{"id":435,"date":"2007-04-04T08:55:16","date_gmt":"2007-04-04T06:55:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/655"},"modified":"2007-04-04T08:55:16","modified_gmt":"2007-04-04T06:55:16","slug":"workshop-education-the-net-generation-what-is-different","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/workshop-education-the-net-generation-what-is-different\/","title":{"rendered":"Workshop &#171;Education The Net Generation: What is different?&#187;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.scil.ch\/programmes\/icons\/foto-oblinger.gif\" align=\"left\" height=\"160\" width=\"120\" \/><\/p>\n<p>Gestern fand der Workshop <strong>\u00c2\u00abEducation the Net Generation: What is different? How to (re-)design Teaching an d Learning in Higher Education?\u00c2\u00bb <\/strong>mit <a href=\"http:\/\/www.scil.ch\/programmes\/fellowship-2007-en.html\" target=\"_blank\">Diana G. Oblinger<\/a> am <a href=\"http:\/\/www.scil.ch\/\" target=\"_blank\">SCIL (Swiss Centre for Innovations in Learning)<\/a> statt. Bekannt geworden ist Diana G. Oblinger zum einen als Vice President von <a href=\"http:\/\/www.educause.edu\" target=\"_blank\">Educause<\/a> und ihrem Buch<a href=\"http:\/\/www.educause.edu\/content.asp?PAGE_ID=5989&amp;bhcp=1\" target=\"_blank\"> \u00c2\u00abEducating the Net Generation\u00c2\u00bb <\/a>.<br \/>\nSchon an <a href=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/599\">dieser Stelle<\/a> hatte ich einige Gedanken von ihr vorgestellt und war dementsprechend gespannt auf den Workshop.<\/p>\n<p>Der Workshop war in vier Teile untergliedert: \u00c2\u00ab1. The Net Generation\u00c2\u00bb, \u00c2\u00ab2. Listening to what we are seeing: Education for our Times:\u00c2\u00bb, \u00c2\u00ab3. Expertise and Engagement\u00c2\u00bb, \u00c2\u00ab4. Innovations and Implementations\u00c2\u00bb<\/p>\n<h3>Kommentierte Zusammenfassung<\/h3>\n<p><strong><em>1.\tThe Net Generation<\/em><br \/>\n<\/strong><br \/>\nDiana pr\u00c3\u00a4sentierte einige Angaben, die man schon aus ihrem Buch kannte, z.B. die Charakterisierung der Net-Generation. Die Net Generation ist vor allem digital, connected, experiental, immediate and social, wobei das digital nicht mit Medienkompetenz gleichgesetzt werden darf. Gerade hier ergeben sich erhebliche Defizite bzw. naive Annahmen auf Seiten der Lernenden. Digital bedeutet, dass vor allem Jugendliche keine Angst mehr vor bzw. mit den Ger\u00c3\u00a4ten haben, sondern ganz nat\u00c3\u00bcrlich diese Anwenden (kein Lesen von Gebrauchsanweisungen, keine Angst, etwas kaputt zu machen, &#8230;).<br \/>\nDie Net-Generation zeichnet sich durch unterschiedliche Gewohnheiten aus:<\/p>\n<blockquote><p>&#8211;\tSearch online first: google, wikipedia, etc.<br \/>\n&#8211;\tCommunication: the internet is the primary communication tool (MSN, IM)<br \/>\n&#8211;\tSocial networks: Facebook to meet friends, messaging, blogging, photo<br \/>\n&#8211;\tOnline socialisation:<br \/>\n&#8211;\tMultitasking: rapid attention movement<br \/>\n&#8211;\tTime shifting: z.B. zapping am Fernsehen<br \/>\n&#8211;\tVisual: Flickr, You tube<br \/>\n&#8211;\tGeo-Tagging: link physical and virtual worlds<br \/>\n&#8211;\tAugmented<br \/>\n&#8211;\tGames are a way of life<\/p><\/blockquote>\n<p>Interessant ist f\u00c3\u00bcr mich die Fragen, die sie am Ende dieser Session stellte. Zum einen: <strong>Is it age or IT?<\/strong> Zur Reflexion stellte sie folgende Fragen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8211;\tHow do you write most documents, long-hand or at a keyboard?<br \/>\n&#8211;\tAre you constantly connected? Laptop? PDA? Cell phone?