{"id":4461,"date":"2021-05-14T12:35:43","date_gmt":"2021-05-14T12:35:43","guid":{"rendered":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=4461"},"modified":"2021-05-14T12:36:39","modified_gmt":"2021-05-14T12:36:39","slug":"die-nationale-bildungsplattform-ein-kommentar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/die-nationale-bildungsplattform-ein-kommentar\/","title":{"rendered":"Die Nationale Bildungsplattform: Ein Kommentar"},"content":{"rendered":"<p>Im Folgenden m\u00f6chte ich auf das Entwicklungsvorhaben einer \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c eingehen. Im ersten Teil werden ich den <a href=\"#Sachstand\"><strong>Sachstand<\/strong><\/a> erl\u00e4utern und das Vorhaben einordnen, im zweiten Teil eine <a href=\"#Bewertung\"><strong>Bewertung<\/strong><\/a> unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Perspektive der <em>Weiterbildung\u00a0<\/em>vornehmen und im dritten Teil ein vorl\u00e4ufiges <a href=\"#Fazit\"><strong>Fazit<\/strong><\/a> ziehen.<!--more--><\/p>\n<h2 id=\"Sachstand\">Sachstand<\/h2>\n<p>Ende April gab Bundesbildungsministerin Anja Karliczek den Startschuss f\u00fcr den Aufbau einer \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c, verbunden mit einer Ausschreibung im Umfang von <strong>150 Millionen Euro<\/strong> f\u00fcr die Entwicklung von Prototypen, Curricula und didaktischen Konzepten <a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Das Vorhaben ist Teil eines umfassenden Ma\u00dfnahmenb\u00fcndels der Initiative \u201eDigitale Bildung\u201c, in der neben der nationalen Bildungsplattform als Kristallisationspunk des \u201edigitalen Bildungsraums\u201c vier weitere Handlungsfelder definiert wurden:<\/p>\n<ul>\n<li>die Ausstattung von Lernorten,<\/li>\n<li>die Kompetenzen von Lehrenden,<\/li>\n<li>zeitgem\u00e4\u00dfe Inhalte, Methoden und Werkzeuge sowie<\/li>\n<li>ein Forschungsschwerpunkt im \u201eRahmenprogramm empirische Bildungsforschung\u201c mit dem u.a. \u201edie Wirkung von Digitalisierungsprozessen sowie die Entwicklung und Erprobung von Konzepten zur Gestaltung der Ver\u00e4nderungsprozesse im Bildungssystem untersucht werden [soll]\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Entwicklung einer \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c erinnert an den Vorschlag des \u201eArbeitskreis Zukunft der Arbeit\u201c in der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion aus dem Jahr 2019, welches unter dem Akronym \u201eMILLA\u201c (Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen f\u00fcr Alle) ein \u201eNetflix f\u00fcr die Weiterbildung\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> etablieren wollte \u2013 was von Seiten der Gewerkschaft als auch aus von Verb\u00e4nden der Weiterbildung auch wegen des wenig partizipativen Vorgehens kritisch begleitet wurde<a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>. Auch die Wissenschaft nahm dazu eher kritisch Stellung.<a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich \u201eMILLA\u201c als Plattform f\u00fcr die (berufliche) Weiterbildung verstand, ist die \u201eNationale Weiterbildungsplattform\u201c breiter konzipiert. Ziel ist es, den Zugang zu Bildungsangeboten f\u00fcr Menschen jeden Alters zu digital gest\u00fctzten Bildungsangeboten zu verbessern und dabei u.a.