{"id":438,"date":"2007-04-17T09:29:05","date_gmt":"2007-04-17T07:29:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/657"},"modified":"2007-04-17T09:29:05","modified_gmt":"2007-04-17T07:29:05","slug":"3-edumedia-tagung-in-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/3-edumedia-tagung-in-salzburg\/","title":{"rendered":"3. EduMedia Tagung in Salzburg"},"content":{"rendered":"<p>Gestern angekommen im strahlenden Salzburg habe ich mich direkt dem Thema \u00c2\u00abE-Portfolio\u00c2\u00bb gewidmet. Im Workshop \u00c2\u00abInteraktives E-Portfolio ExpertInnen-Forum: Ger\u00c3\u00bcstet f\u00c3\u00bcr qualit\u00c3\u00a4tsvolle E-Portfolioarbeit als offene\/s Bildungsmethode\/-werkzeug?\u00c2\u00bb geht es (leider bisher wenig interaktiv) um verschiedene Aspekte von Portfolio.<\/p>\n<p>Doris Carstensen versucht, die Parallelen der &#8222;Meta&#8220;-Iniative des EQF (European Quality Framework) und E-Portfolio aufzuzeigen. Beiden geht es um die Darstellung von Learning Outcomes, wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen. Erforderlich ist hier vor allem \u00c3\u0153bersetzungsarbeit.<\/p>\n<p>Thomas H\u00c3\u00a4cker von der PH Luzern spricht \u00c3\u00bcber seine Erfahrungen von Portfolioarbeit. Portfolios f\u00c3\u00bchren von der Leistungs<em>feststellung<\/em> zur Leistungs<em>darstellung<\/em>. In Portfolios steht die Kompetenz- statt der Defizitorientierung im Vordergrund, wichtig wird die Partizipation aller am Prozess der Leistungsdarstellung. Ein Portfolio st\u00c3\u00bctzt sich so auf drei Prozesse: Partizipation, Kommunikation und Transparenz.<\/p>\n<p>Ein neues Thema, das bisher im (E)-Portfolio Bereich eher marginal behandelt wurde, behandelte<br \/>\nVeronika Hornung-Pr\u00c3\u00a4haus: \u00c2\u00abQualit\u00c3\u00a4t im E-Porfolio\u00c2\u00bb<br \/>\nDer digitaler E-Portfolio Prozess braucht andere Qualit\u00c3\u00a4tsanforderungen als papierbasierte Portfolios. Hier f\u00c3\u00bchle ich mich zur\u00c3\u00bcckversetzt an die vor Jahren aufkommenden Qualit\u00c3\u00a4tsdebatten im E-Learning Bereich. Nach einem Hype kommt allm\u00c3\u00a4hlich die Frage nach der Qualit\u00c3\u00a4t.<br \/>\nImmer wichtiger wird dabei die Qualit\u00c3\u00a4t der E-Portfolios, die man nicht einfach unidirektional &#8222;herstellen&#8220; kann.<\/p>\n<p>Ein wichtiges (und bisher wenig beachtetes Thema) schnitt Nikolaus Forgo an. Ihm ging es vor allem um Grundrechte, denn Dokumente im Internet sind urheberrechtlich gesch\u00c3\u00bctzt &#8211; das gilt auch f\u00c3\u00bcr E-Portfolios. Hier verarbeitet man vor allem personenbezogene Daten, und die sind ein Grundrecht eines jeden eigenen. Und dies ist ein ganz heikles Thema.<br \/>\nWas ist z.B., wenn in einem Aufsatz, der in einem E-Portfolio ver\u00c3\u00b6ffentlicht wird, sensible Daten stehen (z.B. polititsche Weltanschauung oder \u00c3\u00a4hnliches).<br \/>\nHierf\u00c3\u00bcr braucht man eine Einwilligung vom Sch\u00c3\u00bcler oder Studierenden!  Man haftet pers\u00c3\u00b6nlich (und nicht die Universit\u00c3\u00a4t), entweder als Hafter oder als jemand, der dies ausdr\u00c3\u00bccklich nicht verhindert hat. Dies gilt f\u00c3\u00bcr Urheberrechte, Verletzung der Grundrechte, usw.