<br \/>\n&#8211;\tHow many windows are typically open on your computer?<br \/>\n&#8211;\tAre you a multitasker?<br \/>\n&#8211;\tDo you play video or computer games?<br \/>\n&#8211;\tDo you download music?<br \/>\n&#8211;\tDoes your cell phone have a camera?<br \/>\n&#8211;\tDo you prefer immediate responses or are you content to waite?<\/p><\/blockquote>\n<p>Man sieht sehr deutlich, dass die Net-Generation nur zu einem kleinen Teil \u00c3\u00bcber ihr Alter definiert werden kann, dass es vor allem die Software ist, die allt\u00c3\u00a4gliche Prozesse ver\u00c3\u00a4ndert. Doch die Frage ist, wie weit diese Prozesse in der Gesellschaft verankert sind oder nur von einer eher kleinen Minderheit genutzt werden.<br \/>\nDie andere Frage ist: How similar do we need to be? Was haben diese Differenzen zwischen den Generationen f\u00c3\u00bcr Auswirkungen auf Lernprozesse?Wie stark m\u00c3\u00bcssen sich Hochschulen an diese Gewohnheiten der Studierenden anpassen? M\u00c3\u00bcssen sie \u00c3\u00bcberhaupt? Hier habe ich noch keine Antwort-<\/p>\n<p><strong><em>2.\tListening to what we are seeing<\/em><br \/>\n<\/strong><br \/>\nIn dieser Session ging es vor allem um eine schon stattfindende Ver\u00c3\u00a4nderung in der Kultur, die Oblinger an drei Gewohnheiten anschaulich darstellt. Was ist das jetztige \u00c2\u00abVerhalten\u00c2\u00bb der Gesellschaft und was sind die Implikationen f\u00c3\u00bcr Lernen und die Hochschulen? Folgende 3 Prozesse stellte sie vor: \u00c2\u00abDo it yourself\u00c2\u00bb, \u00c2\u00abParticipate\u00c2\u00bb, \u00c2\u00ab Socialize\u00c2\u00bb<\/p>\n<blockquote><p> 1.\tDo it yourself<br \/>\n<em> a.\tWeb as information universe<\/em><br \/>\n<em>b.\tSelf-reliant:<\/em> Viele Dinge erledigt man mittlerweile selbst (online banking, onlinge shoppin, usw). Bei Problemen schaut man schnell selbst im Internet nach (go online for health, news, travel, &#8230;).  So entwickelt sich die Gesellschaft langsam zu einer culture of informal learner.<br \/>\n<em>c.\tFinding information: <\/em>Suchmaschinen sind die No. 1 bei der Suche nach Informationen. Eine erschreckende Zahl: \u00c2\u00ab53% believ information from seachr engines is as trustworth as library information\u00c2\u00bb (DeRosa et al., 2006). Das heisst, obwohl viele Leute digital sind, verstehen sie das Prinzip von Suchmaschinen nicht.<br \/>\n<em>d.\tPerfect playlist:<\/em> mittels Podcasts kann man sich sein eigenes Radio zusammenstellen, auch hier: do-it-yourself<br \/>\n<em>e.\tMedia creators:<\/em> viele Jugendliche erstellen Medien selbst (Websites, Blogs, Podcasts, Videos, &#8230;)<br \/>\n<em>f.\tPersonel life remote control<\/em>: mobile phones als digital repository<\/p>\n<p>2.\tParticipate<br \/>\n<em>a.\tBlogs:<\/em> read or write<br \/>\n<em>b.\tOpinions:<\/em> Zu allem ist eine Meinung gefragt, sei es bei DSDS oder MeinProf.de, die Bev\u00c3\u00b6lkerung m\u00c3\u00b6chte mitbestimmen<br \/>\n<em>c.\tElectronic newsgathering<\/em>: die ersten Informationen vom Tsunami oder anderen Katastrophen sind mittlerweile private Aufnahmen, B\u00c3\u00bcrgerjournalismus nimmt immer mehr zu (vgl. mobile Reporter der Bildzeitung oder von 20minuten)<br \/>\n<em>d.\tMore ways to participate: <\/em>Rating von Produkten (amazon, usw.), delicious, usw.<\/p>\n<p>3.\tSocialize<br \/>\n<em>a.\tCommunication<\/em> is No. 1 use of technolgoy for kids<br \/>\n<em>b.\tSocial networks <\/em>(MySpace, Facebook, Flickr)<br \/>\n<em>c.\tSocial connections <\/em>(Xing, &#8230;)<br \/>\n<em>d.\tShare location<\/em> (z.B. plazes.com)<br \/>\n<em>e.