<a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li>eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Breite digital gest\u00fctzte Bildungsinhalte auf einfache Weise zug\u00e4nglich machen,<\/li>\n<li>individuelle Lernpfade \u00fcber Bildungseinrichtungen hinweg bereitzustellen,<\/li>\n<li>den breiten Zugang zu digitalen Werkzeugen zu erm\u00f6glichen,<\/li>\n<li>die M\u00f6glichkeit zu bieten, Bildungszertifikate verschl\u00fcsselt abzulegen,<\/li>\n<li>ein einheitliches Identit\u00e4tsmanagement f\u00fcr Lehrende und Lernende anzubieten sowie<\/li>\n<li>Digitalkompetenzen zu f\u00f6rdern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die so zu entwickelnde \u201eMeta-Plattform\u201c soll dabei bestehende Bildungsplattformen zu einem bundesweiten und europ\u00e4isch anschlussf\u00e4higen Plattform-System verbinden und stellt damit keine Lernplattform im engeren Sinne dar, sondern ein \u00d6kosystem mit gemeinsamen Standards und offenen Schnittstellen. Diese Zielsetzung ist in engem Zusammenhang \u00a0mit dem \u201eDigital Education Action Plan\u201c (2021-2027) der europ\u00e4ischen Kommission zu sehen, welche neben der F\u00f6rderung digitaler Bildung auch die F\u00f6rderung der Entwicklung eines hochleistungsf\u00e4higen \u201edigital educational ecosystem\u201c vorsieht.<a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Durch die \u201eNationale Bildungsplattform\u201c soll ein m\u00f6glichst breites Bildungsangebot \u00fcber einen einheitlichen und niedrigschwelligen Zugang erreichbar und bildungsbereichs\u00fcbergreifende individualisierte Lernpfade angeboten werden. Dabei wird in dem Vorhaben auch ein besonderes Potenzial f\u00fcr Inklusion und Teilhabe gesehen. Zugleich wird betont, dass ein spezielles Augenmerk auf Datensouver\u00e4nit\u00e4t und Datenschutz gelegt werden soll.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Finanzierung des Bereiches \u201eDigitaler Bildungsraum &#8211; Nationalen Bildungsplattform\u201c sind <strong>630 Millionen Euro<\/strong> aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP)<a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> vorgesehen. Zu dem Vorhaben gab es 26.04.2021 nun die eingangs erw\u00e4hnte Ausschreibung des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) zur \u201eF\u00f6rderung von Prototypen f\u00fcr eine Bildungssektor\u00fcbergreifende [sic!], transdisziplin\u00e4re Meta-Plattform f\u00fcr kollaborativen, kompetenten und digital gest\u00fctzten Zugang zu innovativen Lehr-\/Lernformaten und unterst\u00fctzenden Lerntechnologien\u201c <a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Als Einzelziele zur Entwicklung eines \u201elernpfadzentrierten \u00d6kosystems\u201c werden dabei genannt:<\/p>\n<ol>\n<li>(Weiter-)Entwicklung und Etablierung moderner lernpfadorientierter Lehr-\/Lernangebote im Rahmen institutionen-, methoden- und technologie\u00fcbergreifend verschr\u00e4nkter Curricula,<\/li>\n<li>Aufbau von Methodenwissen und digitalen Kompetenzen auf Seiten Lehrender durch die Entwicklung digitaler Lehr-\/Lernszenarien,<\/li>\n<li>Zugang zu und Integration der unabh\u00e4ngig in Ziel 1 und 2 definierten modularen und innovativen Lehr-\/Lernangebote \u00fcber initiale, wettbewerblich erstellte Prototypen f\u00fcr eine f\u00f6derierte Serviceinfrastruktur.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zus\u00e4tzlich sollen die im Rahmen des BMBF-Innovationswettbewerb INVITE <a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> f\u00fcr die berufliche Weiterbildung laufenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben als Impulsgeber f\u00fcr die p\u00e4dagogischen und technischen Entwicklungen dienen, welche mit weiteren <strong>35 Millionen Euro<\/strong> gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<h2 id=\"Bewertung\">Bewertung<\/h2>\n<p>Aufgrund dieser umfangreichen Zielsetzung wird das Vorhaben \u2013 auch von den Initiatoren selbst \u2013 als sehr anspruchsvoll betrachtet, zumal eine erste Beta-Version schon in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2023 freigeschalten werden soll. Diese Zielsetzung erfordert, dass innerhalb k\u00fcrzester Zeit bildungsbereichs\u00fcbergreifende Standards definiert werden, welche die Beschreibung von Lerninhalten und deren Verbindung zu Lernpfaden erm\u00f6glicht. Zugleich soll technisch eine Plattform entstehen, welche den gewohnheitsm\u00e4\u00dfigen Anforderungen an Usability und Performance entspricht \u2013 und das nicht nur f\u00fcr eine eingegrenzte Zielgruppe, sondern f\u00fcr <strong><em>alle<\/em><\/strong> Bildungsbereiche und damit nicht nur alle Altersgruppen, sondern auch f\u00fcr Personen mit unterschiedlichstem Kompetenzen und Anforderungen an die Gestaltung digitaler Lernumgebungen. Es stellt sich also die Frage, warum hier ein so immenser Betrag f\u00fcr ein so ambitioniertes, aber auch risikoreiches Vorhaben ausgegeben wird.