{"id":456,"date":"2007-05-10T22:00:55","date_gmt":"2007-05-10T20:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/908"},"modified":"2007-05-10T22:00:55","modified_gmt":"2007-05-10T20:00:55","slug":"studierende-als-autoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/studierende-als-autoren\/","title":{"rendered":"Studierende als Autoren?"},"content":{"rendered":"<p>Oft sind Studierende hinsichtlich neuer Tools  eher auf dem Laufenden als Dozierende. \u00c3\u0153brigens sind aus diesem Grund auch Hiwis bzw. Semesterassistenten so hilfreich in Projekten. Der studentische Blick auf die E-Learning-Entwicklung liefert wertvolle Hinweise, um am Puls der Zeit zu bleiben. So ist z.B. der Podcast im <a href=\"http:\/\/www.getinvolved.unizh.ch\/\" target=\"_blank\">eCF-Projekt<\/a> auf eine studentische Initiative zur\u00c3\u00bcckzuf\u00c3\u00bchren. Warum entwickeln eigentlich nicht mehr Dozierende ihr E-Learning in Zusammenarbeit mit Studierenden?<br \/>\nStudierende m\u00c3\u00bcssen endlich mehr in den Vordergrund ger\u00c3\u00bcckt werden, damit keine Kluft zwischen den Digital Natives und den Dozierenden entsteht. Oft machen sich Hochschullehrende Gedanken \u00c3\u00bcber Dinge, die f\u00c3\u00bcr die Studierenden schon selbstverst\u00c3\u00a4ndlich sind. Warum kann man eigentlich Lernumgebungen nicht zusammen mit Studierenden entwickeln?<br \/>\nEs reichen 1-2 Studierende, die man nach Ihrer Meinung fragt, die Ideen einbringen k\u00c3\u00b6nnen, usw. Dies w\u00c3\u00bcrde sicherlich spannende Ansatzpunkte ergeben, Studierenden k\u00c3\u00b6nnten von der (Fach)kompetenz der Dozierenden profitieren, Dozierende von der (Medien)kompetenz der Studierenden. Aber vielleicht kann man noch einen Schritt weitergehen: Kann man Studierende nicht einen Kurs (oder aus Zeitgr\u00c3\u00bcnden wahrscheinlich einen Teil des Kurses) selbst erstellen lassen. Dabei wird ihnen kein Tool aufgedr\u00c3\u00a4ngt, sondern nur Vorschl\u00c3\u00a4ge unterbreitet. Wie Kerres n\u00c3\u00a4mlich schon so sch\u00c3\u00b6n sagt: \u00e2\u20ac\u017eDie Aufforderung, mit einem zum Beispiel in der Lernplattform inkludierten Diskussionsforum, Blog-, Chat- oder Konferenztool zu arbeiten, erscheint so als ob wir von den Studierenden fordern w\u00c3\u00bcrden, sie m\u00c3\u00bcssten ihre Mitschriften auf kariertem Papier mit Bleistiften der St\u00c3\u00a4rke HB mitschreiben und anschlie\u00c3\u0178end in Ordnern der Marke X archivieren.\u00e2\u20ac\u0153 (Kerres, 2006, S. 7, <a href=\"http:\/\/mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de\/files\/web20-a.pdf\">hier<\/a>).<br \/>\nMedienkompetent genug sind die meisten Studierenden allemal, und wenn nicht, bieten sich so neue Lernm\u00c3\u00b6glichkeiten. Dann k\u00c3\u00b6nnte man in einem problembasierten Szenario sowohl Lernumgebung (Medienkompetenz) mit Fachinhalt (Fachwissen) aufbauen.<\/p>\n<p>Ein \u00c3\u00a4hnliches Modell wurde an der Universit\u00c3\u00a4t Bochum umgesetzt:<\/p>\n<blockquote><p>Mit dem &#8222;Projekt eTutoring&#8220; wird in diesem Wintersemester erstmalig eine f\u00c3\u00bcr Studierende wie Dozierende neuartige Lern- und Lehrform erprobt: Bereits in den Semesterferien wurden vierzehn Studierende der RUB aus verschiedenen Fachrichtungen zu &#8222;eTutoren&#8220; ausgebildet, wobei sie theoretische und praktische Kompetenzen zur didaktischen Gestaltung sowie zur technischen und organisatorischen Realisierung von eLearning erwarben.<br \/>\nDiese neuen Kenntnisse setzen die geschulten eTutoren nun im laufenden Wintersemester in die Praxis um und beraten in 2er-und 3er-Teams Lehrende bei der gezielten Einbindung von eLearning-Elementen in ihre Veranstaltungen und unterst\u00c3\u00bctzen sie bei der Durchf\u00c3\u00bchrung \u00e2\u20ac\u201c von der Nutzung der Lernplattform Blackboard bis zur Entwicklung von interaktiven Aufgaben, Audioelementen und kleinen multimedialen Lernprogrammen. &#8222;Reizvoll an dem Projekt ist gerade die M\u00c3\u00b6glichkeit, an der Gestaltung der Lehre beteiligt zu sein, also direkt Einfluss nehmen zu k\u00c3\u00b6nnen&#8220;, so eine Studentin. An dem Projekt nehmen Lernende und Lehrende aus ganz unterschiedlichen F\u00c3\u00a4chern teil, von der evangelischen Theologie und Arch\u00c3\u00a4ologie \u00c3\u00bcber Deutsch als Fremdsprache und Jura bis hin zur Mathematik und Physik.<\/p>\n<p>Entwickelt wurde das Modul &#8222;Projekt eTutoring&#8220; von Stabsstelle eLearning in Zusammenarbeit mit dem Optionalbereich, dem Zentrum f\u00c3\u00bcr Lehrerbildung , dem Studienb\u00c3\u00bcro, der Universit\u00c3\u00a4tsbibliothek und dem Weiterbildungszentrum. Die Teilnahme stand diesmal Studierenden ab dem 3. Semester offen, die mit der Qualifizierungsphase, dem Praktikum und dem begleitenden Kolloquium 10 Credit Points erwerben; zudem wird das Modul als vermittlungswissenschaftliche Praxisphase anerkannt.<br \/>\nAnne Thillosen, stellvertretende Leiterin der Stabsstelle eLearning, ist \u00c3\u00bcberzeugt davon, dass das neuartige Konzept f\u00c3\u00bcr alle Beteiligten ein Gewinn ist: &#8222;Die Studierenden erwerben neue Kompetenzen, von denen auch die Lehrenden profitieren k\u00c3\u00b6nnen. Wir sind schon sehr gespannt darauf, welche Ideen entstehen, wenn eLearning nicht nur f\u00c3\u00bcr Studierende, sondern auch in Zusammenarbeit mit Studierenden entwickelt wird.&#8220; Die Projektergebnisse werden nach Semesterende im Rahmen einer Pr\u00c3\u00a4sentation vorgestellt. Ein zweiter Durchgang des Moduls ist f\u00c3\u00bcr das Wintersemester 2007\/08 geplant. (<a href=\"http:\/\/www.rubel.rub.de\/aktuelles\/aktuelle_meldungen.htm\">Quelle<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oft sind Studierende hinsichtlich neuer Tools eher auf dem Laufenden als Dozierende. \u00c3\u0153brigens sind aus diesem Grund auch Hiwis bzw. Semesterassistenten so hilfreich in Projekten. Der studentische Blick auf die E-Learning-Entwicklung liefert wertvolle Hinweise, um am Puls der Zeit zu bleiben. So ist z.B. der Podcast im eCF-Projekt auf eine studentische Initiative zur\u00c3\u00bcckzuf\u00c3\u00bchren. 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