\tSecond Life<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>\u00e2\u2020\u2019 Oblinger zeichnet hier einen Cultural Shift vor. Zentrale Prozesse sind \u00c2\u00abDo-it-yourself\u00c2\u00bb, \u00c2\u00abparticiapatory\u00c2\u00bb, \u00c2\u00absocial processes\u00c2\u00bb: Allerdings gibt es hier zu bedenken, dass es meines Erachtens nach immer noch einen sehr grossen Teil der Bev\u00c3\u00b6lkerung gibt, f\u00c3\u00bcr die die oben genannte Liste (vor allem die der Technologien) eine Ansammlung von unbekannten Fremdw\u00c3\u00b6rtern ist. Hier schon von einem Kulturwandel zu sprechen, halte ich ein klein wenig gewagt. Aber es ist sicherlich eine Tendenz in die Richtung, vor allem bei jungen und technikaffinen Leuten feststellbar. Die Frage ist nur: wie weit m\u00c3\u00bcssen Hochschulen und Ausbildungsst\u00c3\u00a4tten darauf reagieren?<\/p>\n<p>Dabei sind sich laut Oblinger vor allem die Jugendlichen gar nicht bewusst, dass sie Technologien bzw. Tools nutzen. F\u00c3\u00bcr sie sind alle oben genannten Dinge \u00c2\u00abHandlungen\u00c2\u00bb Sie nutzen nicht das Internet, sondern sie kommunizieren, tauschen Photos, usw.<\/p>\n<p><em><strong>3.\tEducation for our Times: Expertise and Engagement<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Doch was soll man nun f\u00c3\u00bcr die Zukunft lernen? Wie kann man Studierende auf eine sich immer weiter vernetzende Welt vorbereiten?<br \/>\nHier kommen vor allem \u00c3\u00bcberfachliche Kompetenzen ins Spiel, zum einen abgeleitet aus Arbeitsplatzanforderungen, zum anderen abgeleitet aus nationalen Bildungskommissionen.<br \/>\nWichtig wird vor allem Expertendenken, das Identifizieren und L\u00c3\u00b6sen von Problemen in Theorie und Praxis. \u00c2\u00abNew emphasis for higher education are cognitive flexibility, creativity, knowledge transfer and adaptability\u00c2\u00bb.<\/p>\n<p>Folgende F\u00c3\u00a4higkeiten, \u00c3\u00bcber die Studierende verf\u00c3\u00bcgen sollen, listet Oblinger auf:<\/p>\n<blockquote><p>&#8211;\tInterpersonal skills (can communicate and work with others)<br \/>\n&#8211;\tCreativity (is able to see patterns, new alternatives and viable solutions to problems)<br \/>\n&#8211;\tStategic perspective: seeing the \u00e2\u20ac\u017ebig picture\u00e2\u20ac\u0153 understanding the forces involved, sensing change and identifying opportunities<br \/>\n&#8211;\tResult oriented (develop and implements plans, focuses on achieving positive, contrete results, makes effektive decions)<br \/>\n&#8211;\tInformation fluency (define, access, manage, integrate, evaluate, create, communicate)<br \/>\n&#8211;\tReflection and self-evaluation (z.B. mit E-Portfolios)<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>4.\tInnovations and Implementations<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Dieser letzte Teil des Workshops stand ganz im Zeichen der Praxis: Diana Oblinger zeigt verschiedene Applikationen, die die Net-Generation in ihrem Lernprozess unterst\u00c3\u00bctzen k\u00c3\u00b6nnen.<br \/>\nZum einen durch Beispiele aus dem Internet, zum anderen aber durch eine ganz andere Invervention, n\u00c3\u00a4mlich der Schaffung von Lern-R\u00c3\u00a4umen.<br \/>\nDabei stellte sie eine Bandbreite von Optionen vor, das Lernen zu unterst\u00c3\u00bctzen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8211; visual: less reading, more visuals<br \/>\n&#8211; mixed delivery: mix online, face-to-face<br \/>\n&#8211; engagement: involvement similar to problem-solving<br \/>\n&#8211; real: capitalize on real world problems; information can be applied in real situations<br \/>\n&#8211; social: interaction with others<\/p><\/blockquote>\n<p>Es stellt sich f\u00c3\u00bcr mich die Frage, ob man diese Prozesse in formellen Settings wirklich umsetzen kann, \u00c3\u00a4hnlich wie mit dem Einsatz von Blogs, die Studierende wohl informell sehr nutzen, im formellen Setting aber ignoriert werden. Kann man Prozesse, die im Alltag eingesetzt werden, auch in formellen Lernsettings erzeugen?