{"id":380,"date":"2007-01-15T22:42:59","date_gmt":"2007-01-15T21:42:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/?p=553"},"modified":"2007-01-15T22:42:59","modified_gmt":"2007-01-15T21:42:59","slug":"e-learning-als-ausloser-fur-google-copy-paste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/e-learning-als-ausloser-fur-google-copy-paste\/","title":{"rendered":"E-Learning als Ausl&#246;ser f&#252;r Google &#124; Copy &#124; Paste (?)"},"content":{"rendered":"<p>Stefan Weber, (2006) fragt auf S. 156 seines <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/beat.doebe.li\/bibliothek\/b02956.html\">Buches<\/a> kritisch:<\/p>\n<blockquote><p>\u00c2\u00abWas hat E-Learning den Schulen und Universit\u00c3\u00a4ten in Bezug auf die Qualit\u00c3\u00a4t von Lehre und Forschung und vor allem in Bezug auf Wissensniveau, Kompetenzen und Qualifikationen der Absolventen gebracht? Anders herum gefragt: Was war so schlecht am \u00c2\u00bbisolierten Lernen\u00c2\u00ab, warum geht der Zug gleichsam automatisch in Richtung \u00c2\u00bbkooperatives\u00c2\u00ab und Neue-Medien-basiertes Lernen?\u00c2\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Er geht sogar so weit, zu behaupten, mittels E-Learning werden Studierende<\/p>\n<blockquote><p>\u00c2\u00abunreflektiert an die Google-Copy-Paste Praxis herangef\u00c3\u00bchrt\u00c2\u00bb (Weber, S. 155).<\/p><\/blockquote>\n<p>Stimmt das wirklich? Kann man diese These so im Raum stehen lassen? Ich denke, dass es nicht unbedingt E-Learning, sondern vor allem das Internet selbst ist, das Studierende an eine solche Arbeitspraxis heranf\u00c3\u00bchrt. Ich w\u00c3\u00bcrde sogar noch einen Schritt weitergehen, indem ich mich dem Argument von Peter Baumgartner anschliessen m\u00c3\u00b6chte, der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.peter.baumgartner.name\/files\/BR2-Interview\">hier<\/a> sagt, dass das Problem des Plagiates auch in grossem Teil von den Lehrenden abh\u00c3\u00a4ngig ist, n\u00c3\u00a4mlich davon, welche Art von Aufgaben sie stellen. Wenn ein Arbeitsauftrag zum Plagiieren einl\u00c3\u00a4dt, weil der Professor in jedem Semester die gleichen Seminararbeiten gibt oder die Anforderungen so tief sind, dass ein Plagiat gen\u00c3\u00bcgt, dann ist es einfacher mit copy &#038; paste, als wenn die Seminararbeit ein wirkliches Nachdenken f\u00c3\u00b6rdert, wenn neue Aspekte herausgefunden werden m\u00c3\u00bcssen.<\/p>\n<p>Meine Lieblingsaufgabe (von der ich leider nicht mehr weiss, von wem diese stammte, aber sie blieb haften) diesbez\u00c3\u00bcglich ist immer noch \u00c2\u00abSuchen Sie etwas, das nicht mit Google gefunden werden kann.\u00c2\u00bb Ich w\u00c3\u00bcrde vorhersagen, dass 90% der Studierenden meint, dass dies v\u00c3\u00b6llig unm\u00c3\u00b6glich ist. Doch zur\u00c3\u00bcck zur Frage von Stefan Weber:<\/p>\n<blockquote><p>Was war so schlecht am \u00c2\u00bbisolierten Lernen\u00c2\u00ab, warum geht der Zug gleichsam automatisch in Richtung \u00c2\u00bbkooperatives\u00c2\u00ab und Neue-Medien-basiertes Lernen?\u00c2\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich glaube nicht, dass das fr\u00c3\u00bchere Lernen so schlecht war. Aber dennoch halte ich den Einsatz von E-Learning (wenn er didaktisch\/p\u00c3\u00a4dagogisch sinnvoll ist, und nicht immer ist er das) f\u00c3\u00bcr ein Element, das beim Lernen zuk\u00c3\u00bcnftiger Generationen als ein Element neben anderen Lernformen stehen muss. Kooperatives Lernen begann ja nicht mit E-Learning, sondern das gab es schon viel fr\u00c3\u00bcher. Weiterhin sind die sozialen, medialen und kommunikativen Kompetenzen, die im Idealfall mittels E-Learning erworben werden sollten, auf keinen Fall zu vernachl\u00c3\u00a4ssigen. Wenn man davon ausgeht, dass E-Leanring Plagiate nach sich zieht, muss es meiner Meinung nach nicht am E-Learning liegen. Es ist einfach das Medium, das am n\u00c3\u00a4chsten beim copy-paste angesiedelt werden kann als das Buch.<\/p>\n<p>Dennoch ist E-Learning nicht das Allheilmittel f\u00c3\u00bcr alle Lehr-Lernprozesse, wie es Weber mit \u00c2\u00abautomatisch\u00c2\u00bb andeuted. Bei der Gestaltung von Lernumgebungen (on- und offline) allem um einen p\u00c3\u00a4dagogisch sinnvolle Unterst\u00c3\u00bctzung von Lehr-Lernprozessen, und dies kann mit oder auch ohne das \u00c2\u00abE\u00c2\u00bb geschehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefan Weber, (2006) fragt auf S. 156 seines Buches kritisch: \u00c2\u00abWas hat E-Learning den Schulen und Universit\u00c3\u00a4ten in Bezug auf die Qualit\u00c3\u00a4t von Lehre und Forschung und vor allem in Bezug auf Wissensniveau, Kompetenzen und Qualifikationen der Absolventen gebracht? 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