<\/p>\n<p>Einige einfache Antworten auf diese Frage w\u00e4ren u.a., dass &#8230;<\/p>\n<ol>\n<li>&#8230; zun\u00e4chst einmal jede <strong>Investition in Bildung<\/strong> und insbesondere solche, welche die Herausforderungen des Lehrens und Lernens unter den Bedingungen der Digitalit\u00e4t adressiert, zu begr\u00fc\u00dfen ist,<\/li>\n<li>&#8230; eine nationale Bildungsplattform, welche den Anforderungen von Datenschutz und Datensouver\u00e4nit\u00e4t entspricht, auch einen pr\u00e4ventiven <strong>Schutz des Bildungsbereichs<\/strong> vor der Einflussnahme privatwirtschaftlicher Akteure bis hin zur Etablierung von propriet\u00e4ren Plattformen darstellen k\u00f6nnte,<\/li>\n<li>&#8230; \u00fcber technologische L\u00f6sungen die Verschr\u00e4nkung und <strong>Durchl\u00e4ssigkeit des Bildungsbereichs<\/strong> auf nationaler und internationaler Ebene erh\u00f6ht wird und damit auch die <strong>Transparenz<\/strong> der Angebote im Bildungsbereich verbessert werden kann,<\/li>\n<li>&#8230; durch niedrigschwellige Zug\u00e4nge die <strong>Teilhabe<\/strong> an Bildungsangeboten erh\u00f6ht wird,<\/li>\n<li>&#8230; durch adaptive Systeme und Lernpfade <strong>individuelle Angebote<\/strong> f\u00fcr heterogene Bedarfe bereitstehen,<\/li>\n<li>&#8230; mit einer nationalen Bildungsplattform auch die Anschlussf\u00e4higkeit an die Idee einer <strong>europ\u00e4ischen Bildungsplattform<\/strong> gegeben w\u00e4re.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es spricht also einiges f\u00fcr dieses Vorhaben &#8211; und die zur Verf\u00fcgung stehende Summe ist daf\u00fcr sicherlich nicht zu hoch angesetzt. Dennoch stellen sich einige auch ganz grundlegende Fragen:<\/p>\n<p><strong>DIE IDEE<\/strong><\/p>\n<p>Zwar k\u00f6nnen eine Reihe von Vorteile benannt werden, welche mit Hilfe einer Plattform angegangen werden, dennoch stellt sich die Frage, ob mit der \u201eNationale Bildungsplattform\u201c die Vielzahl an Herausforderungen, die in den einzelnen Bildungsbereichen existieren gel\u00f6st werden k\u00f6nnen, oder ob mit dieser Megal\u00f6sung nicht die Vielzahl an unterschiedlichen Herausforderungen der Digitalisierung \u00fcberdeckt und ignoriert werden. Konkret w\u00e4re zu fragen, welche L\u00f6sungen f\u00fcr die spezifischen Probleme einzelner Bildungsbereich \u00fcber die Plattform abgebildet werden sollen und k\u00f6nnen. Eine schl\u00fcssige Ableitung von bestehenden Herausforderungen ist in den Darstellungen nicht erkennbar, vielmehr sieht es danach aus, dass von einer L\u00f6sungsidee ausgehend m\u00f6gliche Beitr\u00e4ge f\u00fcr bestehende Herausforderungen argumentiert werden.<\/p>\n<p><i><strong>F\u00fcr die Weiterbildung<\/strong> stellt die Digitalisierung ohne Frage eine gro\u00dfe Herausforderung dar. Dabei sind die Probleme so unterschiedlich, dass \u00fcbergreifende, einheitliche Strukturen f\u00fcr die Verkn\u00fcpfung und Bereitstellung digitaler Inhalte kaum zielf\u00fchrend sein werden. Vielmehr liegt es an der strukturellen Unterfinanzierung \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Weiterbildung, dass das Potenzial f\u00fcr innovative Bildungsangebote nicht ausgesch\u00f6pft wird. Digitale Angebote k\u00f6nnen in diesem Rahmen zwar unterst\u00fctzen, um z.B. neue Zielgruppen zu erreichen, schlie\u00dfen gleichzeitig aber auch andere Zielgruppen aus. Heterogene Zielgruppen und Anforderungen bed\u00fcrfen heterogener L\u00f6sungen in der Verbindung von Pr\u00e4senzlernen und Online-Angeboten. Es stellt sich daher die Frage, ob die immensen Summen, welche in die \u201eNationale Bildungsplattform\u201c investiert werden, nicht durch ungebundene, offenere F\u00f6rderung individueller L\u00f6sungsans\u00e4tze (und auch f\u00fcr den Schutz von Pr\u00e4senzangeboten f\u00fcr &#8222;Offliner&#8220;) sinnvoller auszugeben w\u00e4ren. Ein zweites Mal stehen die Mittel sicherlich nicht zur Verf\u00fcgung.