{"id":3422,"date":"2016-04-24T13:27:46","date_gmt":"2016-04-24T13:27:46","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=3422"},"modified":"2016-04-24T13:32:05","modified_gmt":"2016-04-24T13:32:05","slug":"handbuch-informelles-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/handbuch-informelles-lernen\/","title":{"rendered":"Handbuch Informelles Lernen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.buchhandel.de\/buch\/Handbuch-Informelles-Lernen-9783658059521\" rel=\"attachment wp-att-3428\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3428\" src=\"http:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Handbuch_Informelles_Lernen.jpg\" alt=\"Handbuch_Informelles_Lernen\" width=\"174\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Handbuch_Informelles_Lernen.jpg 315w, https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Handbuch_Informelles_Lernen-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 174px) 100vw, 174px\" \/><\/a>Diese Woche lag es nun auf meinem Schreibtisch: das &#8222;Handbuch Informelles Lernen&#8220;. Wenn ich meine Unterlagen durchschaue, liegen die ersten Entw\u00c3\u00bcrfe dazu schon ungef\u00c3\u00a4hr 10 Jahre zur\u00c3\u00bcck. Angesichts der schnellleben Wissenschaft und thematischen Konjunkturen eine Ewigkeit. Daher hatte ich das Vorhaben schon vor ca. 5 Jahren\u00c2\u00a0 ad acta gelegt, da das Interesse an dem Thema nachzulassen schien. Mit meinem Wiedereinstieg in die Wissenschaft und der Tatsache, dass das Thema nach wie vor breit diskutiert wurde, habe ich das Buchprojekt dann wieder in Angriff genommen und mit dem Springer-Verlag einen Partner f\u00c3\u00bcr die Umsetzung gefunden.<\/p>\n<p>Mein Anliegen mit diesem Handbuch liegt darin, einen \u00c3\u0153berblick \u00c3\u00bcber die breite Diskussion zu dem Thema zu geben und damit nicht nur den Einstieg in das Feld des informellen Lernens zu geben, sondern auch denjenigen, die sich schon l\u00c3\u00a4nger mit diesem Forschungsbereich bewegen, neue Zug\u00c3\u00a4nge und Sichtweisen zu er\u00c3\u00b6ffnen. Die breiten und fundierten Darstellungen in den einzelnen Artikeln erf\u00c3\u00bcllen diesen Anspruch m.E. in vortrefflicher Weise und gehen dabei oft \u00c3\u00bcber eine Synthese des aktuellen Forschungsstands hinaus. Das Handbuch besitzt damit durchaus auch das Potenzial, die aktuelle Diskussion zum informellen Lernen weiter zu befruchten.<\/p>\n<p>Das Handbuch ist in folgende Themenbereich aufgeteilt:<\/p>\n<ol>\n<li>Genese, Begriff und Beteiligung\n<ul>\n<li>Diese Kapitel zeigt die Breite der Definitionsans\u00c3\u00a4tze (Werquin) und die Begriffsgeschichte (Rohs) auf und gibt einen aktuellen \u00c3\u0153berblick \u00c3\u00bcber die Beteiligung (Kaufmann).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>P\u00c3\u00a4dagogische Handlungsfelder und Diskurse\n<ul>\n<li>In diesem Kapitel wird eine \u00c3\u0153bersicht zum Diskussionstand in verschiedenen p\u00c3\u00a4dagogischen Handlungsfeldern gegeben, wie z.B. Berufsbildung (Molzberger), Erwachsenen-\/Weiterbildung (Gnahs), Medienp\u00c3\u00a4dagogik (Pietra\u00c3\u0178) und Freizeitp\u00c3\u00a4dagogik (Brinkmann &amp; Freericks).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Andere disziplin\u00c3\u00a4re Zug\u00c3\u00a4nge\n<ul>\n<li>Interessant f\u00c3\u00bcr die p\u00c3\u00a4dagogische bzw. erziehungswissenschaftliche Diskussion zum informellen Lernen sind auch die Sichtweisen andere Disziplinen auf das Thema, die die Auseinandersetzung immer mit gepr\u00c3\u00a4gt, haben, wie\u00c2\u00a0 z.B.: die Philosophie (Ladenthin), die Psychologie (R\u00c3\u00b6hr-Sendlmeier &amp; K\u00c3\u00a4ser) sowie die Wirtschaftswissenschaften (Becker).