{"id":421,"date":"2007-03-09T21:32:01","date_gmt":"2007-03-09T20:32:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/632"},"modified":"2007-03-09T21:32:01","modified_gmt":"2007-03-09T20:32:01","slug":"tagung-lehren-und-lernen-nach-bologna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/tagung-lehren-und-lernen-nach-bologna\/","title":{"rendered":"Tagung &#171;Lehren und Lernen nach Bologna&#187;"},"content":{"rendered":"<p>Die erste Keynote der Tagung  \u00c2\u00ab<a href=\"http:\/\/www.diz.ethz.ch\/conference\/\" target=\"_blank\">Lehren und Lernen nach Bologna<\/a>\u00c2\u00bb bestritt <a href=\"http:\/\/www.onderwijsstudies.leidenuniv.nl\/index.php3?c=122\" target=\"_blank\">Mien Segers<\/a> von der University of Leiden. Sie hielt die Keynote zum Thema  <strong>\u00c2\u00abRelation between assessment and learning\u00c2\u00bb<\/strong> und besch\u00c3\u00a4ftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen <strike>Pr\u00c3\u00bcfungen<\/strike> Lernen und Assessment.  Wie wirken sich Assessments auf den Lernprozess aus? Wie ver\u00c3\u00a4ndert sich Lernverhalten durch das Implementieren neuer Pr\u00c3\u00bcfungsformen?<br \/>\nDieser Vortrag war auch interessant in Bezug auf die E-Assessmentbewegung.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man sagen: \u00c2\u00abJust changing mode of assessment does not automaticly change the learning process\u00c2\u00bb, wichtig sind hier vor allem personal beliefs der Studierenden \u00c3\u00bcber bisherige Pr\u00c3\u00bcfungen und Pr\u00c3\u00bcfungsformen:<\/p>\n<blockquote><p>Personal history plays a role<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\tIntentional leanring strategie<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\tPersonal belief on assessment<\/p><\/blockquote>\n<p>, die Studierende schon aus der Schulzeit mitbringen.<br \/>\nStudierende haben aus ihrer Erfahrung heraus verschiedene Vorstellungen, wie Pr\u00c3\u00bcfungen auszusehen haben. Und aus diesen heraus lernen sie und verhalten sie sich in einer Pr\u00c3\u00bcfung. Es ist also nicht damit getan, jetzt im Gegensatz zu knowledge centered Pr\u00c3\u00bcfungen neue Formen der kompetenzbasierten Pr\u00c3\u00bcfungen einzuf\u00c3\u00bchren, sondern gleichzeitig muss man auch die Vorerfahrung der Studierenden (und Dozierenden) zu \u00c3\u00a4ndern zu versuchen, ansonsten ist eine Einf\u00c3\u00bchrung neuer Pr\u00c3\u00bcfung nicht wirklich zu einem ver\u00c3\u00a4nderten Pr\u00c3\u00bcfungsverhalten bzw. einem besseren und tieferem Lernen f\u00c3\u00bchrt.<br \/>\nFolgende Punkte sind dabei besonders wichtig:<\/p>\n<blockquote><p>\u00e2\u20ac\u00a2\tGive students\/teachers time and opportunities to practice and have positiv experiences (damit es nicht zu einem R\u00c3\u00bcckfall in alte Muster kommt)<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Talk to students and observe them in order to gain insight in how studetn deal with the assessment<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\tPractice in order to fin-tune learning and assessment practice<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\torganize enough and on-time feedback an give students opportunities to wirk with the suggestions they have recieved. (feedback is more than marks)<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\tMake the assessment a learning activity by giving them challanging assessment tasks and making