<\/i><\/p>\n<p><strong>DER ANSATZ<\/strong><\/p>\n<p>Das jetzige Vorhaben ist von einer un\u00fcberschaubaren Komplexit\u00e4t gepr\u00e4gt \u2013\u00a0nicht nur technisch, sondern vor allem auch p\u00e4dagogisch. Schon f\u00fcr einzelne Teilbereiche des Bildungssystems w\u00e4re es sehr ambitioniert, die vorhandenen Systeme technisch, als auch die unterschiedlichsten Inhalte (sofern rechtlich nutzbar) und Angebote didaktisch sinnvoll zu verbinden. Ein Top-down-Ansatz m\u00fcsste viele Bedarfe ignorieren und w\u00fcrde die Akzeptanz eines Angebots gef\u00e4hrden &#8211;\u00a0 es sei denn, es gibt andere Anreize, welche eine Anpassung der individuellen L\u00f6sungen ausreichend attraktiv macht (z.B. \u00fcber eine staatliche Anerkennung oder F\u00f6rderung). Ein partizipativer Prozess birgt hingegen die Herausforderung, dass er sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und in Hinblick auf die Breite des gesamten Bildungsbereichs aufgrund der Komplexit\u00e4t wohl auch nur begrenzt umsetzbar ist.<\/p>\n<p><em><strong>F\u00fcr die Weiterbildung<\/strong> gibt es neben der VHS-Cloud kaum L\u00f6sungen, welche in breiteren Umfang bereits etabliert sind. Dar\u00fcber hinaus sind die verbandlichen Strukturen nur schwach ausgepr\u00e4gt, was zur Folge h\u00e4tte, dass eine gro\u00dfe Heterogenit\u00e4t von technischen L\u00f6sungen integriert werden m\u00fcsste. Dar\u00fcber hinaus stellt sich die Frage, welchen &#8222;Mehrwert&#8220; eine Meta-Plattform f\u00fcr private Anbieter, insbesondere aus dem gro\u00dfen Bereich beruflich-betrieblichen Weiterbildung bieten soll, da hier vor allem die Kompatibilit\u00e4t der Inhalte mit den Plattformen der Unternehmen sowie spezifische, \u201ecustomized\u201c Angebote von Bedeutung sein d\u00fcrften.<\/em><\/p>\n<p><i>Eine Meta-Plattform h\u00e4tte wahrscheinlich zur Folge, dass vor allem gr\u00f6\u00dfere Anbieter mit Spezialisierung im E-Learning dem Markt dominieren k\u00f6nnten, w\u00e4hrend kleinere Anbieter sich nur in Nischen etablieren k\u00f6nnen. Wird der Markt durch einen zentralen Zugang gepr\u00e4gt, k\u00f6nnten damit auch (neue) Machtstrukturen und Ungleichheiten produziert werden. Dabei w\u00e4re insgesamt zu erwarten, dass zwar die Transparenz der Angebote zunehmen, ihre Heterogenit\u00e4t aber abnehmen k\u00f6nnte. <\/i><\/p>\n<p><strong>DAS VORGEHEN<\/strong><\/p>\n<p>Dass ein so gro\u00dfes Vorhaben mit auf der einen Seite so umfangreichen und vielschichtigen Zielen und auf der anderen Seite einer so wenig konkreten Planung angegangen wird, l\u00e4sst sich aus zwei Perspektiven bewerten: So kann es als zielf\u00fchrend angesehen werden, ein solches Projekt nur \u201eagil\u201c zu realisieren ist, d.h. das Ergebnis sich dynamisch im Austausch mit den Akteuren (Lernende, Arbeitgeber:innen, Arbeitnehmer:innen, Wissenschaftler:innen etc.) \u00a0entwickelt. Andererseits ist eine Investition in diesem Rahmen <em>ohne<\/em> klare Leitplanken und konkreten Zielvorgaben f\u00fcr die technische als auch konzeptionelle Entwicklung \u00e4u\u00dferst risikoreich. Hier stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll gewesen w\u00e4re, zum einen die Zielvorstellungen in Absprache mit den Akteuren aus den einzelnen Bildungsbereichen zu konkretisieren und eine Absch\u00e4tzung von Machbarkeit und Kosten vorzunehmen sowie Priorisierungen bzw. Schwerpunktsetzungen f\u00fcr einzelne Bildungsbereich vorzunehmen. Zudem stellt sich die Frage, welche dauerhaften L\u00f6sungen es f\u00fcr die Finanzierung einer solchen Plattform gibt.