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Informelles Lernen in verschiedenen Lebensphasen\n<ul>\n<li>Informelles Lernen ist Teil lebenslangen Lernens. In diesem Kapitel wird die Bedeutung des informellens Lernens f\u00c3\u00bcr verschiedenen Lebensphasen wie Jugendalter (D\u00c3\u00bcx &amp; Rauschenbach), die Familie (Schmidt-Wenzel) sowie \u00c3\u00a4lterer Menschen (Schmidt-Hertha &amp; Thalhammer) n\u00c3\u00a4her betrachtet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Kontexte informellen Lernens\n<ul>\n<li>Immer wieder wird das informelle Lernen auch f\u00c3\u00bcr verschiedene Kontext n\u00c3\u00a4her betrachtet. Dabei wird das Verst\u00c3\u00a4ndnis vertreten, dass sich informelles Lernen nicht nur in betrieblichen Zusammenh\u00c3\u00a4ngen (Dehnbostel), im Rahmen freiwilligen Engagements (D\u00c3\u00bcx &amp; Sass) oder in Museen und Science Centern (Schwan), sondern auch in Schulen (Coelen, Gusinde, Lieske &amp; Trautmann) vollzieht.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Inhalte informellen Lernens\n<ul>\n<li>Beispielhaft wird in diesem Handbuch auch das informelle Lernen in Bezug auf verschiedenen Themenfelder wie das der politischen Bildung (Overwien), des Sports (Hansen), der nachhaltigen Entwicklung (Adom\u00c3\u0178ent) oder der \u00c3\u00b6konomischen Bildung (Schuhen &amp; Kunde) dargestellt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>F\u00c3\u00b6rderung des informellen Lernens\n<ul>\n<li>Informelles Lernen kann nicht verordnet, aber gef\u00c3\u00b6rdert werden. Dabei spielen die Arbeitsgestaltung (Frieling &amp; Sch\u00c3\u00a4fer), die Didaktik (Arnold) aber auch Raum und Architektur (Herrmann) eine wichtige Rolle.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Informelles Lernen mit digitalen Medien\n<ul>\n<li>Digitale Medien haben das informelle Lernen in den letzten Jahren stark bef\u00c3\u00b6rdert und spielen daher in der Schule (A\u00c3\u0178mann), der Hochschule (Hofhues) und in Unternehmen (Seufert &amp; Meier) eine wichtige Rolle. Es zeigt sich aber auch, dass durch diese M\u00c3\u00b6glichkeiten nicht alle Menschen gleich profitieren, sondern auch die Gefahr einer digitalen Spaltung besteht (Iske, Klein &amp; Verst\u00c3\u00a4ndig).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Anerkennung informell erworbener Kompetenzen\n<ul>\n<li>Die Erfassung (Ne\u00c3\u0178) und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen (M\u00c3\u00bcnchhausen &amp; Seidel) sind seit mehr als 20 Jahre\u00c2\u00a0 zentrale bildungspolitische Themen und werden diesen Status auch in den kommenden Jahren nicht verlieren.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Forschungsmethodische Zug\u00c3\u00a4nge\n<ul>\n<li>Bisher zu wenig thematisiert sind die Forschungsmethoden zum informellen Lernen. Sowohl die statische Erfassung (Bilger) als auch die quantitativen Methoden (Moskaliuk &amp; Cress) m\u00c3\u00bcssen f\u00c3\u00bcr die zuk\u00c3\u00bcnftige Forschung weiter optimiert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Trotz dieser Breite an Themen zeigen sich aber auch noch viel Leerstellen, die in den kommenden Monaten angegangen werden sollen. Mit diesen Beitr\u00c3\u00a4gen liegt jedoch ein solider Grundstock (674 Seiten) zum Thema vor, der m.E. in keiner Bibliothek mehr fehlen sollte \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Mein Dank gilt auch an dieser Stelle allen Autorinnen und Autoren!<\/p>\n<p><strong>Rohs, M. (Hrsg.) (2016). Handbuch Informelles Lernen. Wiesbaden: Springer.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.springer.com\/de\/book\/9783658059521\">Verlagsseite<\/a><\/p>\n<p>Am besten beim \u00c3\u00b6rtlichen Buchh\u00c3\u00a4ndler des Vertrauens zu beziehen. <a href=\"https:\/\/www.buchhandel.de\/buch\/Handbuch-Informelles-Lernen-9783658059521\" target=\"_blank\">Global klicken, Lokal kaufen!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche lag es nun auf meinem Schreibtisch: das &#8222;Handbuch Informelles Lernen&#8220;. Wenn ich meine Unterlagen durchschaue, liegen die ersten Entw\u00c3\u00bcrfe dazu schon ungef\u00c3\u00a4hr 10 Jahre zur\u00c3\u00bcck. Angesichts der schnellleben Wissenschaft und thematischen Konjunkturen eine Ewigkeit. 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