{"id":956,"date":"2009-08-03T09:45:08","date_gmt":"2009-08-03T07:45:08","guid":{"rendered":"http:\/\/2headz.ch\/blog\/?p=956"},"modified":"2009-08-03T10:21:59","modified_gmt":"2009-08-03T08:21:59","slug":"wow-new-ways-of-scientific-publishing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2headz.ch\/blog\/wow-new-ways-of-scientific-publishing\/","title":{"rendered":"Wow! New Way(s) of Scientific Publishing!"},"content":{"rendered":"<p>Vor ein paar Wochen habe wir Abends dar\u00c3\u00bcber diskutiert, wie wissenschaftliche Artikel aussehen k\u00c3\u00b6nnten, die die neuen M\u00c3\u00b6glichkeiten des Web nutzen. Zwar stehen durch die Open Access-Initiative immer mehr Paper im Web, meist jedoch in klassicher Form zur Ausdruck als PDF. Einzig und allein die direkte Verlinkung zu referenzierten Online-Artikeln oder Verlinkungen zwischen Zitationsangaben im Text und Literatur begegnen einem noch relativ h\u00c3\u00a4ufig. Angesichts der Tatsache, dass bereits in der Belletristik Verlinkungen im Text zu finden sind (an dieser Stelle der Hinweise auf &#8222;<a href=\"http:\/\/www.lucyluder.net\/\" target=\"_blank\">Lucy Luder<\/a>&#8220; von <a href=\"http:\/\/www.oliverbendel.net\/\" target=\"_blank\">Oliver Bendel<\/a>), erschien mir das doch wenig innovativ. Daher keimte in mir auch die Idee, mal ein Beispiel daf\u00c3\u00bcr zu entwickeln, wie ein &#8222;wissenschaftlicher Artikel der Zukunft&#8220; aussehen k\u00c3\u00b6nnte.<\/p>\n<p>Und wie es dann manchmal so ist: diese Idee liegt wohl auf der Hand und so bin ich heute \u00c3\u00bcber einen Beitrag von <a href=\"http:\/\/www.brandon-hall.com\/workplacelearningtoday\/?p=6235\" target=\"_blank\">Brandon Hall Research<\/a> auf ein Projekt von <a href=\"http:\/\/beta.cell.com\/\" target=\"_blank\">Cell Press and Elsevier<\/a> mit dem Titel &#8222;<span>Article of the Future&#8220; gestossen, das zum Ziel hat:<\/span><\/p>\n<blockquote><p>&#8230; to take full advantage of online capabilities, allowing readers individualized entry points and routes through the content, while using the latest advances in visualization techniques.<\/p><\/blockquote>\n<p>Also genau das, was ich mir vorgestellt habe. Als ersten Schritt wurden zwei Prototypen entwickelt (<a href=\"http:\/\/beta.cell.com\/erickson\/\" target=\"_blank\">http:\/\/beta.cell.com\/erickson\/<\/a> und <a href=\"http:\/\/beta.cell.com\/hochstim\/\" target=\"_blank\">http:\/\/beta.cell.com\/hochstim\/<\/a>), zu denen man sich Feedback aus der Community w\u00c3\u00bcnscht. Und ich muss sagen: WOW, WOW, WOW!!! Genauso habe ich mir das vorgestellt. Besonder gut haben mir die Verlinkungen aus den Bildern auf einzelne Textpassagen gefallen. So hat man in einer Grafik den \u00c3\u0153berblick \u00c3\u00bcber den beschriebenen Prozess und kann sich so &#8211; wie man es mag &#8211; durch den Text arbeiten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/beta.cell.com\/images\/erickson.gif\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p>KEY FEATURES OF THE PROTOTYPES:<\/p>\n<ul>\n<li><span>A hierarchical presentation of text and figures<\/span> so that readers can elect to drill down through the layers of content based on their level of expertise and interest. This organizational structure is a significant departure from the linear-based organization of a traditional print-based article in incorporating the core text and supplemental material within a single unified structure.<\/li>\n<li><span>A graphical abstract<\/span> allows readers to quickly gain an understanding of the main take-home message of the paper. The graphical abstract is intended to encourage browsing, promote interdisciplinary scholarship and help readers identify more quickly which papers are most relevant to their research interests.