{"id":439,"date":"2007-04-17T09:29:18","date_gmt":"2007-04-17T07:29:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/658"},"modified":"2007-04-17T09:29:18","modified_gmt":"2007-04-17T07:29:18","slug":"podiumsdiskussion-anlsslich-der-edumedia-tagung-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/podiumsdiskussion-anlsslich-der-edumedia-tagung-2007\/","title":{"rendered":"Stichworte zur Podiumsdiskussion der EduMedia Tagung 2007"},"content":{"rendered":"<p>Die provokative Frage lautet: \u00c2\u00abWarum soll eine Gesellschaft eigentlich Wissen teilen?\u00c2\u00bb<\/p>\n<p>Ingo Frost sprach zu Engagement ohne Grenzen in virtuellen Gemeinschaften &#8211; gezeigt am Internetlexikon Wikipedia.<\/p>\n<p>Mit dem Enstehen von NGO&#8217;s kam es zu einer Evolution auf Basis von zwei Dimensionen: thematische und organisatorische Evolution.<br \/>\nDiese neue Gesellschaft bezeichnet Frost als \u00c2\u00abWikiCiety\u00c2\u00bb (Wiki + Society): Menschen mit \u00c3\u00a4hnlichem Interesse arbeiten an einer Sache. Dieser Prozess ist im Gegensatz zu gleichen Prozessen in der Zivilgesellschaft im Internet eher neu. Besondere Kennzeichen sind hierbei die Motivation (das klassischem zivilgesellschaftlichem Engagement) verbunden mit der Idee der Generativit\u00c3\u00a4t: Menschen m\u00c3\u00b6chten etwas an die n\u00c3\u00a4chste Generation weitergeben. Die Idee des sozialen Vertrauens ist eine wichtige Voraussetzung f\u00c3\u00bcr Engagement, auch in Online-Prozessen.<br \/>\nFragen und kritische Aspekte zur Diskussion:<br \/>\n&#8211; Was kommt nach Wikipedia?<br \/>\n&#8211; Warum gibt es wenig Frauen? Frauenanteil ist bei Open Source und bei Wikipedia eher gering.<\/p>\n<p>&#8211; Wie steht es mit dem pers\u00c3\u00b6nlicher Kontakt?<br \/>\n&#8211; Wie steht es mit der Qualit\u00c3\u00a4t? Wie kann Qualit\u00c3\u00a4tssicherung erreicht werden?<\/p>\n<p>Auf dem Podium sitzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wolfgang Schmitt (Landesmusikschule V\u00c3\u00b6lz): Projekt \u00c2\u00abMozart for all\u00c2\u00bb<\/li>\n<li>Hermann Fr\u00c3\u00b6schl (Salzburger Nachrichten): Einrichtung eines Salzburg Wikis: Idee der Wikipedia auf eine regionale Ebene herunterzubrechen<\/li>\n<li>Rubina Vock (FU Berlin, Center f\u00c3\u00bcr Digitale Systeme): Informationsplattform zu Open Access mit rollenspezifischen Zug\u00c3\u00a4nge und fachspezifischen Zug\u00c3\u00a4ngen mit Expertenforum (= moderierte Mailingliste) zum Erfahrungsaustausch -&gt; Start am 2. Mai<\/li>\n<li>Matthias Schindler (Wikipedia Deutschland): Qualit\u00c3\u00a4t ist nicht quantifizierbar, Daten basieren nur auf Stichproben und pers\u00c3\u00b6nl. Berichten.<\/li>\n<li>Wolfgang Hofkirchner (ict und s): Wozu das Ganze? Es hat gewisse Beschr\u00c3\u00a4nkungen: Eine Kooperation findet im Internet und f\u00c3\u00bcr beschr\u00c3\u00a4nkte Zwecke statt, nicht in der realen Welt. Es geht um die Wiederanbindung der virtuellen Welt an die &#8222;N\u00c3\u00b6te&#8220; der wirklichen Welt.