{"id":60,"date":"2006-02-13T14:02:32","date_gmt":"2006-02-13T12:02:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/?p=177"},"modified":"2006-02-13T14:02:32","modified_gmt":"2006-02-13T12:02:32","slug":"die-maus-macht-ah-regeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/die-maus-macht-ah-regeln\/","title":{"rendered":"Die Maus-macht-Ah!-Regeln"},"content":{"rendered":"<p>Regeln der Sendung mit der Maus: Wie vermittle ich Wissen f\u00c3\u00bcr Kinder (und Erwachsene) spannend? Wichtig ist vor allem: \u00e2\u20ac\u017eSeid neugierig! Haltet die Augen offen! Fragt, bis ihr eine Antwort erhaltet, die euch befriedigt!\u00e2\u20ac\u0153<br \/>\n<a href=\"http:\/\/digital-science-media.blogspot.com\/\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schiefer.de\/images\/pressemitteilungen\/2003\/Sendung_mit_der_Maus\/Bild_3.jpg\" align=\"bottom\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/digital-science-media.blogspot.com\/2006\/02\/die-maus-macht-ah-regeln.html\" target=\"_blank\">Hier<\/a> gibt es die 10 Mausregeln, die auch Referate interessant machen k\u00c3\u00b6nnen <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/mschiefner.blogschrift.org\/templates\/default\/img\/emoticons\/wink.png\" alt=\";-)\" \/> vollst\u00c3\u00a4ndiges <a href=\"http:\/\/www.goethe.de\/ins\/th\/prj\/wif\/de176082.htm\">Interview<\/a> via: <a href=\"http:\/\/digital-science-media.blogspot.com\/2006\/02\/die-maus-macht-ah-regeln.html\" target=\"_blank\">Digital Science Communication: <\/a><\/p>\n<p>Hier nochmals die Regeln zusammengefasst (<a href=\"http:\/\/digital-science-media.blogspot.com\/2006\/02\/die-maus-macht-ah-regeln.html\" target=\"_blank\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<blockquote><p><strong>1. Geschichten erz\u00c3\u00a4hlen statt Fakten sammeln:<\/strong>  Jeder Film muss eine Geschichte erz\u00c3\u00a4hlen. An deren Anfang steht eine Frage. Wie kommen die L\u00c3\u00b6cher in den K\u00c3\u00a4se? Wieso macht ein Kontrabass T\u00c3\u00b6ne? Wie funktioniert ein Schl\u00c3\u00bcssel? Diese Frage erzeugt Spannung. Und so kann anhand der Frage ein Vorgang erz\u00c3\u00a4hlt werden, der ohne diese Spannung lange nicht so interessant w\u00c3\u00a4re. So gibt es eine Antwort nach jedem Film, eine Aufl\u00c3\u00b6sung der Spannung, das viel beschworene Aha-Erlebnis. Jeder Zuschauer hat das Gef\u00c3\u00bchl, Spannung abgebaut zu haben und kl\u00c3\u00bcger geworden zu sein. Das verschafft ein tiefes Gef\u00c3\u00bchl der Befriedigung.<br \/>\n<strong>2. Identifikation statt Gegen\u00c3\u00bcber<\/strong>: Die Maus will den Zuschauern nicht etwas als Gegen\u00c3\u00bcber erz\u00c3\u00a4hlen, sondern die Zuschauer gehen gemeinsam mit den Maus-Filmemachern auf Entdeckungsfahrt. &#8222;Wir sind die Maus&#8220;. &#8222;Wir waren unterwegs&#8220;. Nie erscheint der Erz\u00c3\u00a4hler allwissend (obwohl er es ist), sondern die Entdeckungen entfalten sich als Versuche mit &#8222;Trial and Error&#8220;. Der Film ist oft die Geschichte der Recherche. Und die Identifikation mit den Protagonisten ist au\u00c3\u0178erordentlich hoch. Sei es, weil Christoph, der Mann mit dem gr\u00c3\u00bcnen Pullover, sich oft genauso naiv wie ein Kind verh\u00c3\u00a4lt, sei es, weil Armin, der Mann mit der pr\u00c3\u00a4gnanten Stimme, den Weg von A bis Z geht, den jeder auch gern mal gehen w\u00c3\u00bcrde. Insofern sind die Sachgeschichten-Macher Armin und Christoph ein bisschen wie Maus und Elefant.