the assessment process transparent<\/p><\/blockquote>\n<p>(vgl. E-Assessment von Prof. Pospischil: Studierende m\u00c3\u00bcssen die M\u00c3\u00b6glichkeit haben, auch Pr\u00c3\u00bcfungen ausprobieren zu k\u00c3\u00b6nnen). Aber die wichtigste Aussage f\u00c3\u00bcr mich: <strong>\u00c2\u00abstudents need time to make mistakes\u00c2\u00bb<\/strong>, nicht nur das Abarbeiten der Pr\u00c3\u00bcfung oder das \u00c3\u0153berspringen von Pr\u00c3\u00bcfungsh\u00c3\u00bcrden. Dies kann geschehen, indem Studierende schon w\u00c3\u00a4hrend des Semesters die M\u00c3\u00b6glichkeit haben, Entw\u00c3\u00bcrfe an Dozierende zu senden. Was es braucht, ist:  Fehlerkultur!<\/p>\n<p>Von einem spannenden Projekt berichtete Ute Woschnak vom Didaktikzentrum der ETH. Sie haben letztes Semester nicht nur die Lehre evaluiert, sondern gesondert auch die Pr\u00c3\u00bcfungen (insgesamt 22). 383 Studierende erhielten nach Ihrer Pr\u00c3\u00bcfung einen Fragebogen, der verschiedene Aspekte (Fairness, Schwierigkeit, angemessene Pr\u00c3\u00bcfung, Transparenz, Reliabilit\u00c3\u00a4t, Validit\u00c3\u00a4t und Objektivit\u00c3\u00a4t, usw.) der Pr\u00c3\u00bcfung beurteilen sollte. Faszinierenderweise erhielten sie eine R\u00c3\u00bccklaufquote von 62% bei Onlinefrageb\u00c3\u00b6gen. Das zeigt, dass es wirklich ein Bed\u00c3\u00bcrfnis der Studierenden gibt, die Pr\u00c3\u00bcfungen zu bewerten. Auch die offene Kommentarfunktion wurde rege genutzt. Jede\/r Dozierende erhielt dann eine Auswertung \u00c3\u00bcber die Evaluation der Pr\u00c3\u00bcfungen, wie sie es von den Lehrveranstaltungen gewohnt sind.<\/p>\n<p>Der Rest der Tagung stand f\u00c3\u00bcr mich ganz im Thema \u00c2\u00abSchl\u00c3\u00bcsselqualifikationen\u00c2\u00bb.<\/p>\n<p>Dietmar Chur stellte das <a href=\"http:\/\/www.uni-heidelberg.de\/studium\/SLK\/startslk.htm\" target=\"_blank\">Heidelberger Modell<\/a> zur Vermittlung von Schl\u00c3\u00bcsselkompetenzen dar. Obwohl ich die F\u00c3\u00b6rderung von ausserwissenschaftlichen Qualifikationen an der Hochschule eher kritisch sehe, ist der Weg der kooperativen Vermittlung von \u00c3\u00bcberfachlichen Kompetenzen ein interessanter Ansatz:<br \/>\nZum ersten gibt es eine spezielle Verantwortung im Fachbereich: ihm obliegt die Gesamtverantwortung, Organisation, Kursleiter, Ressourcen, fachspezifische Konkretisierung.<br \/>\nUnterst\u00c3\u00bctzung erhalten die Fachbereiche dann durch ein Kompetenzzentrum mit Kurskonzepte, didaktische Materialien, Kursleiterschulung, Evaluation. Dar\u00c3\u00bcber lohnt es sich nachzudenken.<\/p>\n<p>Alle anderen Vortr\u00c3\u00a4ge, die ich besucht habe sind nicht unbedingt erw\u00c3\u00a4hnenswert \ud83d\ude41<br \/>\nBin gespannt, wie es morgen weitergeht \ud83d\ude42<\/p>\n<p><strong>update 10.03.07: <\/strong>Die Folien zur ersten Keynote sind <a href=\"http:\/\/www.diz.ethz.ch\/conference\/progr\/KNSegers.ppt\" target=\"_blank\">hier<\/a> zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Keynote der Tagung \u00c2\u00abLehren und Lernen nach Bologna\u00c2\u00bb bestritt Mien Segers von der University of Leiden. Sie hielt die Keynote zum Thema \u00c2\u00abRelation between assessment and learning\u00c2\u00bb und besch\u00c3\u00a4ftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen Pr\u00c3\u00bcfungen Lernen und Assessment. Wie wirken sich Assessments auf den Lernprozess aus? 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