{"id":682,"date":"2008-09-12T08:32:14","date_gmt":"2008-09-12T06:32:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/archives\/1259"},"modified":"2008-09-12T08:32:14","modified_gmt":"2008-09-12T06:32:14","slug":"studie-bildung-via-internet-wie-vernetzt-sind-deutschlands-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/studie-bildung-via-internet-wie-vernetzt-sind-deutschlands-kinder\/","title":{"rendered":"Studie &#124; Bildung via Internet: Wie vernetzt sind Deutschlands Kinder?"},"content":{"rendered":"<p>Gerade finde ich den <a href=\"http:\/\/www.scoyo.de\/blog\/2008\/09\/neue-studie-bildung-via-internet-wie-vernetzt-sind-deutschlands-kinder\/\">Hinweis<\/a> auf die Studie \u00c2\u00ab<span>Bildung via Internet: Wie vernetzt sind Deutschlands Kinder?<\/span>\u00c2\u00bb. Schon im Vorwort stutze ich, wenn Frau Sch\u00c3\u00a4dler, Chief Marketing Officer Fujitsu Siemens Computers, \u00c3\u00bcber die Verbesserung der Schulnoten durch den Computerbesitz referiert. &#8222;Mhhm, Auftragsforschung?&#8220; schiesst es mir durch den Kopf, bevor ich \u00c3\u00bcber die Grundlagen der Studie schaue: Stichprobe: &#8222;<em>Repr\u00c3\u00a4sentativ mit 4.935 Interviews; davon 1.081 in Haushalten mit Kindern zwischen f\u00c3\u00bcnf und 15 Jahren, usw.<\/em>&#8220; h\u00c3\u00b6rt sich eigentlich ganz gut an. Doch dann komme ich zur besagten Grafik:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/computergrafik.jpg\" title=\"computergrafik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.mandyschiefner.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/computergrafik.jpg\" alt=\"computergrafik.jpg\" height=\"351\" width=\"453\" \/><\/a><\/p>\n<p>Alles gut, scheint man zu denken, doch ich habe da so meine Zweifel, ob es wirklich am Computerbesitz liegt. Denn vermutlich hat so etwas wie der sozio-\u00c3\u00b6konomische Status hier eine grosse Rolle gespielt, d.h. es ist nicht urs\u00c3\u00a4chlich der Computer f\u00c3\u00bcr die guten Schulleistungen verantwortlich, sondern wohl so etwas wie der Bildungsstatus und das Einkommen der Eltern. Eine Seite weiter wird es dann klarer<\/p>\n<blockquote><p>Ob das Kind einen eigenen PC besitzt, h\u00c3\u00a4ngt auch vom Haushaltsnettoeinkommen der Befragten ab. W\u00c3\u00a4hrend in der Gruppe mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro die Computernutzung der Kinder nur bei 30,1 Prozent liegt, nutzen in der Gruppe mit 3.500 Euro und mehr ca. 40 Prozent der Kinder einen eigenen PC. Auch in den Gruppen mittleren Einkommens zeigt sich: Je h\u00c3\u00b6her das Haushaltsnettoeinkommen, desto eher hat das Kind die M\u00c3\u00b6glichkeit, auf einen eigenen Computer zugreifen zu k\u00c3\u00b6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch weiter unten scheint die Studie mit einigen Vorurteilen aufzur\u00c3\u00a4umen:<\/p>\n<blockquote><p>Es zeigt sich, dass Kinder gerade bei ausgewogener Computernutzung sehr vom Umgang mit dem Medium profitieren. \u00c3\u201eu\u00c3\u0178erst erfreulich ist auch die Erkenntnis, dass die Angst vor einem Mangel an frischer Luft bei verantwortungsvollem Umgang mit dem Computer nicht begr\u00c3\u00bcndet ist. Sowohl bei der Nutzung von Offline-Lernsoftware als auch beim Online-Pendant zeigt sich ein erh\u00c3\u00b6htes Interesse des Kindes an aktivem Sport. Dies bedeutet in der Regel Bewegung an der frischen Luft. Aus den Ergebnissen der Studie l\u00c3\u00a4sst sich jedoch ebenso ablesen, dass Kinder, die den Computer haupts\u00c3\u00a4chlich zum Spielen benutzen, eher wenig begeisterte Sportler sind.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mhhm, nach diesen ganzen Ergebnissen muss ich sagen:\u00c2\u00a0 ich bleibe etwas ratlos zur\u00c3\u00bcck. Auf der einen Seite finde ich die Ergebnisse spannend und wichtig, auf der anderen Seite bin ich mir aber nicht sicher, wie es mit der &#8222;Unabh\u00c3\u00a4ngigkeit&#8220; dieser Studie aussieht, wenn \u00c3\u00bcberall dick Fujitsu Siemens draufsteht. Mir geht es aber wohl nicht allein so:<\/p>\n<blockquote><p>Die von IT-Unternehmen in Auftrag gegebene Studie kommt wahrscheinlich nur allzu gerne zu dem Schluss, dass die Computernutzung die schulischen Leistungen positiv beeinflusst. Dazu werden unter anderem Zahlen herangezogen, die Schulnoten mit der Nutzung von Lernsoftware in Beziehung setzen. Sch\u00c3\u00bcler, die mit Hilfe von Computerprogrammen lernen, schneiden in der Schule oft gut ab. Aber was sagt das schon aus? Man kann annehmen, dass nur wenige Kinder von allein auf die Idee kommen, mitunter sehr teure Lernprogramme auf dem Computer zu installieren. Vielmehr sind es wohl die Eltern, die ihren Nachwuchs dazu anhalten, mit dem Computer zu lernen. Bereits in der Vergangenheit haben Studien gezeigt, dass Sch\u00c3\u00bcler, deren Eltern sich f\u00c3\u00bcr die Bildung ihrer Kinder stark interessieren, auch zu besseren Schulleistungen neigen. (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/38\/computer-lernen?\">Falk Lueke)<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Selbst der Projektleiter der Studie wird zitiert mit den Worten<\/p>\n<blockquote><p>Doch ob die Daten erlauben, von der Pr\u00c3\u00a4senz des Computers auf gute Zensuren zu schlie\u00c3\u0178en, bezweifelt auch er: \u00e2\u20ac\u017eDa m\u00c3\u00bcsste man tats\u00c3\u00a4chlich noch mal nachanalysieren.\u00e2\u20ac\u0153<\/p><\/blockquote>\n<p>Tja, und nun?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade finde ich den Hinweis auf die Studie \u00c2\u00abBildung via Internet: Wie vernetzt sind Deutschlands Kinder?\u00c2\u00bb. 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