<br \/>\n<strong>3. Das Detail ist das Ganze<\/strong>: Es geht nicht darum, dass die Gegenst\u00c3\u00a4nde &#8222;vollst\u00c3\u00a4ndig&#8220; erfasst werden. Die Filme sollen am Punkt (m\u00c3\u00b6glichst dem wichtigsten) das System veranschaulichen. Weniger ist oft mehr.<br \/>\n<strong> 4. Sehen statt glauben<\/strong>: Immer erz\u00c3\u00a4hlt die Maus in realen Bildern. Wenn es irgendwie geht, werden keine Grafiken und keine elektronischen Tricks verwendet. Statt dessen setzt die Maus auf pure Dokumentation. So kann es sein, dass an einem 5-Minuten-Film ein Jahr gedreht wird, bis er &#8222;im Kasten&#8220; ist.<br \/>\n<strong>5. Konkret statt abstrakt<\/strong>: Immer wieder ist es das Ziel, so genau wie m\u00c3\u00b6glich am Vorgang selbst zu bleiben. Jeder Sprung zu einem Vergleich ist eine Abstraktion und schwerer zu verstehen, als dem roten Faden zu folgen. Deshalb erz\u00c3\u00a4hlt die Maus viele Abl\u00c3\u00a4ufe, deren Grundlage die Mechanik ist. Denn hier sind Ursache und Wirkung zu sehen. Bei der Elektronik passiert etwas, das nicht zu sehen ist. Dann m\u00c3\u00bcssen Vergleiche gefunden werden, die viel schwieriger zu verstehen sind (siehe oben).<br \/>\n<strong>6. Kommentar statt Ablesen<\/strong>: Die Art der Kommentierung, die das gesprochene Deutsch in den Kommentar des deutschen Fernsehens eingef\u00c3\u00bchrt hat, schafft Distanz zu den Bildern, gibt Freiheiten f\u00c3\u00bcr trockenen Humor, Spielraum und Spontaneit\u00c3\u00a4t. Sie gibt auch ein bestimmtes Gef\u00c3\u00bchl, dass in diesem Augenblick etwas wie live geschieht. So hat der Zuschauer den Eindruck, dabei zu sein.<br \/>\n<strong>7. Induktiv statt deduktiv: <\/strong>Immer steht das kleine Ereignis, der kleine Gegenstand im Mittelpunkt. Es ist nicht die gro\u00c3\u0178e Theorie. Die wird en passant mitgeliefert.<br \/>\n<strong>8. Ich frage, also bin ich: <\/strong>Es gibt keine, wirklich \u00c3\u00bcberhaupt keine dummen Fragen! Alle sollen ermutigt werden zu fragen. Denn es gibt Antworten. Und die machen kl\u00c3\u00bcger. Kinder und Erwachsene!<br \/>\n<strong>9. Die Antworten m\u00c3\u00bcssen stimmen: <\/strong>Die Geschichten sind so gut recherchiert, dass sie korrekt sind. Selbst in den seltenen Augenblicken, in denen das nicht der Fall war, wird der Fehler in einer der n\u00c3\u00a4chsten Folgen korrigiert. Das zeigt auch die menschliche Dimension, n\u00c3\u00a4mlich nicht alles zu wissen. Zus\u00c3\u00a4tzlich entsteht daraus eine neue Frage mit Fortsetzungscharakter.<br \/>\n<strong>10. Ein bisschen viel Spa\u00c3\u0178 muss sein<\/strong>: Ohne komische Elemente w\u00c3\u00a4re die ganze Informationsvermittlung lange nicht so eindrucksvoll und einpr\u00c3\u00a4gsam. An einen Gag erinnern sich alle viel l\u00c3\u00a4nger als an vieles andere.<br \/>\n<strong>11. Regeln sind dazu da, sie zu \u00c3\u00bcbertreten: <\/strong>Formate wie Die Sendung mit der Maus oder Wissen macht Ah! leben davon, dass die Regeln auch mal durchbrochen werden, dass \u00c3\u0153berraschungen stattfinden. Bevor das erste monothematische Special auf Sendung ging, hie\u00c3\u0178 es: Die Maus ist ein Magazin, in dem sich Bilder- und Sachgeschichten abwechseln m\u00c3\u00bcssen. Mit der Atom-Maus wurde diese Regel erstmals \u00c3\u00bcber Bord geworfen und seitdem gibt es eben die (vielfach preisgekr\u00c3\u00b6nten) Maus-Specials.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regeln der Sendung mit der Maus: Wie vermittle ich Wissen f\u00c3\u00bcr Kinder (und Erwachsene) spannend? Wichtig ist vor allem: \u00e2\u20ac\u017eSeid neugierig! Haltet die Augen offen! 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