<\/p>\n<p><em><strong>F\u00fcr die Weiterbildung<\/strong> hat schon das \u201eMILLA\u201c-Vorhaben gezeigt, dass die Realisierung umfassender technischer L\u00f6sungen ohne breite Einbindung der Beteiligten schon in der Planungsphase zum Scheitern verurteilt ist. Warum sollte das f\u00fcr eine \u201eNationale Bildungsplattform\u201c anders sein? Die Heterogenit\u00e4t der Weiterbildung l\u00e4sst zudem erwarten, dass es schwer sein wird, sich auf einheitliche Ziele zu verst\u00e4ndigen. Einen interessanten Ansatz stellen in diesem Zusammenhang Weiterbildungsverb\u00fcnde dar, wie sie z.B. vom Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Sozialen gef\u00f6rdert werden <a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><strong>[11]<\/strong><\/a>, in denen f\u00fcr Teilbereiche der Weiterbildung mit \u00e4hnlichen Zielgruppen oder Inhalten gemeinsame L\u00f6sungen gefunden werden. Vielleicht liegt darin schon ein Schl\u00fcssel f\u00fcr die Schaffung von digitalen Infrastrukturen \u2013\u00a0zumindest f\u00fcr den Bereich der betrieblichen Weiterbildung. Wobei sich die Frage stellt, ob hier die notwendigen Verschr\u00e4nkungen zwischen Aus- und Weiterbildung (im Sinne eines lebenslangen Lernens und dann auch der Lernortkooperation) schon ausreichend mitgedacht<\/em> <em>sind. Hier deutet sich schon an, wie komplex die Materie ist.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>DIE L\u00d6SUNG<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt wird der Eindruck erweckt, dass mit der \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c grundlegende Probleme und Herausforderungen des Bildungssystems <em>technisch<\/em> gel\u00f6st werden sollen. M\u00f6glicherweise bietet die Digitalisierung das Potenzial, f\u00fcr vielf\u00e4ltige aktuelle Herausforderungen in Bildungseinrichtungen auch eine Verbesserung zu erreichen. Die Frage aber ist, ob die L\u00f6sungen nicht ganzheitlicher als nur \u00fcber <strong><em>eine!\u00a0<\/em><\/strong>technische Plattform angegangen werden m\u00fcssen. Wieder mal scheint es der Fall zu sein, dass die Herausforderungen des Bildungssystems eher mit technischem denn mit p\u00e4dagogischem Sachverstand zu l\u00f6sen versucht werden. An dieser Entwicklung ist die P\u00e4dagogik auch nicht unschuldig, haben doch weite Teile \u00fcber Jahrzehnte die Herausforderungen der Digitalisierung kaum erkannt, sie ignoriert oder sind bei der Diskussion \u00fcber die Chancen und Risiken stehen geblieben, ohne zu gestalten und Ideen f\u00fcr die Entwicklung des Bildungsbereichs in einer digitalisierten Gesellschaft zu entwickeln \u2013\u00a0und wenn, dann waren es auch meist technische L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Die Hoffnungen und Versprechungen, welche mit der \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c verbunden werden, zeigen, dass hier keine grunds\u00e4tzliche Erkenntnis hinzugekommen ist. Weiterhin wird politisch vor allem die Entwicklung von innovativen Plattformen, Anwendungen oder darauf basierenden didaktischen Konzepte gef\u00f6rdert, oder versucht den \u201eMehrwert\u201c technologischer Innovationen f\u00fcr den Bildungsbereich zu kl\u00e4ren, statt von den p\u00e4dagogischen Herausforderungen ausgehend L\u00f6sungen zu entwickeln. Die Technologien, von welchen sich eine verbesserte Transparenz, Individualisierung, Durchl\u00e4ssigkeit und Teilhabe versprochen wird, werden nicht ohne entsprechende Rahmenbedingungen zum Erfolg f\u00fchren und gleichzeitig neue Probleme und Risiken erzeugen. Diese Erkenntnis sollte Grundlage f\u00fcr eine Strategie im Umgang mit den Herausforderungen der Bildung in einer digitalen Welt sein.