{"id":534,"date":"2007-09-15T13:58:17","date_gmt":"2007-09-15T11:58:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/1039"},"modified":"2007-09-15T13:58:17","modified_gmt":"2007-09-15T11:58:17","slug":"gmw-07-personlicher-ruckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/gmw-07-personlicher-ruckblick\/","title":{"rendered":"GMW 07 &#124; pers&#246;nlicher R&#252;ckblick"},"content":{"rendered":"<p>Nun ist sie schon wieder vorbei, die GMW Tagung 2007 in Hamburg. Doch was war nun mein privates Fazit der Tagung?<\/p>\n<p>Generell fiel auf, dass die Bologna Reform sehr kritisch gesehen wird, was schon im Er\u00c3\u00b6ffnungsvortrag von Prof. Schulmeister anklang. Er stellte mehrere Betrachtungen auf, von denen ich hier gerne zwei zur Reflexion stellen m\u00c3\u00b6chte:<\/p>\n<ul>\n<li> Unzeitgem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178e Betrachtung zum Thema Gestufte Studienstruktur: \u00c2\u00abIst es nicht inkonsequent, die Berufsf\u00c3\u00a4higkeit vor der wissenschaftlichen Bildung erreichen zu wollen statt durch die wissenschaftliche Bildung?\u00c2\u00bb<\/li>\n<li> Unzeitgem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178e Betrachtung zum Thema General Studies: \u00c2\u00abIst es nicht inkonsequent, die berufliche Orientierung neben dem Fachstudium ausbilden zu wollen, statt die beruflichen Konsequenzen durch die wissenschaftliche Ausbildung zu erzeugen?\u00c2\u00bb<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Managementlastigkeit des Studiums durch Bologna f\u00c3\u00bchrt nach Rolf Schulmeister zu einer mangelnden Reflexion w\u00c3\u00a4hrend des Studiums. Im Laufe der Tagung klang es mehrmals an: Kreativit\u00c3\u00a4t und Bildung braucht auch Zeit, Universit\u00c3\u00a4ten sollten sich nicht zu sehr dem Unternehmergeist beugen und sich bewusst auch von \u00c3\u2013konomie und Wirtschaft abgrenzen.<br \/>\nIm grossen und ganzen kann man diese Argumentationsstr\u00c3\u00a4nge nachvollziehen, doch bringt es im grossen und ganzen wenig, \u00c3\u00bcber die Bologna-Struktur nur zu schimpfen, denn sie ist nun mal eingef\u00c3\u00bchrt.<br \/>\nDoch mir gefiel dazu eine Bemerkung von Gabi Reinmann, die sich im Anschluss an den Vortrag ergab. Sie versucht in Augsburg im Bologna Studium zeitgleich in einem sehr interessanten Konzept \u00c3\u00bcberfachliche Kompetenzen zu integrieren bzw. informelle Lernprozesse und Projektarbeiten zu erm\u00c3\u00b6glichen und auch zu zertifizieren. Darauf hagelte es Kritik, denn mit dieser Vorgehensweise w\u00c3\u00bcrde man das System eines schlechten Bachelors unterst\u00c3\u00bctzen und somit das System unterst\u00c3\u00bctzen. Ich m\u00c3\u00b6chte mich da Gabi Reinmann anschlie\u00c3\u0178en: Man muss einfach mit dem System leben, denn der Bachelor und Master ist eingef\u00c3\u00bchrt. Es bringt nichts, ewig zu lamentieren, sondern  man sollte das beste draus machen.<br \/>\nZitat von Gabi Reinmann: \u00c2\u00abImmer nur schimpfen bringt uns und den Studierenden nichts\u00c2\u00bb &#8230; die Bologna Reform ist einfach ein Faktum, nun muss man schauen, wie man damit im Moment gut damit klar kommt, es hei\u00c3\u0178t ja nicht, dass die Studienreformen nun in Stein gemei\u00c3\u0178elt sind. Kritik ja, aber auch das beste aus der jetzigen Situation machen.<br \/>\nThematisch fand ich auf der GMW zum ersten Mal wirklich Sessions, die mich gar nicht interessiert haben, ein ganz neues Gef\u00c3\u00bchl, wusste man doch auf den letzten GMWs gar nicht vor lauter spannender Vortr\u00c3\u00a4ge, wo man als erstes hingehen sollte. Dennoch gab es f\u00c3\u00bcr mich einige H\u00c3\u00b6hepunkte: Da sind zum einen die Keynotes, sowohl die von Prof. Bolz (die ich leider aufgrund meines eigenen Vortrages vorzeitig verlassen musste) und die Keynote von Dianne Laurillard. Aber auch einige Tracks waren ganz spannend: hervorzuheben sind der Vortrag aus Augsburg, der ein interessantes Konzept der Integration von Projektarbeit in das Bachelorstudium vorgestellt hat und der Vortrag der Universit\u00c3\u00a4t Wien, die vor allem das Thema Qualit\u00c3\u00a4tssicherung in den Vordergrund stellten. Mir fiel auf, dass an vielen Stellen das Thema \u00c3\u00bcberfachliche Kompetenzen durchf\u00c3\u00a4rbte, aber nur zum Teil explizit genannt wurde. Es scheint aber irgendwo doch ein Thema zu sein.<\/p>\n<p>Die Paneldiskussion wurde zum ersten Mal mit der M\u00c3\u00b6glichkeit angeboten, Kommentare im Netz zu hinterlassen. Diese M\u00c3\u00b6glichkeit lief schleppend an, wurde dann aber zumindest ein wenig genutzt. Schade ist f\u00c3\u00bcr mich dennoch die mangelnde Interaktion des Panels mit dem Publikum, wie ich schon im letzen Jahr <a href=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/374\" target=\"_blank\">hier<\/a> angemerkt habe. Auch dieses Jahr war das Publikum nur zu einer Zuschauerrolle verdammt. Eine aktive Partizipation war nicht m\u00c3\u00b6glich. \u00c3\u0153berdies war mir das Panel zu \u00e2\u20ac\u017elieb\u00e2\u20ac\u0153, kaum kamen kritisches Stimmen und Dispute (abgesehen von Sebastian Fiedler, der sich das ein oder andere Mal \u00c2\u00abin Rage\u00c2\u00bb redete).<\/p>\n<p>Nachtrag: Das Video-Archiv der GMW Tagung ist <a href=\"http:\/\/www.gmw07.de\/Archiv\/videoarchiv.php\" target=\"_blank\">hier<\/a> verf\u00c3\u00bcgbar, ein Blick lohnt sich.<\/p>\n<p>Ansonsten war es wieder mal sehr spannend, viele neue Leute zu treffen oder neu kennen zu lernen \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist sie schon wieder vorbei, die GMW Tagung 2007 in Hamburg. Doch was war nun mein privates Fazit der Tagung? Generell fiel auf, dass die Bologna Reform sehr kritisch gesehen wird, was schon im Er\u00c3\u00b6ffnungsvortrag von Prof. Schulmeister anklang. 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