{"id":633,"date":"2008-03-19T23:24:55","date_gmt":"2008-03-19T22:24:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/1189"},"modified":"2008-03-19T23:24:55","modified_gmt":"2008-03-19T22:24:55","slug":"dgfe-kongress-dresden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/dgfe-kongress-dresden\/","title":{"rendered":"DGfE Kongress Dresden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/141.30.37.165\/layout\/grafics\/tud\/dgfe2008-kdb-logo-gross.gif\" align=\"left\" height=\"133\" hspace=\"10\" vspace=\"10\" width=\"149\" \/>Unter dem Motto \u00c2\u00abKulturen der Bildung\u00c2\u00bb ist der diesj\u00c3\u00a4hrige DGfE-Kongress heute zu Ende gegangen. Es waren drei anstrengende Tage, vor allem ob des komplexen Tagungsprogrammes. Meist konnte ich mich gar nicht so richtig entscheiden, in welche Veranstaltung ich gehen sollte. Schade, dass hier keine Aufzeichnungen gemacht wurden, sie w\u00c3\u00a4ren wirklich noch hilfreich gewesen, zumal doch gleiche Themen leider auch zur gleichen Zeit angeboten wurden.<\/p>\n<p>Mein Eindruck von diesem Kongress ist allerdings ein gespaltener. Es gab Vortr\u00c3\u00a4ge, die eher eine Ansammlung von Banalit\u00c3\u00a4ten waren, was mich aufgrund der wissenschaftlichen Ausrichtung der DGfE sehr \u00c3\u00bcberrascht hat. Sehr viel neues habe ich leider nicht erfahren.<\/p>\n<p>Doch zu den Vortr\u00c3\u00a4gen. Ich kann nicht alle, die ich besucht habe, hier zusammenfassen, das w\u00c3\u00bcrde den Rahmen sprengen. Von daher beschr\u00c3\u00a4nke ich mich auf ein paar wenige.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lkl.ac.uk\/cms\/index.php?option=com_comprofiler&amp;task=userProfile&amp;user=165\" target=\"_blank\">Neil Selwyn<\/a> hielt einen Vortrag zum Thema \u00c2\u00ab<strong>A new education for a new digital age? A critical analysis of education, technology and the contemporary digital landscape\u00c2\u00bb <\/strong>und beleuchtete das Thema Net Generation sehr kritisch. Seiner Meinung nach sind Jugendliche zu unterschiedlich, um unter einer Metapher zusammen gefasst zu werden. Nicht alle der neuen Generation sind Digital Natives, vielmehr zeigt sich in der Schule auch ein Digital Divide. Er geht davon aus, dass ca. 1% content kreiert, und max. 10% kommentiert. Die Anderen Beteiligen sich nicht. Seiner Meinung nach ist Web 2.0 noch nicht in der Schule angekommen: was man meist im Schulalltag nutzt, ist word, Powerpoint und google. Zitat: &#8222;Technology has not transformed eduation: teachers are too old, they don\u00e2\u20ac\u2122t know how to integrate computers, they are female, they haven&#8217;t a good attitude to computers, bad timetable usw. Die \u00c3\u00a4usseren Faktoren stimmen nicht: Die Architektur und Raumkonzepte sind nicht geeignet, das Curriculum ist nur schwer mit neuen Technologien vereinbar, das Assessment ist meist traditionell. Lehrende und Lernende sind sehr pragmatisch: es findet kein Einsatz von Medien statt, wenn es nicht mit dem Ziel zusammenh\u00c3\u00a4ngt. Seine \u00c2\u00abPriorities for education science\u00c2\u00bb lauten:<\/p>\n<ul>\n<li>need to find bottom-up solutions<\/li>\n<li>need to fall out of love with technology,<\/li>\n<li>need to think about terms of reference,<\/li>\n<li>need to rememer the past \u00e2\u20ac\u201c don\u00e2\u20ac\u2122t be a-historical (es gibt genug Untersuchungen \u00c3\u00bcber verschiedene Medientypen),<\/li>\n<li>need to use the right theoretical approaches, n<\/li>\n<li>eed to use the right methods (beyond case studies, Triangulation der Methoden),<\/li>\n<li>need to ask the right questions (who is NOT using, &#8230; \u00e2\u2020\u2019 more holistic studies, what is actually new here?)<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cde.london.ac.uk\/support\/people\/person2100.htm\"> Norbert Pachler<\/a> (UK) hielt einen Vortrag zum Thema \u00c2\u00ab<strong>Mobile learning: towards a cultural ecology<\/strong>\u00c2\u00bb. Seiner Meinung nach ist mobile learning nicht neu, neu ist die B\u00c3\u00bcndelung und Entgrenzung von Lernen. Mobile learning ist mehr als die Verteilung von Informationen. Dabei kann man mobile learning untergliedern in die Aspekte Anywhere \u00e2\u20ac\u201c anytime &#8211; Just in case \u00e2\u20ac\u201c just enough \u00e2\u20ac\u201c just for me. All diese Szenarien sind im Bereich mobile learning denkbar. Lernprozesse beim Mobile learning sind Knowledge Building, distributed construction , communication und engagement (Fisher, Higgins &amp; Loveless, 2006). Spannend war f\u00c3\u00bcr mich in dieser Session vor allem der Input von Gunther Kress: er bezog sich nochmals auf das Konzept der Langsamkeit, das mit dem Einsatz von Mobile Learning verloren geht. Pl\u00c3\u00b6tzlich wird \u00c3\u00bcberall gelernt, das kann auch zu einem Verlust der Rahmung bzw. Sicherheiten f\u00c3\u00bchren, man hat nicht mehr \u00e2\u20ac\u017ethe world in the box\u00e2\u20ac\u0153 sondern \u00e2\u20ac\u017e the box in the world\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p>Ein anderer Themenbereich, der mich im Moment auch beruflich besch\u00c3\u00a4ftigt, war die Weiterbildung von Weiterbildnern. Dazu haben Von Hippel, Kollmannsberger Fuchs einen Vortrag unter dem Titel \u00c2\u00ab<strong>Ermittlung des Fortbildungsbedarfs von Weiterbildnerinnen aus der Mikro- Meso- und Makroperspektive<\/strong>\u00c2\u00bb und  gehalten und folgende Themen identifizieren k\u00c3\u00b6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Makrobene: Methodik, Didaktik; fachliche, inhaltliche Themen, BWL, Projektmanagement, Zielgruppenorientierung, Marketing in eigener Sache<\/li>\n<li>Mesoebene: Zielgruppen: Lernbiographien, Akquise, Marketing, Qualit\u00c3\u00a4tsmanagement<\/li>\n<li>Mikrobene: Methoden, Handlungsanleitungen, Fachliche Fortbildung, soziale &amp; personale Kompetenzen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Interessanterweise haben Weiterbildner auf Mesoebene kein Interesse an EDV, Finanzierung, Preisgestaltung und Dozierende kein Interesse an E-Learning, Wissen \u00c3\u00bcber Erwachsenenbildungslandschaft. Gerade dieses mangelnde Interesse an E-Learning hat mich \u00c3\u00bcberrascht, da ich immer noch \u00c3\u00bcberzeugt bin, dass sich gerade die Weiterbildung sehr gut f\u00c3\u00bcr den Einsatz von E-Learning eignet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.medienpaed-kassel.de\/index.php?page=Mitarbeiter-Moser\" target=\"_blank\">Heinz Moser<\/a> stellte in seinem Vortrag \u00c2\u00ab<strong>Medienkritik in den Zeiten von Web 2.0 und digital divide<\/strong>\u00c2\u00bb leider nicht das Thema Medienkritik in den Vordergrund (weswegen ich eigentlich in dieser Session war), sondern referierte \u00c3\u00bcber Digital divide in social networking sites. Dabei bezog er sich auf eine amerikanische Studie von <a href=\"http:\/\/www.danah.org\/\" target=\"_blank\">Danah Boyd<\/a>, dass in myspace eher die Latino-Unterschicht und in Facebook eher die weisse Bildungsklasse repr\u00c3\u00a4sentiert ist. Er fasst zusammen, dass es einen technischen digital devide und einen Zugangs-divide seiner Meinung nach in Zukunft immer weniger geben wird. Es kann auch nicht von &#8222;der&#8220; Wissenskluft ausgegangen werden, es gibt z.B. einen Alters-, Gender-, und Nutzungsgraben. Einen second digital divide wird es eher im sozialen Habitus geben, es gibt eher eine soziale Distinktion.<\/p>\n<p>Wirklich spannend fand ich das <strong>Forschungsforum zum Forschenden Lernen <\/strong>von <a href=\"http:\/\/www.hdz.uni-dortmund.de\/?id=60&amp;tx_gsifeuserlist_pi1%5BshowUid%5D=2\" target=\"_blank\">Johannes Wildt<\/a>. Hier hat man wirklich an Forschungsfragen diskutiert, was nach all den doch eher Frontalvortr\u00c3\u00a4gen mit wenig Raum f\u00c3\u00bcr Diskussionen sehr erfrischend war (trotz fortgeschrittener Zeit).<\/p>\n<blockquote><p>Projektinhalte und -ziele: Seit einigen Jahren wird in diversen Dokumenten zur Lehrerbildungsreform \u00c2\u00bbForschendes Lernen\u00c2\u00ab als Ausbildungskonzept thematisiert, das sich f\u00c3\u00bcr eine professionsorientierte Lehrerausbildung eignet. An einer Vielzahl von Ausbildungsstandorten werden in der Lehrerausbildung innovative Ans\u00c3\u00a4tze berufspraktischer Studien in unterschiedlichen Varianten unter dieser Perspektive erprobt. In diesem \u00c3\u00bcberregionalen Projekt werden Ans\u00c3\u00a4tze an zehn Standorten, einschlie\u00c3\u0178lich \u00c3\u2013sterreich, miteinander verglichen. Die unterschiedlichen Ans\u00c3\u00a4tze werden auf zentrale Konzeptmerkmale hin untersucht und mit \u00c2\u00bblearning outcomes\u00c2\u00ab in Form von forschungsbezogenen und refl exiven Kompetenzen in Verbindung gesetzt. F\u00c3\u00bcr die Erhebungen wird ein Kompetenzstufenmodell als Kompetenzraster zu forschendem und refl exivem Lernen zugrunde gelegt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies erst einmal ein kurzer Einblick in unterschiedliche Settings. Ich werde sicherlich noch einige Zeit brauchen, um den Input zu verdauen. Da passt es gut, dass ich erst mal ein wenig Ferien habe \ud83d\ude42 .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u00c2\u00abKulturen der Bildung\u00c2\u00bb ist der diesj\u00c3\u00a4hrige DGfE-Kongress heute zu Ende gegangen. Es waren drei anstrengende Tage, vor allem ob des komplexen Tagungsprogrammes. Meist konnte ich mich gar nicht so richtig entscheiden, in welche Veranstaltung ich gehen sollte. 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