<\/p>\n<p><strong><i>F\u00fcr die<\/i><\/strong><strong style=\"font-style: italic;\"> Weiterbildung<\/strong><i> ist festzustellen, dass die Entwicklung einer \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c nicht systematisch aus den Herausforderungen der Digitalisierung abgeleitet ist, sondern einen technikdeterministischen L\u00f6sungsansatz darstellt. Zwar ist es sinnvoll, sich auch experimentell den Herausforderungen der Digitalisierung zu n\u00e4hern und auch gemeinsame L\u00f6sungsans\u00e4tze auf technologischer Basis zu entwickeln, dennoch stellt sich die Frage, ob das der zentrale Ansatz sein kann, um z.B. sich abzeichnenden Problemlagen einer sich spaltenden Gesellschaft sinnvoll zu bearbeitet. Denn es kommt doch auch gerade darauf an, jene abzuholen, welche mit digitalen Lernangeboten weniger zurechtkommen. Insgesamt stellt sich dar\u00fcber hinaus die Frage, wie die einzelnen Bildungsbereiche ihre Interessen in die Gesamtkonzeption und Priorisierungen einbringen k\u00f6nnen. Schon jetzt wird deutlich, dass in der Kommunikation einzelne Bereiche st\u00e4rker adressiert werden als andere, was angesichts der zentralen Zielsetzung einer \u00fcbergreifenden L\u00f6sung f\u00fcr das gesamte! Bildungssystem verwundert.<\/i><\/p>\n<h2 id=\"Fazit\">Fazit<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend auf der einen Seite der Mut zum \u201egro\u00dfen Wurf\u201c Respekt abverlangt, zeigt sich doch bei genauere Betrachtung, dass sich mit der Idee einer \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c viele Fragen ergeben und auch berechtigt Skepsis verbunden ist: Diese bezieht sich nicht nur auf die Ziele, sondern auch auf die Herangehensweise und die einseitige (technisch orientierte) Perspektive bei der L\u00f6sungsfindung. Es steht die Bef\u00fcrchtung im Raum (und mich erinnert das an die E-Learning F\u00f6rderprogramme f\u00fcr Hochschulen Anfang der 2000er Jahre), dass enorme Summen f\u00fcr die Technikentwicklung ausgegeben werden, welche sich letztendlich als wenig effizientes Investment zeig(t)en \u2013 trotz des Aufbaus wichtiger Strukturen f\u00fcr die Digitalisierung. Auch wenn die Zeit dr\u00e4ngt, w\u00e4re es wichtig, nicht in einen technologischen Aktivismus \u00a0zu verfallen, sondern zun\u00e4chst gemeinsam mit den Bildungsakteuren zukunftsgerichtete Ideen f\u00fcr den Bildungsbereich zu entwickeln. Gleichzeitig braucht es Leitplanken f\u00fcr diese Entwicklung. So muss sich z.B. die Frage gestellt werden, in welchen Bereichen und mit welchen Restriktionen privatwirtschaftliche Akteure eine Rolle spielen k\u00f6nnen, deren Produkte heute (noch\/schon) alternativlos sind. Diese Herausforderungen der Digitalit\u00e4t sind dabei nicht allgemein, sondern f\u00fcr jeden Bildungsbereich individuell zu beantworten. Die Schnittstellen zwischen den Bildungsbereichen sollte dabei von vornherein mitgedacht werden, jedoch nicht an erster Stelle der Zielpriorisierung stehen. Die Antworten auf die Gestaltung lebensbegleitenden Lernen im Zeitalter der Digitalit\u00e4t erfordert so eine ganzheitliche Betrachtung sowohl der Herausforderungen als auch der L\u00f6sungsans\u00e4tze, welche u.a. p\u00e4dagogische, rechtliche, \u00f6konomische, technologische und zunehmend auch ethische Fragestellungen ber\u00fccksichtigen sollten. Daf\u00fcr sollte in der Planung auch eine entsprechend breite Expertise vertreten sein. Wenn die \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c ein Erfolg werden sollte und sich die Hoffnungen erf\u00fcllen, werden damit neue, (inter-)nationale Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt. Wenn nicht, und die Wahrscheinlichkeit muss aktuell als eher hoch eingesch\u00e4tzt werden, werden wichtige Investitionen und Ressourcen fehlen, die passende Antworten des Bildungssystems auf die Digitalisierung zu finden. (Weiter-)Bildung ist f\u00fcr eine solche Art risikoreicher Spekulation ungeeignet.