{"id":490,"date":"2007-07-10T09:50:40","date_gmt":"2007-07-10T07:50:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/971"},"modified":"2007-07-10T09:50:40","modified_gmt":"2007-07-10T07:50:40","slug":"e-portfolios-in-der-hochschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/e-portfolios-in-der-hochschule\/","title":{"rendered":"E-Portfolios in der Hochschule"},"content":{"rendered":"<p>Bei <a href=\"http:\/\/elearningblog.tugraz.at\/archives\/474\" target=\"_blank\">Martin Ebner<\/a> bin ich auf den  178 Seiten starken Bericht zum Thema E-Portfolios von Salzburg Research aufmerksam geworden. Dieser n\u00c3\u00a4hert sich dem Thema E-Portfolio auf mehreren methodischen Ebenen: Literaturrecherchen, schriftliche und m\u00c3\u00bcndliche Befragungen und Analyse von Tools.<\/p>\n<p>Besonders gut hat mir die Integration des selbstgesteuerten Lernens und die daraus entwickelte Gegen\u00c3\u00bcberstellung von summativen und formativen Assessmentformen mit E-Portfolios gefallen (S. 19):<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/1.jpg\" title=\"AssessmentE-Portfolio\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/1.jpg\" alt=\"AssessmentE-Portfolio\" \/><\/a><\/p>\n<p>Etwas kritisch sehe ich die Unterscheidung von E-Portfolios und Weblogs.<\/p>\n<blockquote><p>Ein Weblog oder Lerntagebuch ist nicht als Portfolio i.e.S. zu bezeichnen. Ein auf einem Blog gef\u00c3\u00bchrtes Tagebuch entspricht einem Lerntagebuch, das prim\u00c3\u00a4r der eigenen, chronologischen Aufzeichnung dient. Es ist damit keine zeitlich definierte, Zielsetzung, Reflexion etc. damit verbunden (S. 27).<\/p><\/blockquote>\n<p>Es stimmt in sofern, dass Weblogs keine f\u00c3\u00bcr diesen Zweck geschaffenen Systeme sind, dennoch ist es m.E. m\u00c3\u00b6glich, auch mit Weblog-Systemen Portfolio Arbeit umzusetzen. Ein Weblog ist <strong>nicht immer ein Lerntagebuch<\/strong>, sondern kann auch ausgew\u00c3\u00a4hlte Aspekte eines Lernprozesses thematisieren und dar\u00c3\u00bcber reflektieren. Die Beitr\u00c3\u00a4ge werden zwar chronologisch gesammelt, aber gerade dadurch ist eine Entwicklung nachvollziehbar. Gerade Reflexionsprozesse k\u00c3\u00b6nnen angeregt werden, wenn zu einem Weblogeintrag nicht nur das passende Dokument abgelegt wird, sondern dieses in einem posting noch n\u00c3\u00a4her erkl\u00c3\u00a4rt und zusammengefasst wird. Studierende k\u00c3\u00b6nnen so Hintergrundinformationen zu dem Dokument liefern, die sonst in einem Portfolio-System verloren gingen.<\/p>\n<p>Doch noch etwas anderes regte meine Gedankeng\u00c3\u00a4nge an:<\/p>\n<p>E-Portfolios gelten im Moment als \u00c2\u00abin\u00c2\u00bb in der Hoschullandschaft. Durch einen Wechsel in der Hochschuldidaktik hin zu einer kompetenzorientierten Lehre werden (E)-Portfolios als Methode angesehen, genau dies zu erreichen. Folgende Szenarien sind in dem Bericht aufgef\u00c3\u00bchrt (S. 41): <a href=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/11.jpg\" title=\"Einsatzszenarien\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/11.jpg\" alt=\"Einsatzszenarien\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dennoch komme ich bei folgendem Satz ins Gr\u00c3\u00bcbeln:<\/p>\n<blockquote><p>Deshalb ist es bei E-Portfolios notwendig, dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden stattfindet, die auf die Voraussetzungen der LernerInnnen ebenso wie auf die Zilee und Rahmenbedingungen des Einsatzes abgestimmt ist<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies ist bedeutet allerdings nicht eine Einsparung von Ressourcen (wie sie oft im Bereich E-Learning und E-Assessment erwartet wird), sondern setzt enorme Ressourcen voraus. Im Moment gibt es in der Hochschullandschaft zwei Trends, die m.E. nach nicht zusammengehen: auf der einen Seite soll Hochschullehre tiefe, selbstreflexive Lernprozesse erm\u00c3\u00b6glichen, konstruktivistitsche, situative, authentische Lehr-Lernformen werden eingesetzt, neue Lehrmethoden wie der Einsatz von E-Portfolios werden gefordert, &#8230; und auf der anderen Seite gibt es grosse Studierendenzahlen, Bologna und damit verbunden eine \u00c3\u2013konomisierung des Studiums durch Punktesammeln, schnelles Multiple-Choice-E-Assessment &#8230; . Hier klafft f\u00c3\u00bcr mich eine grosse Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Quelle der Abbildungen und Zitate: Hornung-Pr\u00c3\u00a4hauser, V., Geser, G., Hilzensauer, W. &amp; Schaffert, S. (2007). <a href=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/fnma.pdf\" target=\"_blank\">Vorstudie zu didaktischen, organisatorischen udn technologischen Grundalgen von E-Portfolios und Analyse internationaler Beispiele und Erfahrungen mit E-Portfolio-Implementierung an der Hochschule<\/a>. Salzburg: Salzburg Research.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Martin Ebner bin ich auf den 178 Seiten starken Bericht zum Thema E-Portfolios von Salzburg Research aufmerksam geworden. Dieser n\u00c3\u00a4hert sich dem Thema E-Portfolio auf mehreren methodischen Ebenen: Literaturrecherchen, schriftliche und m\u00c3\u00bcndliche Befragungen und Analyse von Tools. 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