{"id":870,"date":"2009-06-29T22:01:37","date_gmt":"2009-06-29T20:01:37","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=870"},"modified":"2009-06-29T22:02:50","modified_gmt":"2009-06-29T20:02:50","slug":"jahrestagung-sgbl-und-sgl-unterrichtsforschung-entwicklung-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/jahrestagung-sgbl-und-sgl-unterrichtsforschung-entwicklung-teil-i\/","title":{"rendered":"Jahrestagung SGBF und SGL: \u00c2\u00abUnterrichtsforschung &#038; -entwicklung\u00c2\u00bb | Teil I"},"content":{"rendered":"<p>Heute wurde die Jahrestagung der <a href=\"http:\/\/www.sgbf.ch\/\">Schweizer Gesellschaft f\u00c3\u00bcr Bildungsforschung (SGBF)<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.sgl-ssfe.ch\/\">Schweizer Gesellschaft f\u00c3\u00bcr Lehrerbildung (SGL)<\/a> er\u00c3\u00b6ffnet. Diese findet an der Universit\u00c3\u00a4t Z\u00c3\u00bcrich statt und steht unter dem Motto \u00c2\u00a0<a href=\"http:\/\/www.kongress-sgbf-sgl.ch\/de\/beschreibung\" target=\"_blank\">\u00c2\u00abUnterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung\u00c2\u00bb<\/a>. Der Tagungsband mit den Abstracts ist so dick wie sonstige Tagungsb\u00c3\u00a4nde mit Volltexten, 400 Personen haben sich angemeldet.<\/p>\n<p>Doch nun zum Inhaltlichen. Am Morgen war die Vorkonferenz f\u00c3\u00bcr Nachwuchswissenschaftler. Das Thema dieses Jahr war &#8222;Meeting the editors&#8220; &#8211; oder: Welche Publikationsstrategien sind effektiv?&#8220; Hier diskutierten auf dem Podium unter anderem Barbara Budrich, Rudolf Tippelt und Peter Tremp vor dem Hintergrund von Zeitschriften und Verlagen, wie man &#8222;richtig&#8220; publiziert. Online oder Papier, deutsch oder englisch, w\u00c3\u00a4hrend der Diss oder nach der Diss &#8230; das waren Fragen, die unter anderem angesprochen wurden. Und mal wieder ging es um den &#8222;Wert&#8220; von Zeitschriftenartikeln gegen\u00c3\u00bcber Monographien oder Artikel in Herausgeberb\u00c3\u00a4nden. Und nicht zuletzt stand \u00c3\u00bcber allem das Mantra des Citation Index. Ich fand es sehr schade, dass das Publizieren nur als Teil einer wissenschaftlichen Karriereplanung angesehen wurde und der Diskurs in einer Wissenschaftlergemeinschaft ein wenig kurz kam. Aber so funktioniert Wissenschaft leider nun mal: Hauptsache, man ver\u00c3\u00b6ffentlicht in der &#8222;richtigen&#8220; deutschen oder englischen Zeitschrift (wobei ich mich manchmal frage, was die richtige ist) und wird oft genug zitiert.<br \/>\nDie Keynote hielt am Nachmittag Prof. Dr. Reusser vom P\u00c3\u00a4dagogischen Institut der Universit\u00c3\u00a4t Z\u00c3\u00bcrich zum Thema &#8222;Von der Unterrichtsforschung zur Unterrichtsentwicklung -Probleme, Strategien, Bedingungen und Werkzeuge&#8220;. Wie der breite Titel schon andeutet, ging Reusser in seinem Referat auf alle grossen Themen der Unterrichtsforschung und -entwicklung ein: angefangen von der Herleitung der Notwendigkeit dieser (Pisa, Bildungsstandards, neue Schuleingangsstufe) \u00c3\u00bcber die Richtung der Entwicklung (hin zu Partizipation und angeleiteter Ko-Konstruktion) bis hin zu Problemen und Entwicklungen der Lehr-Lernkultur und damit verbunden Heterogenit\u00c3\u00a4t und offener Unterricht und der Lehrerweiterbildung. Didaktische Entwicklungsaufgaben sind zusammengefasst f\u00c3\u00bcr ihn<\/p>\n<ul>\n<li>Verbesserung der Inhaltsqualit\u00c3\u00a4t (Aufgabenstellung, Lehrmittelqualit\u00c3\u00a4t, usw. unter dem Blickwinkel der Kompetenz<\/li>\n<li>Verbesserung der Lehr-Lernqualit\u00c3\u00a4t mit der Betonung des Tiefenlernens auf Seiten der Sch\u00c3\u00bclerinnen und Sch\u00c3\u00bcler<\/li>\n<li>Verbesserung der Interaktionsqualit\u00c3\u00a4t mit adaptierter didaktischer Unterst\u00c3\u00bctzung und verbesserter Kommunikation<\/li>\n<\/ul>\n<p>Spannend fand ich, dass sich Kurt Reusser daf\u00c3\u00bcr ausgesprochen hat, mehr Design-Based-Research Studien in der Lehrerbildung zur Verkn\u00c3\u00bcpfung von Wissenschaft und Forschung durchzuf\u00c3\u00bchren &#8230; f\u00c3\u00bcr ihn kommt die \u00c3\u0153berpr\u00c3\u00bcfung der Wirkung bisher zu kurz &#8211; ebenso wie \u00c3\u00bcbrigens Feedback f\u00c3\u00bcr ihn zu wenig auf allen Ebenen der Schule integriert ist.<br \/>\nWas ich sehr schade fand, war die Qualit\u00c3\u00a4t der Folien. Ich bin zwar einiges gewohnt, aber gerade von Personen aus der Lehr-Lernforschung habe ich eigentlich erwartet, dass sich diese auch um die Vermittlung ihres Lerninhaltes Gedanken machen &#8230; und da geh\u00c3\u00b6rt f\u00c3\u00bcr mich eine &#8222;stimmige&#8220; Pr\u00c3\u00a4sentation als Untermauerung des Gesagten dazu. Aber als Zuh\u00c3\u00b6rer war man immer wieder gefangen im Drang, die Folien zu verstehen (zu komplex, zuviel Inhalt, &#8230;) und dem Drang, ihm nachzufolgen &#8230; mit dem Ziel, dass das nicht immer gut gelang. Sehr schade.<\/p>\n<p>Besonders gut gefielen mir \u00c3\u00bcbrigens die Bonmots unseres Prorektors Otfried Jarren: er sprach in Hinblick auf die Erforschung von Lehren und Lernen an Universit\u00c3\u00a4ten von einer &#8222;insitutional practice of mystery&#8220; und sprach sich f\u00c3\u00bcr eine St\u00c3\u00b6rung von Gewohntem als Reflexionsanlass aus. Da werden wir in Zukunft hoffentlich noch \u00c3\u00b6fter st\u00c3\u00b6ren \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wurde die Jahrestagung der Schweizer Gesellschaft f\u00c3\u00bcr Bildungsforschung (SGBF) und der Schweizer Gesellschaft f\u00c3\u00bcr Lehrerbildung (SGL) er\u00c3\u00b6ffnet. Diese findet an der Universit\u00c3\u00a4t Z\u00c3\u00bcrich statt und steht unter dem Motto \u00c2\u00a0\u00c2\u00abUnterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung\u00c2\u00bb. Der Tagungsband mit den Abstracts ist so dick wie sonstige Tagungsb\u00c3\u00a4nde mit Volltexten, 400 Personen haben sich angemeldet. Doch nun zum Inhaltlichen. 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