{"id":536,"date":"2007-09-17T21:43:13","date_gmt":"2007-09-17T19:43:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/1041"},"modified":"2007-09-17T21:43:13","modified_gmt":"2007-09-17T19:43:13","slug":"bologna-und-web-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/bologna-und-web-20\/","title":{"rendered":"Bologna und Web 2.0 &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; sind Schwerpunkte des neuen Arbeitsberichts der Medienp\u00c3\u00a4dagogik der Universit\u00c3\u00a4t Augsburg. Gabi Reinmann setzt sich mit dem Hype von Bologna und Web 2.0 auseinander. Ihre These ist:<\/p>\n<blockquote><p> dass das Assessment von Kompetenzen ein Schl\u00c3\u00bcssel daf\u00c3\u00bcr ist, Bologna \u00e2\u20ac\u201c nicht nur, aber auch \u00e2\u20ac\u201c mit Blick auf die Web 2.0- Philosophie aktiv zu gestalten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei beleuchtet sie die Rolle der Studierenden und der Universit\u00c3\u00a4t treffend (wie es schon leicht in der Zusammenfassung der GMW anklang):<\/p>\n<blockquote><p>[&#8230;] Weder unsere Gesellschaft noch studierwillige junge Menschen sind in den letzten 100 Jahren gleich geblieben \u00e2\u20ac\u201c auch die Universit\u00c3\u00a4t kann dabei nicht regungslos bleiben. Oder anders formuliert: \u00e2\u20ac\u017eDie Universit\u00c3\u00a4t, wie wir sie kennen, hat sich \u00c3\u00bcberlebt \u00e2\u20ac\u201c nicht weil neoliberale Ideologen dies so wollen, sondern weil sich die Welt \u00c3\u00a4ndert\u00e2\u20ac\u0153 (Fuchs, 2005, S.149). Dass Ver\u00c3\u00a4nderungen Streit, im besten Fall einen Diskurs ausl\u00c3\u00b6sen, ist eher ein Zeichen intakter Universit\u00c3\u00a4tskultur als ein Untergang. Allerdings: Es bringt wenig, wenn wir entweder in die Kiste der Bologna-Rhetorik greifen oder mit dem gleichen missionarischen Eifer gegen Bologna wettern. Es bringt ebenfalls nichts, wenn wir entweder jede kosmetische Ver\u00c3\u00a4nderung im Lehrbetrieb mit einem \u00e2\u20ac\u017e2.0\u00e2\u20ac\u0153 versehen oder den technologischen Wandel zur neuen Dotcom-Blase klein reden und danach trachten, diesen aus den heiligen Hallen zu verdammen. Wir m\u00c3\u00bcssen die gesellschaftlichen und technologischen Ver\u00c3\u00a4nderungen und deren Konsequenzen f\u00c3\u00bcr die Universit\u00c3\u00a4t zur Kenntnis und zum Anlass nehmen, diese Entwicklung gestaltend zu beeinflussen; griffige Schlagw\u00c3\u00b6rter gen\u00c3\u00bcgen dazu nicht. Ein fruchtbarer Anker f\u00c3\u00bcr Gestaltungsbem\u00c3\u00bchungen ist das Kompetenzkonstrukt, das sich nicht nur in die Bologna- und Web 2.0-Diskussion einbetten l\u00c3\u00a4sst, sondern sogar anschlussf\u00c3\u00a4hig an die Idee der Bildung erweisen k\u00c3\u00b6nnte, wie sie im Universit\u00c3\u00a4tskontext (noch) hoch gehalten wird. (Reinmann, 2007, S. 12)<\/p><\/blockquote>\n<p>Besonders gut gef\u00c3\u00a4llt mir der Ausdruck \u00c2\u00abuniversit\u00c3\u00a4rer Dreikampf\u00c2\u00bb bestehend aus Klausuren, Referaten und Hausarbeiten. Neuere Pr\u00c3\u00bcfungsformen werden kaum in der Hochschule eingesetzt. Selbst wenn man es m\u00c3\u00b6chte, sind einem im Rahmen der Pr\u00c3\u00bcfungsordnung die H\u00c3\u00a4nde gebunden, wie ich im letzen Semester schmerzlich festestellen musste. Doch selbst wenn dies gegeben ist, stellt sich f\u00c3\u00bcr mich die Frage, wie man Lehrenden und Lernenden die Angst vor neuen Assessmentformen nehmen kann. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass neue Formen meist aufgrund von Angst vor m\u00c3\u00b6glichen Rekursen nicht in die Lehre integriert werden, da beruft man sich doch lieber zur\u00c3\u00bcck auf die gute alte MC-Klausur, sei es nun mit oder ohne Computer. Vielleicht muss eher der eigentliche Sinn von Assessment (assessment for learning) viel st\u00c3\u00a4rker fokussiert werden, anstatt einfach nur Leistungen zu zertifizieren oder zu honorieren. Dies bedingt zum einen kreative Hochschullehrende, und zum anderen einen Lernkulturwandel, der auch einfach Zeit braucht.<\/p>\n<p>Mein Fazit: absolut lesenswert.<\/p>\n<p>Quelle: Reinmann, G. (September 2007). <a href=\"http:\/\/imb.phil.uni-augsburg.de\/imb\/system\/files\/Arbeitsbericht16.pdf\" target=\"_blank\">Bologna in Zeiten des Web 2.0<\/a>. Assessment als Gestaltungsfaktor (Arbeitsbericht Nr. 16). Augsburg: Medienp\u00c3\u00a4dagogik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; sind Schwerpunkte des neuen Arbeitsberichts der Medienp\u00c3\u00a4dagogik der Universit\u00c3\u00a4t Augsburg. Gabi Reinmann setzt sich mit dem Hype von Bologna und Web 2.0 auseinander. Ihre These ist: dass das Assessment von Kompetenzen ein Schl\u00c3\u00bcssel daf\u00c3\u00bcr ist, Bologna \u00e2\u20ac\u201c nicht nur, aber auch \u00e2\u20ac\u201c mit Blick auf die Web 2.0- Philosophie aktiv zu gestalten. 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