blank\">JIM-Studie 2014: Immer online, aber sozial engagiert. Auch wenn Jugendliche immer l\u00c3\u00a4nger online sind, nehmen sie sich die Zeit, sich sozial zu engagieren. Das zeigt die aktuelle JIM-Studie.<\/a>&#8220; hei\u00c3\u0178t es da.<\/p>\n<p>Und ich frage mich: Woher kommt eigentlich das <strong>aber<\/strong>? Warum geht nicht beides, online sein und sozial engagiert? Ich vermute, hier hat man eine ganz gewisse Vorstellung von &#8222;online sein&#8220;. Und tats\u00c3\u00a4chlich, liest man weiter, pr\u00c3\u00a4zisiert sich diese Vorstellung:<\/p>\n<blockquote><p>Bei mehr als drei Stunden Online-Aktivit\u00c3\u00a4t kommt Engagement im <em><strong>echten<\/strong> Leben<\/em> keineswegs zu kurz. (Hervorhebung durch mich)<\/p><\/blockquote>\n<p>Online sein wird also als &#8222;Gegenkonzept&#8220; zum echten Leben gesehen. Ich denke, hier liegt das Problem: Sp\u00c3\u00a4testens seit dem mobilen Internetzugang von jedem Ort zu jeder Zeit\u00c2\u00a0sind\u00c2\u00a0online und offline keine &#8222;Gegenkonzepte&#8220; mehr; das Netz ist ebenso &#8222;real&#8220;\u00c2\u00a0wie das vermeintlich &#8222;echte&#8220; Leben. Und die Sache mit dem Engagement? Hier schwimmt m.E. latent eine &#8222;alte&#8220; Sorge mit: Durch die Nutzung des Internets werden wir alle einsam und unsozial (Journalistische Beitr\u00c3\u00a4ge zu dieser Thematik <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/ratgeber\/sozialkontakte-internet-macht-einsam,15189524,12666402.html\" target=\"_blank\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/kommunikation-im-netz-internet-ort-der-einsamkeit-1.79231\" target=\"_blank\">hier<\/a>), daher doch die scheinbare \u00c3\u0153berraschung in\u00c2\u00a0der \u00c3\u0153berschrift. \u00c2\u00a0Dass diese Vereinsamung durch Medien nicht per se und zwangsl\u00c3\u00a4ufig zutrifft, wissen Medienp\u00c3\u00a4dagogen schon <a href=\"http:\/\/www.internet-abc.de\/eltern\/spiele-vereinsamung.php\" target=\"_blank\">l\u00c3\u00a4nger<\/a>. Und auch Kommunikation findet medial vermittelt statt, ist aber deswegen nicht &#8222;unrealer&#8220;\u00c2\u00a0als im direkten Gespr\u00c3\u00a4ch.<\/p>\n<p>Mit der Dichotomie von online vs. offline\u00c2\u00a0schaffen wir es aus meiner Perspektive nicht, die aktuellen Herausforderung einer mediatisierten Gesellschaft zu bearbeiten, auch und gerade in der Schule nicht. Dort sehen\u00c2\u00a0wir aktuell eine immer gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ere Notwendigkeit, sich mit dieser Grauzone auseinanderzusetzen &#8211; und dazu sind aus meiner Perspektive differenziertere Betrachtungen als on- und offline notwendig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf lehrer-online habe ich einen Hinweis auf die diese Woche erscheinende JIM-Studie gefunden. 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