<\/p>\n<p>Oblinger schl\u00c3\u00a4gt vor, Technologie in der P\u00c3\u00a4dagogik einzusetzen, um folgende drei Prozesse zu unterst\u00c3\u00bctzen:<br \/>\n<em>1. Using technology to convenience learning: <\/em>Hier berichtet sie von einem interessanten Projekt. <a href=\"http:\/\/nsdl.org\/\" target=\"_blank\">The National Science Digital Library<\/a> (NSDL)  hat ein Learning Object Repository aufgebaut. Damit Studierende auch an die gut rechercheirten und wertvollen Wissensressourcen kommen, haben sie f\u00c3\u00bcr dieses Repository eine google Toolbar entwickelt, die man anbinden kann. So sucht man nicht nur bei google, sondern kann auch im Repository suchen. Wenn googeln der \u00c2\u00abnormale\u00c2\u00bb Weg der Informationssuche ist, kann man hier versuchen, glaubw\u00c3\u00bcrdige Informationen suchbar zu machen. Oblinger bezeichent dies als \u00c2\u00abgetting in the path of students\u00c2\u00bb. Ebenso z\u00c3\u00a4hlt zum Convenience auch der Aufbau von digitalen Archiven und Aggregation: <a href=\"http:\/\/nsdl.org\/\" target=\"_blank\">The National Science Digital Library<\/a> (NSDL) hat Learning Objects in einen Blog (<a href=\"http:\/\/expertvoices.nsdl.org\/\" target=\"_blank\">Expert Voices<\/a>) integriert,  der von Experten geschrieben werden und festgestellt, dass diese Kontextualisierung f\u00c3\u00bcr die Nutzung der Objects extrem wichtig ist.<br \/>\nAuch der Einsatz von Second Life f\u00c3\u00a4llt f\u00c3\u00bcr Oblinger unter den Aspekt des convenience learning, denn man erreiche in SL Menschen, die eh dort \u00c2\u00ababh\u00c3\u00a4ngen\u00c2\u00bb, auch zu anderen Zeiten. Dies w\u00c3\u00a4re einfach der Ort, an dem Studierende jetzt sind.<br \/>\nF\u00c3\u00bcr mich ist dies allerdings kein Argument, Second Life zu nutzen, wie ich hier schon einmal dargelegt habe. Auch Oblinger konnte mir die Frage nach dem Mehrwert ausser mit dem Hinweis auf die Verf\u00c3\u00bcgbarkeit von Studierenden nicht beantworten.<br \/>\n<em>2. Using technology to practice<\/em>: Mit Simulationen, Kognitiven Werkzeugen und virtuellen Experimenten kann man \u00c3\u00bcben und so seine F\u00c3\u00a4higkeiten verbessern. Dabei steht nicht nur das Fachwissen im Vordergrund, sondern auch z.B. Medienkompetenz.<br \/>\n<em>3. Using technology for authentic learning:<\/em> z.B. der Einatz von <a href=\"http:\/\/www.weblab.mit.edu\">iLab<\/a>, Virtuelle Betrachtungen von Astronomiebildern, usw.<br \/>\n<em>4. Using technology to participate<\/em>: Hierunter fallen das Anlegen eines Seminarwikis, in dem z.B. Definitionen gesammelt werden oder ein Tools, in dem Studierende ihre Fragen hinterlassen k\u00c3\u00b6nnen. Aber auch Rollenspiele wie Peacemaker (bei dem Studierende die Rollen unterschiedlicher Konfliktpartner \u00c3\u00bcbernehmen und so ein Perspektivenwechsel erm\u00c3\u00b6glicht wird) , Rollenspiele, usw.