<\/li>\n<li><span>Research highlights<\/span> provide a bulleted list of the key results of the article.<\/li>\n<li><span>Author-Affiliation highlighting<\/span> makes it easy to see an author\u00e2\u20ac\u2122s affiliations and all authors from the same affiliation.<\/li>\n<li><span>A figure that contains clickable areas<\/span> so that it can be used as a navigation mechanism to directly access specific sub-sections of the results and figures.<\/li>\n<li><span>Integrated audio and video<\/span> let authors present the context of their article via an interview or video presentation and allow animations to be displayed more effectively.<\/li>\n<li><span>The Experimental Procedures section contains alternate views<\/span> allowing readers to see a summary or the full details necessary to replicate the experiment.<\/li>\n<li><span>A new approach to displaying figures<\/span> allows the reader to identify quickly which figures they are interested in and then drill down through related supplemental figures. All supplemental figures are displayed individually and directly linked to the main figure to which they are related.<\/li>\n<li><span>Real-time reference analyses<\/span> provide a rich environment to explore the content of the article via the list of citations.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die key features geben nur einen Eindruck und man sollte sich mal durch die Artikel klicken. Also ich bin wirklich begeistert von dem, was dort gemacht wurde. Aber nat\u00c3\u00bcrlich sollte man auch hier ein paar kritische Fragen stellen: Wie f\u00c3\u00bcr Pilotprojekte typisch sind hier die Rahmenbedingungen auch besonders gut. Solche Grafiken wird wohl kaum ein Wissenschaftler allein erstellen k\u00c3\u00b6nnen &#8211; und bezahlbar sind sie f\u00c3\u00bcr den Otto-Normal-Forscher wohl auch nicht. Aber es wird zumindest mal gezeigt, was m\u00c3\u00b6glich ist. Die Beispiele stammen aus Medizin und Biologie. In diesem Bereich geht es oft um Vorg\u00c3\u00a4nge, die auch gut visualiert werden k\u00c3\u00b6nnen. Aber wie sieht es in den Geistes- und Sozialwissenschaften aus? Die M\u00c3\u00b6glichkeiten sind hier zumindest eingeschr\u00c3\u00a4nkter bzw. die Anforderungen h\u00c3\u00b6her. Aber wiederum: es muss ja auch nicht alles umgesetzt werden und die Visualisierung ist nur ein Aspekt. Spannend sind nat\u00c3\u00bcrlich auch die zahlreichen Verlinkungen zu anderen relevanten Artikeln, anderen Artikeln der Autoren und ihren pers\u00c3\u00b6nlichen Webseiten und und und. Was nat\u00c3\u00bcrlich nicht fehlen darf sind die M\u00c3\u00b6glichkeiten f\u00c3\u00bcr Feedback und Diskussion. Hier sehe\u00c2\u00a0 ich aber noch am meisten Potenzial.<\/p>\n<p>Fraglich ist f\u00c3\u00bcr mich, welche Auswirkungen solche Textgestaltungen auf das wissenschaftliche Schreiben haben werden. Wird durch den konsequenten Wechsel vom Linaren und Vernetzten das Schreiben einfacher, weil keine k\u00c3\u00bcnstliche Abfolge geschaffen werden muss? Werden die Anforderungen an das wissenschaftliche Schreiben (und die didaktische Gestaltung) h\u00c3\u00b6her? Wird es einfacher, die Inhalte der Texte zu verstehen? Vieles scheint mir unklar und notwendig zu bedenken. In jedem Fall finde ich es wichtig &#8211; zumindest f\u00c3\u00bcr den \u00c3\u0153bergang, bis auch die sonstige Forschungsumgebung sich diesem Stand(ard) angepasst hat\u00c2\u00a0 &#8211; dass die Texte auch noch als PDF-Download zur Verf\u00c3\u00bcgung stehen. Aber ich bin mir schon jetzt sicher, dass dies die Richtung ist, in der zuk\u00c3\u00bcnftig publiziert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor ein paar Wochen habe wir Abends dar\u00c3\u00bcber diskutiert, wie wissenschaftliche Artikel aussehen k\u00c3\u00b6nnten, die die neuen M\u00c3\u00b6glichkeiten des Web nutzen. 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