<\/p>\n<p>Wolf Hilzensauer gibt einen Blick auf die Software. Der heilige Gral der E-Portfolio ist: keine Erstellung von Datensilos. Wolf Hilzensauer beschreibt die Anforderungen an E-Porfolio anhand drei Phasen<br \/>\n1. Studieneingangsphase -&gt; Sammeln und Pr\u00c3\u00a4sentieren von Arbeiten in der Eingangsphase<br \/>\n2. Freies wissenschaftliches Arbeiten (Diplom- &amp; Seminararbeiten, &#8230;) -&gt;  systematische Sammlung und Archivierung von Dokumenten<br \/>\n3. Studienausgangsphase<br \/>\n-&gt; Darstellung von Kompetenzen<br \/>\nGeorge Siemens hat verschiedene <a href=\"http:\/\/www.elearnspace.org\/Articles\/eportfolios.htm\" target=\"_blank\">Level von E-Portfolio-Systemen<\/a> unterschieden: Von Level 1: Social Software (Blogs, Wikis usw.) bis hin zu Level 5 (universit\u00c3\u00a4ts\u00c3\u00bcbergreifende HR-Systeme), diese Ebenen unterscheiden sich auch hinsichtlich des Fokuses von Unterst\u00c3\u00bctzung:  von der Unterst\u00c3\u00bctzung der Lernenden bis hin zur Unterst\u00c3\u00bctzung der Organisation. Die Frage ist, wo man mit dem Einsatz eines E-Porfolios hinm\u00c3\u00b6chte.<\/p>\n<p>Nun zum (leider einzigen) interaktiven Teil, zur<strong> Podiumsdiskussion<\/strong>: Verantwortungskontexte: Wird ein Portfolio zur Beurteilung und Verwaltung von Leistung oder zum eigenen Lernen eingesetzt.<br \/>\nAus dem Publikum kam der Hinweis, dass alle bisherigen Beitr\u00c3\u00a4ge aus Institutionen heraus gestaltet wurden, so dass der Bereich des Offenen Lernens gar nicht angesprochen wurde.<br \/>\nEine \u00c3\u201enderung der Lernkultur ist nicht durch den Einsatz einer Software machbar, sondern es ist harte Arbeit, den Paradigmenwechsel auch zu leben (z.B. weg von einer Benotung). Ein einfacher Einsatz einer neuen Methode macht noch keine \u00c3\u201enderung der Lernkultur. Viele Leute f\u00c3\u00bchren (E)-Porfolios ein, ohne sich den Ver\u00c3\u00a4nderungen wirklich bewusst zu sein und scheitern dann daran (nicht nur die Lehrenden, sondern auch die Lernenden, die den Mehrwert nicht wirklich erkennen). Es geht nicht so sehr um den Einsatz einer neuen Methode oder Technologie, sondern um dialogische Didaktik, gehaltvolle Leistungsr\u00c3\u00bcckmeldung, partizipative Prozesse, usw. (H\u00c3\u00a4cker). Hier kommt es immer wieder zur Glaubw\u00c3\u00bcrdigkeitsfrage der Institution: wie partizipativ ist man denn eigentlich? Wie f\u00c3\u00b6rdere ich die Kompetenzen auf Seiten der Studierenden, usw.Oder schreibt man es sich das nur auf die Fahnen, um auf dem Mainstream neuer Technologien und Tools mitzuschwimmen?<\/p>\n<p>\u00c3\u0153brigens: es gibt mehrere Podcasts der Tagung (auch mich hat es mal auf der anderen Seite, n\u00c3\u00a4mlich der Interviewten erwischt). Sobald ich mehr weiss, kommt der Link \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern angekommen im strahlenden Salzburg habe ich mich direkt dem Thema \u00c2\u00abE-Portfolio\u00c2\u00bb gewidmet. Im Workshop \u00c2\u00abInteraktives E-Portfolio ExpertInnen-Forum: Ger\u00c3\u00bcstet f\u00c3\u00bcr qualit\u00c3\u00a4tsvolle E-Portfolioarbeit als offene\/s Bildungsmethode\/-werkzeug?\u00c2\u00bb geht es (leider bisher wenig interaktiv) um verschiedene Aspekte von Portfolio. Doris Carstensen versucht, die Parallelen der &#8222;Meta&#8220;-Iniative des EQF (European Quality Framework) und E-Portfolio aufzuzeigen. 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