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/de\/karliczek-startschuss-fuer-aufbau-einer-nationalen-bildungsplattform-14324.html\">https:\/\/www.bmbf.de\/de\/karliczek-startschuss-fuer-aufbau-einer-nationalen-bildungsplattform-14324.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/de\/bildung-digital-3406.html\">https:\/\/www.bmbf.de\/de\/bildung-digital-3406.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.milla.app\/\">https:\/\/www.milla.app<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/wb-web.de\/milla-modulares-interaktives-lebensbegleitendes-lernen-fur-alle.html\">https:\/\/wb-web.de\/milla-modulares-interaktives-lebensbegleitendes-lernen-fur-alle.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2018\/12\/07\/was-will-milla\/\">https:\/\/www.jmwiarda.de\/2018\/12\/07\/was-will-milla\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wb-web.de\/aktuelles\/milla-will-vor-allem-eines-schnell-da-sein.html\">https:\/\/wb-web.de\/aktuelles\/milla-will-vor-allem-eines-schnell-da-sein.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hochschulforumdigitalisierung.de\/de\/blog\/digitale-weiterbildungsplattform-milla-stellungnahme-michael-kerres\">https:\/\/hochschulforumdigitalisierung.de\/de\/blog\/digitale-weiterbildungsplattform-milla-stellungnahme-michael-kerres<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Weitere Zielsetzungen der nationalen Bildungsplattform finden sich hier <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Schule-digital-Die-grossen-Plaene-des-Bundes-Fiasko-oder-Revolution-6009631.html\">https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Schule-digital-Die-grossen-Plaene-des-Bundes-Fiasko-oder-Revolution-6009631.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/education\/education-in-the-eu\/digital-education-action-plan_en\">https:\/\/ec.europa.eu\/education\/education-in-the-eu\/digital-education-action-plan_en<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Europa\/DARP\/deutscher-aufbau-und-resilienzplan.html\">https:\/\/bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Europa\/DARP\/deutscher-aufbau-und-resilienzplan.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/foerderungen\/bekanntmachung-3567.html\">https:\/\/www.bmbf.de\/foerderungen\/bekanntmachung-3567.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/de\/innovationswettbewerb-invite-11103.html\">https:\/\/www.bmbf.de\/de\/innovationswettbewerb-invite-11103.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/BB68E025-6DBD-4987-9474-A1AC45A3A35B#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Presse\/Pressemitteilungen\/2020\/bmas-startet-bundesweit-weiterbildungsverbuende.html\">https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Presse\/Pressemitteilungen\/2020\/bmas-startet-bundesweit-weiterbildungsverbuende.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Folgenden m\u00f6chte ich auf das Entwicklungsvorhaben einer \u201eNationalen Bildungsplattform\u201c eingehen. Im ersten Teil werden ich den Sachstand erl\u00e4utern und das Vorhaben einordnen, im zweiten Teil eine Bewertung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Perspektive der Weiterbildung\u00a0vornehmen und im dritten Teil ein vorl\u00e4ufiges Fazit ziehen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4463,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[120,119,33,24],"tags":[],"class_list":["post-4461","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erwachsenenbildung","category-gesellschaft","category-matthiasrohs","category-medien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4461"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4461\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4516,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4461\/revisions\/4516"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}