{"id":4279,"date":"2020-04-30T12:42:36","date_gmt":"2020-04-30T12:42:36","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=4279"},"modified":"2020-05-23T12:11:02","modified_gmt":"2020-05-23T12:11:02","slug":"neues-forschungsprojekt-aid-all-is-data","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/neues-forschungsprojekt-aid-all-is-data\/","title":{"rendered":"Neues Forschungsprojekt: \u00a0All is data. Die (gem-)einsame Suche nach Erkenntnis in einer digitalisierten Datenwelt (Aid)"},"content":{"rendered":"<p>Wir sehen in den letzten Wochen, dass unter den Bedingungen von COVID-19 alle Bildungsbereiche vor massiven Ver\u00e4nderungen stehen und nicht mehr das zu sein scheinen, was sie einmal waren. Selbst die als sonst als eher resistent beschriebene Schule (B\u00f6hme, 2005) ist nun gezwungen, neue Formen von Lehren und Lernen zu entwickeln. W\u00e4hrend die letzten Wochen dabei vor allem davon gepr\u00e4gt waren, \u00fcberhaupt unter den neuen Bedingungen handlungsf\u00e4hig zu werden, geht es nun darum zu \u00fcberlegen, wie es weitergehen kann. Eine Sache eint(e) aber alle Schulen: Die \u00dcberbr\u00fcckung von Distanz wird in vielen F\u00e4llen durch digitale Medien versucht, zudem haben viele Anbietende ihre Produkte f\u00fcr Schulen kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Gefahr besteht, dass nun sowohl hinsichtlich der zugrundeliegenden Software als auch deren Einfluss auf die Schule Dinge festgeschrieben werden k\u00f6nnten, die uns vermutlich noch lange besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Uns freut es daher besonders, dass wir einige dieser Perspektiven in einem neuen Forschungsprojekt n\u00e4her untersuchen d\u00fcrfen (siehe\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.ifib.de\/blog\/index.php\/site\/comments\/auf_der_suche_nach_erkenntnis_in_einer_datengetriebenen_bildungswelt\/\">hier, <\/a><a href=\"https:\/\/portal.uni-koeln.de\/universitaet\/aktuell\/presseinformationen\/detail\/digitalisierte-schulen-koelner-medienforscherin-an-bmbf-verbundprojekt-all-is-data-beteiligt\">hier <\/a><\/strong>oder <strong><a href=\"https:\/\/www.uni-kl.de\/pr-marketing\/news\/news\/detail\/News\/tu-kaiserslautern-koordiniert-forschungsprojekt-zum-umgang-mit-daten-in-digitalen-bildungsprozessen\/\">hier<\/a><\/strong>) &#8211; n\u00e4mlich die Fragen, wie\u00a0Daten den p\u00e4dagogischen Alltag pr\u00e4gen, wie mit diesen umgegangen wird und welche Implikationen dies f\u00fcr (p\u00e4dagogisches) Handeln hat. Denn\u00a0es werden aktuell in Schule eine Vielzahl von Daten \u00a0erzeugt, verkn\u00fcpft und verwendet. Und diese datengest\u00fctzte Entscheidungen stellen (nicht nur) p\u00e4dagogisch Handelnde vor neue Herausforderungen: Denn sie m\u00fcssen Daten-Bildung gestalten und sich selbst auch zur zunehmenden Datafizierung positionieren. Offen bleibt jedoch meist, was das Vorhandensein von Daten &#8211; zum Beispiel aus virtuellen Lernumgebungen oder aus Informations- und Leistungsdatensystemen in der Schule &#8211; f\u00fcr das Lehren und Lernen bedeutet und wie es Bildungsprozesse gestalten kann.\u00a0Hier setzt unser Verbundprojekt an und fragt danach, wie P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen im schulischen Alltag (wie auch immer dieser in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten aussehen wird) mit den vielf\u00e4ltig anfallenden Daten umgehen: Wie pr\u00e4gen Daten den p\u00e4dagogischen Alltag? Wie werden Daten in das Lernen in der Schule eingebettet? Wie verstehen und konstruieren multiprofessionelle Teams Daten-Bildung und wie \u00fcbersetzen sie dies in f\u00e4cher\u00fcbergreifendes (medien-)p\u00e4dagogisches Handeln?<\/p>\n<p>Zusammen mit <strong><a href=\"https:\/\/www.sandrahofhues.de\">Sandra Hofhues <\/a><\/strong>und <strong><a href=\"https:\/\/www.ifib.de\/Ueber-uns-Team.html?id=25\">Andreas Breiter<\/a><\/strong>\u00a0&#8211; und damit im Zusammenspiel von (Medien-)P\u00e4dagogik und Informatik &#8211; wollen wir im Team rekonstruieren, wie P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen im Schulalltag mit Daten umgehen. Wir \u00a0nehmen dabei auch in den Blick, welche organisatorischen Besonderheiten unterrichts\u00fcbergreifende Bildungsangebote mit sich bringen. Darauf aufbauend wollen wir Bildungskonzepte entwickeln und deren Umsetzung in der schulischen Praxis begleiten.<\/p>\n<p>Das Akronym &#8222;Aid &#8211; All is data&#8220; haben wir aus einer doppelten Perspektive heraus gew\u00e4hlt: Mit \u201eAll is Data\u201d rekurrieren wir bewusst auf Barney Glaser, wonach <i>Alles <\/i>Daten sind und diese damit ein Teil\u00a0soziokultureller Kontexte werden, zum anderen erscheint aber Datenbildung z.T. als so neu f\u00fcr die Schule, dass sich der ein oder die andere durchaus ein wenig Aid &#8211; also Hilfe brauchen k\u00f6nnte &#8211; unsere zu entwickelnden Konzepte sollen u.a. dies leisten.\u00a0Wir freuen uns auf die n\u00e4chsten 3,5 Jahre \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 11\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>B\u00f6hme, J. (2005). <em>Schule am Ende der Buchkultur. Medientheoretische Begr\u00fcndungen schulischer Bildungsarchitekturen<\/em>. Habilitationsschrift. K\u00f6ln\/Halle.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sehen in den letzten Wochen, dass unter den Bedingungen von COVID-19 alle Bildungsbereiche vor massiven Ver\u00e4nderungen stehen und nicht mehr das zu sein scheinen, was sie einmal waren. Selbst die als sonst als eher resistent beschriebene Schule (B\u00f6hme, 2005) ist nun gezwungen, neue Formen von Lehren und Lernen zu entwickeln. 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