<\/li>\n<li>Siegfried Reich (Leiter Salzburg Research): Konsument \u00c3\u00a4ndert seine Rolle (Design von Schulen, Planung von Urlaub, Bewertung bei amazon). Wie kann man das nutzen, um auch an realen Problemen zu arbeiten? Andere Seite: unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Kulturen als Diskurs der Gesellschaft. Andere Meinungen sind besser abbildbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>These aus dem Publikum: Hierarchische und straffe Organisation in Wikipedia k\u00c3\u00b6nnen als Hinweis auf das funktionieren von Open Content Projekten gesehen werden. Eine sehr kleine Anzahl von Personen schafft einen riesigen Content. Zum Teil liegt es begr\u00c3\u00bcndet, dass in den USA viele Beitr\u00c3\u00a4ge automatisch erstellt wurden (mit statistischen Daten).<br \/>\nGibt es irgendwann den Crash mit den grossen kommerziellen Institutionen? Wie k\u00c3\u00b6nnen freie Bildungsinhalte auch kommerziell genutzt werden?<br \/>\nKann es zu Machtmissbrauch durch Open Content Initiativen kommen: Bsp: MIT mit der Open Coursware  hat grosse Auswirkung auf Lehrbuchmittel der USA.<br \/>\nMatthias Schindler von der Wikipedia Deutschland spricht sich daf\u00c3\u00bcr aus, dass universit\u00c3\u00a4re Arbeit nicht wikipedia einbinden sollte, wissenschaftliche Arbeit funktioniert anders.<br \/>\nEIn interessanter Hinweis aus dem Publikum: Bisher teilen wir in der Wikipedia eher Beitr\u00c3\u00a4ge als Wissen. Das bringt uns zu einer neuen Frage: Was ist Wissen? EIn interessanter Hinweis kommt von Frau Vock: Wissen entsteht \u00c3\u00bcber Diskussionen und dieses kann geschehen, indem z.B. Open Peer Review umgesetzt wird.<br \/>\nWissen ist F\u00c3\u00a4higkeit zum Handeln und die Frage ist, wie man durch Open Access oder Open Content zum Handeln kommt. Zu untescheiden ist zwischen Wissensressourcen und Wissen, zwischen Produkten und Produktionsmittel. Hier m\u00c3\u00bcssen Universit\u00c3\u00a4ten weiter aufholen.<\/p>\n<p>Ein weitere Hinweis: Eine Artikelentstehung kann manchmal interessanter sein (im Sinne eines Luhmann&#8217;schen Zettelkastens) als der Artikel selber.<br \/>\nWas macht einen geringen Frauenanteil aus? Schulterzucken auf allen Seiten.<br \/>\nEin Hinweis kam aus dem Publikum: EU bezahlt Forschung dreimal: in der Forschung, in der Publikation und im Kauf der Universit\u00c3\u00a4tsbibliotheken.<\/p>\n<p>Drehpunkt weg vom lexikalischen Wissen hin zur Frage: Was ist Bildung? Gibt es nicht einen Gap zwischen Weltwissen, Standardisierung von Wissen vs. P\u00c3\u00a4dagogik der Inividualisierung, Situierung, usw.<\/p>\n<p>Was bleibt: Wissen als Anregung zum Handeln, werden wir diesen Sprung aus der Virtualit\u00c3\u00a4t in den realen Raum schaffen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die provokative Frage lautet: \u00c2\u00abWarum soll eine Gesellschaft eigentlich Wissen teilen?\u00c2\u00bb Ingo Frost sprach zu Engagement ohne Grenzen in virtuellen Gemeinschaften &#8211; gezeigt am Internetlexikon Wikipedia. Mit dem Enstehen von NGO&#8217;s kam es zu einer Evolution auf Basis von zwei Dimensionen: thematische und organisatorische Evolution. 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