<\/p>\n<h3>Res\u00c3\u00bcmee:<\/h3>\n<p>Was nehme ich mit, neben dem ausf\u00c3\u00bchrlichen Material? Es ist \u00c3\u00a4usserst spannend, die aktuellen Ph\u00c3\u00a4nomene  in der Gesellschaft zu analysieren und in Verbindung mit Lehr-Lernprozessen zu betrachten. Vor allem einige Verhaltensweisen der Jugendlichen werden auch Auswirkungen auf die (Hochschul)bildung haben, z.B. \u00c2\u00abSearch online first: google, wikipedia, etc\u00c2\u00bb wird ein Problem sein, mit dem vor allem Universit\u00c3\u00a4ten betroffen sind. Eine F\u00c3\u00a4higkeit, die es immer noch zu vermitteln gilt, ist Medienkompetenz. Und damit meine ich nicht nur die Mediennutzung, sondern vor allem die Medienanalyse und Medienkritik. Diese F\u00c3\u00a4higkeiten werden in Zukunft viel wichtiger werden und sollten schon fr\u00c3\u00bch in der Ausbildung vermittelt werden.<\/p>\n<p>Interessant ist f\u00c3\u00bcr mich weiterhin, dass es einen Unterschied zwischen der Einsch\u00c3\u00a4tzung gibt, die von formellen und informellen Lernprozessen abh\u00c3\u00a4ngig ist. Im Alltag nutzen die Studierenden die oben genannten Tools schon, es ist aber die Frage, ob sie diese auch in formellen Lernsettings nutzen werden. Vor allem der Einsatz von Technologie im Unterricht wird oft von Jugendlichen anders angesehen, als erwartet. F\u00c3\u00bcr sie ist online lernen bzw. der Einsatz von Technologie in die Lehre ein nettes add-on, aber kein wichtiger Punkt. Oblinger erkl\u00c3\u00a4rt diese Tatsache so: Am wichtigsten ist und bleibt Face-to-Face Lernen. Ein Charakteristikum der Net Generation ist das Streben nach Abchl\u00c3\u00bcssen, und da sind neue Technologien keine Kernprozesse, die sie daf\u00c3\u00bcr ben\u00c3\u00b6tigen und daher werden sie eher als add-on gesehen. Denn warum sollten Studierende Medien nutzen und F\u00c3\u00a4higkeiten aufbauen, wenn diese nicht relevant f\u00c3\u00bcr das Abschneiden des Studiums sind, wenn eine Pr\u00c3\u00bcfung sehr traditionell ist und diese Kompetenzen gar nicht misst? Hier analysieren Studierende genau und passen sich dem Verhalten an, was in Pr\u00c3\u00bcfungen verlangt wird. Von daher ist es wichtig, nicht nur das Lernen, sondern auch das Assessment zu \u00c3\u00a4ndern. Hier liegt oft der missing link in der Ver\u00c3\u00a4nderung der Lernkultur. Was fehlt, ist authentic learning and assessment with complex problems.<br \/>\nAuch einige Thesen zur Ver\u00c3\u00a4nderung der Lernumgebung sind nicht wirklich brandneu: lebensnahe, authentische Lernsituationen mit komplexen Problemen werden schon lange gefordert. Allerdings sagte Oblinger etwas, das interessanterweise zu einem Podcast passte, den ich mal geh\u00c3\u00b6rt habe, n\u00c3\u00a4mlich zu der Frage, wieviel man den Lernenden abnehmen darf. Man muss sie viel \u00c3\u00b6fter mit Problemen konfrontieren, und diese auch l\u00c3\u00b6sen lassen. Hier werden wertvolle Kompetenzen aufgebaut.<\/p>\n<p>Es war ein sehr intensiver und spannender Workshop, und um f\u00c3\u00bcnf brummte mir geh\u00c3\u00b6rig der Sch\u00c3\u00a4del. Wie Dieter Euler so sch\u00c3\u00b6n bemerkte: die meisten Fragen sind offen geblieben und laden zum Weiterdenken ein. Und das tu ich bestimmt.<br \/>\nDie Frage, die n\u00c3\u00a4mlich offen bleibt, kann meiner Meinung nach gar nicht generell, sondern nur von jedem einzelnen beantwortet werden: \u00c2\u00abWhy do we use this material for which target group for what purpose?\u00c2\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern fand der Workshop \u00c2\u00abEducation the Net Generation: What is different? How to (re-)design Teaching an d Learning in Higher Education?\u00c2\u00bb mit Diana G. Oblinger am SCIL (Swiss Centre for Innovations in Learning) statt. Bekannt geworden ist Diana G. Oblinger zum einen als Vice President von Educause und ihrem Buch \u00c2\u00abEducating the Net Generation\u00c2\u00bb . 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